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Nutztiere

Pferde füttern mit Konzept

Die Basis jeder Pferdefütterung ist qualitativ hochwertiges Raufutter in ausreichender Menge zur freien Verfügung oder in mehreren Gaben über den ganzen Tag verteilt anzubieten. Je nach Situation kann das Pferd seinen Bedarf jedoch nicht nur über Raufutter decken und ist entsprechend auf eine Zufuhr von Ergänzungs- und Zusatzfutter angewiesen.

Die moderne Pferdefütterung umfasst Futter für jede Situation, egal ob Sport, 

Freizeit oder Zucht. 

Die moderne Pferdefütterung umfasst Futter für jede Situation, egal ob Sport,  Freizeit oder Zucht. 

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Ressortleiterin Forschung und Versuche, UFA AG

Das Raufutter macht den grössten Teil einer pferdegerechten Ration aus. Ein ausreichendes Kauen sorgt für eine längere Beschäftigung mit der Futteraufnahme und leistet somit einen wichtigen Beitrag für eine tiergerechte Haltung. Durch das ausgiebige Kauen wird auch die Speichelbildung angeregt. Dadurch wird einerseits der Nahrungsbissen gleitfähig gemacht, andererseits wirkt Speichel im Magen puffernd und hat somit einen günstigen Einfluss auf den Magen-pH.

Ergänzung für das Freizeitpferd

Stimmen die Raufutterqualität und die verfütterte Menge pro Tier und Tag, können wenig beanspruchte Pferde ihren Nährstoffbedarf gut decken. Jedoch ist die Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sicherzustellen. Der Einsatz eines Mineralsalzes mit einem hohen Ca:P-Verhältnis (z. B. 3 : 1) wird bei heureichen Rationen empfohlen. Ein frei verfügbarer Salzleckstein deckt den Natriumbedarf. Mit zunehmender Lagerdauer des Raufutters sinken die darin enthaltenen Vitamingehalte. Diese müssen entsprechend über die Ergänzungsfütterung zur Verfügung gestellt werden. Mineralfuttermittel mit Vitaminen und Spurenelementen wie Hypona-Minevita (Natur) ergänzen die Ration ideal.

Bei steigender Beanspruchung, aber auch je nach Stallsystem (Gruppenoder Einzelhaltung, Aussenklimaoder Innenstall) und Jahreszeit, kann das Pferd seinen Nährstoffbedarf nicht allein über das Raufutter decken. Allround-Ergänzungsfutter wie Hypona Optimal, Brandon (xs und xl) oder St. Hippolyt Equigard bieten die passende Lösung. Dabei stehen verschiedene Futtervarianten mit und ohne Hafer, als Kombi-, Müeslioder Würfelfutter zur Auswahl. Die einzelnen Ergänzungsfutter sind untereinander kombinierbar.

Als Zusatzfutter für alle Fälle hat sich St. Hippolyt Struktur-Energetikum bewährt. Durch die vielfältige Zusammensetzung mit zahlreichen Kräutern, Ölsaaten, Getreidekeimen und hochwertigen Mineralstoffquellen wird jede Ration aufgewertet und versorgt das Pferd mit zusätzlicher Vitalität. Das Zusatzfutter lässt sich ebenso als Lockfutter, aber auch zur Verbesserung von wenig schmackhaften Futterkomponenten (z. B. von Wurmkuren, Arzneimitteln) und für die Appetitsteigerung einsetzen.

Ideale Ration für Sportpferde

Sportpferde erbringen Grosses. Die Leistung muss im richtigen Moment abgerufen werden können und die Energie in der richtigen Art verfügbar sein. Dazu muss die Ration aber auch genügend Eiweiss und Wirkstoffe enthalten. Besonders schwierig ist es, ein optimales Verhältnis zwischen Raufutter und Ergänzungsfutter zu finden.

Pro Mahlzeit sollte die verfütterte Menge an Ergänzungsfutter 500 g pro 100 kg Körpergewicht nicht übersteigen. Bei Hochleistungspferden mit hohem Kraftfutteranteil in der Tagesration sollte ein Mischfutter mit hoher Nährstoffdichte angeboten werden, damit noch genügend Futteraufnahmevermögen für Raufutter besteht. Hypona-Energy, aber auch Brandon xp wie St. Hippolyt Champions Claim bieten dafür die ideale Lösung. Bei ausserordentlich hohem Bedarf kann die Ration zusätzlich noch mit Spezialitäten wie St. Hippolyt Super Condition, High Performer, wie auch mit Pflanzenöl angereichert werden. Ein ausreichendes Versorgen mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ist unter Berücksichtigung der Gesamtration mit einem vitaminierten Mineralfutter sicherzustellen.

Der höhere Natrium- und Elektrolytbedarf nach der körperlichen Anstrengung kann durch Anbieten einer Elektrolytmischung wie Hypona-Iso, im Tränkewasser oder über das Futter gestreut, ausgeglichen werden.

Zuchtstute und Fohlen

Gesunde Stuten und Fohlen sind das wichtigste Gut in der Zucht. Nur wenn die Stute während der Trächtigkeit bestmöglich versorgt ist, kann sich der Fötus optimal entwickeln.

Ab dem achten Trächtigkeitsmonat wächst der Fötus im Mutterleib stark und ist auf eine entsprechende Nährstoffversorgung angewiesen. Gleichzeitig wird im mütterlichen Stoffwechsel die Basis für eine optimale Milchleistung während der Säugezeit gelegt.

Spezielle Zuchtfutter wie Hypona-Zucht und St. Hippolyt Equilac decken die Bedürfnisse von Fötus und Zuchtstute und können bis zum Ende der Säugezeit eingesetzt werden. Fohlen nehmen nebst der Muttermilch bereits früh Festfutter auf. Um die Verdauung für diese Komponenten aufzubauen, muss das Ergänzungsfutter für Fohlen eine hohe Verdaulichkeit aufweisen. Zudem sind Fohlen im ersten Lebensjahr aufgrund ihres intensiven Wachstums auf eine eiweissreiche Fütterung und eine gesicherte Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen angewiesen. Deshalb wird das Beibehalten von Hyp-ona-Zucht bis zum zwölften Lebensmonat oder der Einsatz eines Fohlenfutters wie St. Hippolyt Fohlengold empfohlen.

Durch die gezielte Zufuhr von Wirkstoffen kann die erfolgreiche Belegung der Stute unterstützt werden. Insbesondere beeinflusst Beta-Carotin die Reifung der Eizellen, den Aufbau der Schleimhäute in der Gebärmutter und steigert somit den Belegungserfolg bei den Stuten. Entsprechende Produkte wie UFA 996 Cyclo Extra oder St. Hippolyt Beta Carotin-Knoblauch sollten dafür mindestens drei Monate vor dem geplanten Decktermin bis drei Monate nach dem Belegen eingesetzt werden.

Fit bis ins hohe Alter

Mit zunehmendem Alter verändern sich auch die Bedürfnisse an die Fütterung. Aufgrund des Zahnabriebs kann gerade langfaseriges Raufutter nicht mehr ausreichend zerkleinert und entsprechend verwertet werden. Das Pferd reduziert deshalb seinen Verzehr. Mit zunehmendem Alter verändern sich aber auch die Beweglichkeit der Därme und die Aktivität der Verdauungsenzyme.

Der Transport des Nahrungsbreis wird verlangsamt und die Nährstoffe aus dem Futter werden nicht mehr gleich gut absorbiert. Damit der Verdauungstrakt optimal funktioniert, muss genügend Nahrungsfaser über die Verfütterung von speziellen Heuersatzprodukten wie Pre Alpin Senior, Pre Alpin Wiesenflakes, respektive Wiesencobs oder St. Hippolyt Glyx-Wiese Seniorfaser sichergestellt werden. Zum Ausgleich der reduzierten Nährstoffaufnahme sollte ein speziell an die Bedürfnisse des Seniors angepasstes Ergänzungsfutter zugefüttert werden.

Die spezielle Zusammensetzung von Hypona-Senior, aber auch St. Hippolyt Vitalmüesli Beste Jahre, sorgt dafür, dass die Pferde ihre Körperkondition aufrechterhalten können, den zusätzlichen Bedarf an Mineral- und Wirkstoffen decken können und dabei ihr Verdauungstrakt nicht übermässig strapaziert wird. Ein besonderer Vorteil der speziellen Heuersatzprodukte wie auch der Ergänzungsfutter für Senioren ist die problemlose Wasserlöslichkeit. Durch das Einweichen entsteht ein schmackhafter Futterbrei, der gerade bei Zahnproblemen gerne gefressen wird und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wasserversorgung des Pferdes leistet.

Sensible Verdauung – was tun?

Nicht nur der Darm, sondern auch weitere Organe wie Leber oder Bauchspeicheldrüse sind für die Aufschliessung und anschliessende Aufnahme der Nährstoffe entscheidend. Pferde mit sensibler Verdauung reagieren meistens negativ auf ein zu hohes Angebot an leicht löslichen Kohlenhydraten aus Stärke und Zucker im Futter. Aber auch Gluten, das Klebereiweiss aus Getreidekörnern, kann zu Problemen führen.

Raufutterreiche Rationen und das Reduzieren oder Weglassen der problematischen Futterbestandteile ist unabdingbar. Zu beachten ist dabei auch der Fruktangehalt im Raufutter. Sehr sensible Pferde sind mit einem Raufutterersatzprodukt mit bewusst niedrigem Zuckergehalt (z. B. St. Hippolyt Glyx-Wiese Heucobs, Agrobs Grünhafer oder Luzerne +) zu füttern. Der Bedarf kann aber auch bei Pferden mit sensibler Verdauung nicht allein mit Raufutter gedeckt werden. Melasse- und glutenfreie Ergänzungsfutter wie Hypo-na-Sensitive, oder Ergänzungsfutter ohne Melasse (Hypona Optimal-Zero) und mit einem tiefen Stärkeund Zuckergehalt (Brandon Ergänzungsfutter, St. Hippolyt Palatin Glyx-Wiese Müsli), wie auch Ergänzungsfutter ohne Getreide (Agrobs Alpengrün Müsli) sind in solchen Fällen einzusetzen.

Auch der Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen ist nicht zu vernachlässigen. Mit Hypona Minevita-Natur ohne Melasse kann dieser optimal gedeckt werden.

Eine übersichtliche Zusammenstellung mit den Fütterungsempfehlungen kann hier abgerufen werden.

Unschlagbares Gespann

Die moderne Pferdefütterung deckt die unterschiedlichsten Bedürfnisse der einzelnen Tiere ab. Mit dem umfassenden Pferdefuttersortiment aus quali tativ hochwertigen Raufutterersatz produkten, bewährten Ergänzungsfuttermitteln für jede Situation und Zusatzfuttermitteln für spezielle Bedürfnisse bieten Hypona, Agrobs und St. Hippolyt zusammen mit LANDI ein unschlagbares Gespann.

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