Vorsorge Landwirtschaft Paar
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Bauern arbeiten sehr viel und schwer. Aber was Bäuerinnen alles gleichzeitig meistern, lässt selbst hartgesottene Manager erbleichen. Die Frauen arbeiten auf dem Hof mit, betreuen Kinder, Haushalt, Garten und Hofladen. Nicht selten unterstützen sie auch die Schwiegereltern oder eigene Eltern. Darüber hinaus haben Bäuerinnen oft eine zusätzliche Erwerbstätigkeit im Teilzeitpensum, um das gemeinsame Einkommen aufzubessern.

Viel Arbeit, kein Lohn

Wer so viel leistet, müsste finanziell abgesichert sein, sollte man meinen. Leider ist häufig das Gegenteil der Fall. Über 50 Prozent der in der Landwirtschaft tätigen Ehefrauen – der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband geht sogar von 70 Prozent aus – haben für ihre Arbeit auf dem Hof weder Arbeitsvertrag noch Lohn.

Die Absicherung fehlt

Die Folgen der fehlenden Anstellung: Falls das Paar nicht zusätzliche Vorkehrungen getroffen hat, sind die auf dem Hof mitarbeitenden Frauen im Vergleich zu ihren Partnern finanziell viel schlechter gestellt. Sie erhalten keine Mutterschaftsentschädigung und bei langer Krankheit, Invalidität und nach der Pensionierung nur eine minimale Rente.

Vorsorgen: Je früher, desto besser

Diese Fragen sollten Sie mit einer Fachperson klären:

  • Wie sind beide Eheleute fürs Alter abgesichert?
  • Wie ist die Situation, wenn jemand nicht mehr arbeiten kann oder gar stirbt?
  • Wie entwickelt sich das Vermögen der beiden Eheleute im Laufe der Ehe?
  • Welche Vorsorgesäule eignet sich für die persönliche Absicherung besser: 3 a oder 2b?

Weil die Situation jeder Bauernfamilie anders ist, lassen Sie sich am besten persönlich beraten. So können die Lösungen gefunden werden, die am besten passen. Ihre Beraterin oder Ihr Berater der Generalagentur in Ihrer Nähe hilft Ihnen gern.

  

Finanzielle Not vermeiden

Ohne eigenen Lohn kann eine finanzielle Abhängigkeit entstehen, die die Beziehung belastet. Und als Witwe, im Alter oder wenn die Beziehung auseinandergeht, ist die finanzielle Lage mehr als schwierig. Nur Frauen, die mehrheitlich oder ganz ausserhalb des Hofs gearbeitet haben, kommen besser weg.

Wichtige Wertschätzung

Finanzielle Fragen sind in vielen Beziehungen eine heikle Angelegenheit, über die man ungern spricht. Trotzdem sollte das Thema auf den Tisch, damit später keine Konflikte und unnötige Sorgen entstehen. Sich damit frühzeitig auseinanderzusetzen und gemeinsam Lösungen zu finden, ist ein Zeichen des gegenseitigen Respekts, der Wertschätzung und der Fürsorge füreinander.

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Beat Schildknecht – Spezialist Vorsorge Landwirtschaft

(Bild: zvg)
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