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Betriebsführung

Seit über 70 Jahren mit Herzblut dabei

Der Verein Netzwerk Sense engagiert sich bereits seit über 70 Jahren als bäuerliche und soziale Haushaltshilfe und bietet Unterstützung im Haushalt bei Krankheit, Unfall oder Überbelastung. Dank seinem Wirken wurde der Verein aus dem Kanton Freiburg mit dem diesjährigen Prix Agrisano ausgezeichnet.

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ehemalige Redaktorin UFA-Revue

Der Verein Netzwerk Sense hilft der Bevölkerung des Sensebezirks im Kanton Freiburg mit einer schnellen und unbürokratischen Hilfe im Haushalt – beispielweise bei Krankheit, Unfall oder Überbelastung. Die Dienstleistungen können sowohl von Bauern-, Gewerbe- wie auch Privathaushalten in Anspruch genommen werden. Die 18 Mitarbeiterinnen des Netzwerks Sense – vorwiegend Hausfrauen aus bäuerlichem Umfeld – sind auf Abruf einsatzbereit. Aufgrund des grossen sozialen Wirkens für die bäuerliche und ländliche Bevölkerung wurde der Verein Ende April mit dem diesjährigen Prix Agrisano ausgezeichnet, der alle zwei Jahre von der Agrisano Stiftung vergeben wird.

Der heutige Verein Netzwerk Sense im Kanton Freiburg wurde 1946 als reformierte Heimpflege gegründet und während 60 Jahren vom reformierten Landfrauenverein des Sensebezirks verantwortet. 1996 wurde die Hauspflegeorganisation neu organisiert und zur neuen Form umstrukturiert. Aus diesem Grund wurde auch die reformierte Heimpflege zum politisch- und konfessionell neutralen Sozialwerk unter dem Namen «Netzwerk Sense» umgewandelt und wurde fortan nicht mehr von der öffentlichen Hand finanziell unterstützt. Das Sozialwerk sah sich zu keiner Zeit als Konkurrenz zur Spitex und konzentrierte sich auf das Angebot in der Haushalthilfe und somit als Ergänzung zur Spitex.

Im Jahr 2006 folgte die Gründung des Vereins Netzwerk Sense, als Folge der Zusammenlegung der katholi-schen- und reformierten Landfrauenvereine. Diese zeigten kein Interesse an der Weiterführung der sozialen Organisation. Von da an war das Netzwerk, ohne Unterstützung und regelmässige Beiträge der Landfrauenvereine, auf sich alleine gestellt.

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von links: Francis Egger, Präsident der Stiftung Agrisano; Béatrice Schafer, hat den Verein für den Prix Agrisano angemeldet; Christine Bühler, Präsidentin der Prix Agrisano Jury, Beatrix Tschannen, Geschäftsführerin Netzwerk Sense; Ursula Moser, ehemalige Geschäftsstellenleiterin Netzwerk Sense; Andrea Brüllhardt, Vize-Präsidentin Netzwerk Sense und Christian Scharpf, Geschäftsführer Agrisano Stiftung. 

(Bild: Laura Keller)

Grosse Nachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitseinsätzen ist gross und die Leistungen können nicht kostendeckend verrechnet werden. Die Einsatztarife werden nach steuerbarem Einkommen berechnet und sollen auch in Zukunft bezahlbar bleiben, damit alle im Sensebezirk sich diese Dienstleistungen leisten können.

Mehr Zeit für die Menschen

Auch heute stammen noch viele Mitarbeiterinnen aus einem landwirtschaftlichen Umfeld. Als privater Verein hat das Netzwerk Sense mit seinen 18 Mitarbeiterinnen andere Spielregeln als andere Organisationen und kann sich deshalb oft mehr Zeit für die Menschen nehmen, was sehr geschätzt wird. «Die Anpassung des Netzwerks Sense an neue Begebenheiten im Laufe der Zeit und die Unterstützung der verschiedensten Menschen, entspricht dem Gedanken von Prix Agrisano», sagt Christine Bühler, Präsidentin der Prix Agrisano-Jury, und nennt damit das ausschlaggebende Kriterium für den Sieg des Netzwerks Sense. Francis Egger und Christine Bühler überreichten dem Netzwerk Sense den mit 15 000 Franken dotierten Prix Agrisano. «Wir sind hoch erfreut darüber», sagt die Präsidentin des Vereins Netzwerk Sense Marianne Spring, die den Preis im Namen aller Mitarbeiterinnen entgegennahm.

Prix Agrisano Einzelperson

In der Kategorie Einzelperson ging der Prix Agrisano an eine Person, die anonym bleiben möchte. Die Gewinnerin ist eine Bäuerin, die in der Nachbarschaft ausserordentliche Hilfe geleistet hat. Dieser Preis ist mit 5000 Franken dotiert. 

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