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Betriebsführung

Wie sieht die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft aus?

Die Schweizer Landwirtschaft ist eine «Wandlungskünstlerin». Trotz gleichbleibender Fläche versorgt sie die wachsende Schweizer Bevölkerung seit Jahrzehnten zuverlässig mit der Hälfte der nötigen Lebensmittel. Aber wie wird sich die Branche in den nächsten 20 Jahren verändern, damit dies weiterhin klappt? Die UFA-Revue hat nachgefragt.

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Publiziert am

Aktualisiert am

Redaktions- und Verlagsleiter UFA-Revue

Redaktor UFA-Revue

Es ist klar, die Schweizer Landwirtschaft wird in 20 Jahren nicht mehr gleich aussehen wie heute. Werden Roboter die Felder pflügen, Drohnen als fliegende Traktoren Kulturen säen, und wird die künstliche Intelligenz wichtige Betriebsentscheide selbstständig fällen? Wird gar die Tierhaltung aufgegeben und Fleisch durch pflanzliches Protein ersetzt? Ein solches Szenario ist zwar sehr unwahrscheinlich. Und doch scheint es, als könnte diese «Agrar Fiction» schnell Wirklichkeit werden.

Wahrheitssuche auf Achse

Um herauszufinden, wie viel Wahrheit in einem solchen Bild der Zukunft steckt, reiste das Team der UFA-Revue ausgerüstet mit einer Videokamera quer durchs Land. Die Redaktion wollte von verschiedenen Persönlichkeiten aus den Bereichen Handel, Forschung, Politik, Wirtschaft und Bildung wissen: Wie sieht die Schweizer Landwirtschaft in 20 Jahren aus? Die Frage, wie die Landwirtschaft der Zukunft ausschaut, muss sich auch jede Bauernfamilie immer wieder stellen.

Aus den Antworten ergeben sich Gemeinsamkeiten, welche ein erstes Bild der Schweizer Landwirtschaft von morgen zeichnen.

Besonders wichtig ist die Frage dann, wenn die Familie investieren oder sich neu aufstellen möchte. Eins vorweg: Niemand unserer interviewten Personen besitzt eine Kristallkugel. Dennoch ergeben sich aus den Antworten Gemeinsamkeiten, welche ein erstes Bild der Schweizer Landwirtschaft von morgen zeichnen. Es lohnt sich, die Zukunftsvideos der UFA-Revue genau anzuschauen.

Smart, digital und effizient

Ein wesentlicher Motor für die Weiterentwicklung wird zweifelsohne der technologische Fortschritt sein. Darüber sind sich die befragten Personen mehrheitlich einig.

Die neue Generation wird der Digitalisierung und Automatisierung zudem noch mehr Schub verleihen.

Die Einführung von Smart Farming wird die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion erhöhen. Deren Einsatz wird es der Landwirtschaft ermöglichen, Ressourcen effektiver zu nutzen und Erträge zu steigern. Die neue Generation von Landwirtinnen und Landwirten, die mit dem Internet aufgewachsen ist, wird der Digitalisierung und Automatisierung zudem noch mehr Schub verleihen. Auf der anderen Seite wird die wachsende Sensibilität der Konsumentinnen und Konsumenten dazu führen, dass generell nachhaltiger produziert werden muss. Hierbei kann die Forschung helfen: In Sachen Pflanzenzüchtung ist noch einiges möglich.

Zusammenhänge kennen

Ob die Landwirtschaft generell nachhaltiger und produktiver wird, hängt schliesslich vom Zusammenspiel aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette ab. An deren Ende stehen die Konsumentinnen und Konsumenten, deren Essgewohnheiten die Entwicklung wesentlich prägen werden.

Die Freude am Beruf Landwirtin oder Landwirt muss eine zentrale Rolle spielen.

Um als Landwirtin und Landwirt ganz am Anfang Schritt zu halten, müssen sie bestens ausgebildet sein und stets am Ball bleiben. Dass die Weiterbildung bei allen Befragten einen wichtigen Punkt in den Ausführungen einnimmt, verwundert nicht, denn die Zukunft wird sicher nicht weniger komplex, als es die Gegenwart ist. In einem waren sich alle einig: Neben der Balance zwischen technischem Fortschritt und traditionellen Praktiken muss die Freude am Beruf Landwirtin oder Landwirt eine zentrale Rolle spielen. Das kann der entscheidende Trumpf sein, um eine nachhaltige und konkurrenzfähige Landwirtschaft in der Schweiz zu etablieren.

Christian Hofer, Direktor Bundesamt für Landwirtschaft

«Bauernfamilien werden Unternehmer sein und sich an den Bedürfnissen der Konsumenten orientieren.»

 

Regula Kennel, Leiterin Unternehmensentwicklung, Proviande

«Wir werden für die gleiche Menge Lebensmittel oder tierischer Produkte weniger Tiere brauchen.» 

 

Christian Eggenberger, Betriebsleiter, Swiss Future Farm

«Ämter, Zulieferer und Abnehmer verlangen zunehmend eine digitale Datenübermittlung.»

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