fenaco-LANDI

Interessanter Ausgleich und willkommene Abwechslung

Die zwei Produzenten Jakob Meyer und Sven Roth arbeiten im Nebenerwerb als Chauffeure für Traveco und berichten im Interview über ihre Erfahrungen.

Jakob Meyer50 Jahre, Landwirt, zweifacher Familienvater, Stellenpensum: 20 Prozent

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ehemalige Mitarbeiterin UK fenaco

UFA-Revue: Bitte beschreiben Sie kurz Ihren Betrieb.

Jakob Meyer:Ich bewirtschafte einen 30 Hektaren grossen Ackerlandbetrieb in Wiedlisbach BE. Ausserdem betreiben wir die Direktvermarktung von Eiern und Backwaren aus selbst angebautem Getreide. Wir sind IP Suisse zertifiziert.

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Sven Roth21 Jahre, Landwirt EFZ, Stellenpensum: 30 Prozent

Sven Roth:Ich arbeite hauptberuflich auf dem Hof meiner Eltern in Beinwil SO. Wir verfügen über 53 Hektaren Land und 20 Hektaren Wald und betreiben Milchwirtschaft mit Aufzucht – 820 m ü. M. in der Bergzone 2.

Warum haben Sie sich zusätzlich zu Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb für einen Nebenerwerb entschieden?

Meyer:Auf das Lastwagenfahren kam ich durch die Absolvierung der Rekrutenschule. Im Jahr 1992 habe ich mich nach dem Abliefern von Kartoffeln spontan beim damaligen VLG (Verband Landwirtschaftlicher Genossenschaften – Vorläuferorganisation der fenaco)vorgestellt. Einige Tage später durfte ich meine neue Arbeitsstelle als Chauffeur antreten. Mein ursprüngliches Vollzeitpensum hat sich mit der sukzessiven Vergrösserung unseres Hofs und dessen Übernahme von den Eltern auf heute 20 Prozent reduziert.

Roth:Da ich auf dem Hof meiner Eltern nicht im Vollzeitpensum arbeite, lag es für mich nahe, einem Nebenerwerb nachzugehen. Die Tätigkeit bei Traveco bietet mir Abwechslung zum Alltag als Landwirt. Ausserdem komme ich weit herum, kann meinen Lastwagenführerschein aus der Rekrutenschule sinnvoll gebrauchen und die CZV-Weiterbildungskurse besuchen.

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Sowohl im Hauptwie im Nebenerwerb sind Jakob Meyer (links) und Sven Roth (rechts) gerne motorisiert unterwegs.

Welche Arten von Nebenerwerb kommen für Sie grundsätzlich in Frage?

Meyer:Mit dem Besitz des Lastwagenführerscheins kam für mich kein anderer Nebenerwerb in Frage. Zudem hat mir Traveco stets ermöglicht, mein Arbeitspensum an meine Bedürfnisse anzupassen.

Roth:Als gelernter Landwirt könnte ich auch als Betriebshelfer im landwirtschaftlichen Umfeld arbeiten. Dies wäre aber in der Regel mit deutlich höheren Stellenpensen oder mehrwöchigen Einsätzen verbunden, was mit meiner Arbeit auf dem elterlichen Hof nicht vereinbar wäre.

Was hat Sie am Nebenerwerb als Chauffeur bei Traveco besonders angesprochen?

Meyer:Für mich ist die Arbeit als Chauffeur ein interessanter Ausgleich und eine willkommene Abwechslung. Ich finde es schön, zu den Bauern zu fahren, diese zu treffen und immer wieder etwas von meinen Bauernkollegen zu lernen. Die Fahrten sind abwechslungsreich: Ich bin auf Autobahnen unterwegs, fahre durch Städte und bin letztlich immer wieder auf dem Land – manchmal auch an sehr abgelegenen Orten.

Roth:Traveco habe ich durch die Chauffeure kennen gelernt, die uns immer das Futter auf den Hof liefern. Diese haben mir auch empfohlen, mich dort zu bewerben. Meinen landwirtschaftlichen Berufskollegen das Futter zu liefern, gefällt mir sehr. Traveco gibt mir die Möglichkeit, an einzelnen Wochentagen zu arbeiten und ich habe keine Fuhren in die vom Verkehr chronisch überlasteten Städte.

Wann arbeiten Sie als Chauffeur?

Meyer:In der Regel fahre ich einmal in der Woche. Gewöhnlich telefoniere ich jeweils am Montag mit meinem Disponenten und plane mit ihm den Einsatz der aktuellen Woche. Hier werden wo immer möglich meine Wünsche berücksichtigt. Dafür stehe ich dem Arbeitgeber – sofern dies mit der Hofarbeit vereinbar ist – auch für kurzfristige Einsätze zur Verfügung.

Roth:Ich arbeite ganzjährig jeweils ein bis zwei Tage in der Woche – meistens am Montag.

Wie sieht eine Arbeitswoche mit Nebenerwerb bei Ihnen aus?

Meyer:Würde ich nur Ackerbau betreiben, wäre die Planung kein Problem. Aufgrund der Direktvermarktung erfolgen meine Einsätze in Absprache mit meiner Frau. Wenn ich im Nebenverdienst fahre, vertritt sie mich auf dem Hof und kümmert sich um die Kundenlieferungen. Mein Vater betreut jeweils die Legehennen und verarbeitet die Eier.

Roth:Da mein Vater auf dem Hof ist, brauche ich mich nicht speziell zu organisieren. Zu einem Konflikt mit der Arbeit auf dem Hof kann es im Sommer zur Zeit der arbeitsintensiven Futterernte kommen. Bei frühzeitiger Anfrage beim Arbeitgeber können die Einsatztage aber meist verschoben werden. Diese Flexibilität seitens Traveco schätze ich sehr.

Was empfehlen Sie anderen Produzentinnen und Produzenten, die sich ebenfalls Gedanken zu einem Nebenerwerb machen? Worauf muss man besonders achten?

Meyer:Ich empfehle ihnen, direkt mit dem potentiellen Arbeitgeber Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam die Möglichkeiten zu besprechen. Für mich ist die Arbeit als Chauffeur ideal, um einem Nebenverdienst nachzugehen.

Roth:Der Betrieb zu Hause darf nicht unter dem Nebenerwerb leiden. Manchmal ist weniger auch mehr. Zeigt das Gespräch mit der Familie oder dem Betriebspartner, dass ein Nebenerwerb zeitlich und organisatorisch möglich wäre, ist es eine tolle Sache.

Bewerbung für Nebenerwerb bei Traveco

Interessierte Landwirtinnen und Landwirte übermitteln einen kurzen Lebenslauf mit Foto, einer Kopie des Führerausweises (mindestens Kategorie C) und ihrer Fahrerkarte (falls aktuell vorhanden) mit dem Vermerk «UFA-Revue» an job@traveco.ch. In dieser E-Mail soll auch das bevorzugte Arbeitspensum oder mögliche Einsatztage erwähnt werden.

Bewerbungen per Post sind zu senden an: Traveco Transporte AG, Nebenerwerb für Landwirte, Kornfeldstrasse 4, 6210 Sursee

Autorin   Sarah Sinn, UFA-Revue, 8401 Winterthur

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