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Landtechnik

Mit diesen Autos fährt der Bauer gut

Fahrzeuge stehen in den landwirtschaftlichen Betrieben täglich für die unterschiedlichsten Arbeiten im Einsatz und müssen den verschiedensten Anforderungen genügen. Die UFA-Revue hat die hiesigen Autoimporteure deshalb befragt, welches ihrer Fahrzeuge für einen Landwirtschaftsbetrieb am besten geeignet ist.

Publiziert am

Aktualisiert am

Redaktor, UFA-Revue

In der Praxis werden in den Landwirtschaftsbetrieben zahlreiche Fahrzeugtypen eingesetzt. Für die anfallenden Hofarbeiten wird am häufigsten ein Nutzfahrzeug verwendet, mit dem nur kurze Strecken in der Umgebung des Betriebs zurückgelegt werden. Es wird für Perso-nen-, Material- und auch für Tiertransporte eingesetzt. Für den Privatgebrauch und die Familie ist oft ein anderes Fahrzeug reserviert.

Die Palette an Fahrzeugen, die in der Landwirtschaft verwendet werden, ist äusserst gross und reicht vom Kleinwagen über ein Auto mit grossem Kofferraum bis zum Pick-up oder Kleintransporter.

Das Urteil der Importeure

Die UFA-Revue interessierte, welche Fahrzeuge die wichtigsten Autoimporteure der Schweiz für den Einsatz in der Landwirtschaft empfehlen. Konkret wollte die Redaktion wissen, welches Fahrzeug für einen Landwirtschaftsbetrieb am besten geeignet ist.

Die Vorschläge sind ebenso vielfältig wie die Zahl der Fahrzeuge, die in der Praxis verwendet werden. Von den Importeuren von über 30 Marken, die kontaktiert wurden, wiesen einige darauf hin, dass sie keine Nutzfahrzeuge oder Fahrzeuge im Angebot hätten, die speziell für die Landwirtschaft geeignet seien. Es zeigte sich aber, dass vier Haupttypen unterschieden werden: Kleinwagen und SUV, Pick-ups, Kastenwagen sowie Transporter mit offener Ladebrücke.

Beschreibung der Fahrzeuge

Zur Beschreibung der Fahrzeuge werden Kriterien wie Motorleistung und Hubraum, Ladevolumen, Nutzlast, Zugleistung und Preis aufgeführt. Ebenfalls erwähnt werden in der Beschreibung Treibstoffverbrauch und Emissionen, zudem haben die Importeure spezifische Informationen zum Fahrzeug ihrer Wahl angefügt.

Obschon es keine speziell für die Landwirtschaft entwickelten Nutzfahrzeuge gibt, haben die Importeure ziemlich genaue Vorstellungen über das geeignete Fahrzeug und dessen notwendigen Eigenschaften. Im Allgemeinen schlagen die verschiedenen Markenanbieter vielseitig einsetzbare Nutzfahrzeuge vor, die sich durch ihre Strapazierfähigkeit auszeichnen. Ein ganz wichtiges Element ist auch die Nutzlast sowie die Möglichkeit, einen Anhänger zu ziehen. Die Importeure finden zudem, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge einer intensiven Nutzung und den teilweise schwierigen Bedingungen standhalten müssen. Hingegen teilen nicht alle die Ansicht, dass die Fahrzeuge zwingend über einen Vierrandantrieb verfügen müssen, und einige Marken haben auch grosse Transportfahrzeuge mit offener oder geschlossener Ladefläche im Angebot. Volumen und Ladekapazität sind bei diesen Fahrzeugen, die nicht geländegängig sind, wichtige Faktoren. Der Preis ist ebenfalls ein wesentliches Kriterium, wobei durch die Wahl zusätzlicher Ausstattungsmöglichkeiten der Endpreis explosionsartig in die Höhe schnellen kann.

Das Urteil der Garagisten

Die Verantwortlichen von drei befragten Autowerkstätten sind sich einig, dass es «für den Einsatz im landwirtschaftlichen Bereich kein alleiniges und einziges Fahrzeugmodell gibt». Die Kundenbedürfnisse sind sehr unterschiedlich. In einem Gespräch kann ermittelt werden, welches Fahrzeug am besten für den jeweiligen Interessenten geeignet ist. Ist das Fahrzeug für Arbeitseinsätze im Betrieb bestimmt, besteht eine stärkere Nachfrage nach einem guten Occasionsfahrzeug. Für den Privatgebrauch wählen die Landwirte jedoch eher einen Neuwagen.

Personenwagen und SUV

Die Importeure haben diesen Wagentyp relativ selten empfohlen (siehe Tabelle 1). Die Unterschiede zwischen diesen Fahrzeugen sind gross, sowohl hinsichtlich Ladevolumen und Motorleistung als auch Preis. Die SUV werden üblicherweise als Zwei- oder Vierradantrieb mit teilweise hoher Zuglast angeboten. Die Preise können sich je nach Ausstattung und Marke mehr als verdoppeln.

Pick-up

In dieser Kategorie sind die Fahrzeuge im Hinblick auf das äussere Erscheinungsbild vergleichbar (siehe Tabelle 2). Einige Modelle sind mit einer Doppelkabine ausgestattet, und bei der Motorleistung gibt es grosse Unterschiede. Dieser Fahrzeugtyp wird von den Importeuren häufig empfohlen. Man findet ihn aufgrund seiner Vielseitigkeit und der grossen Bodenfreiheit oft auf Landwirtschaftsbetrieben, da man damit überall hinfahren kann und Lasten gezogen werden können. Das Toyota-Modell mit offener Ladebrücke scheint aufgrund der hohen Ladekapazität von bis 1500 kg ebenfalls beliebt zu sein.

Minivans und Kastenwagen

Die grössten Vorteile dieser Fahrzeuge (Tabelle 3) sind der Laderaum sowie das verfügbare geschlossene Ladevolumen. Auf dem flachen und schwellenlosen Boden können Güter problemlos beladen und entladen werden. Die Seitentür ist ein grosser Vorteil, da dadurch sowohl von der Seite als auch von hinten beladen werden kann. Bei heruntergeklappter Rücksitzbank können jedoch weniger Personen befördert werden.

Transporter mit offener Ladefläche

Diese Fahrzeugtypen werden von einigen Importeuren ebenfalls empfohlen und bieten den Vorteil, dass das Material von drei Seiten und sogar mit Hilfe eines Lifts eingeladen werden kann. Das maximale Ladegewicht ist teilweise sehr hoch. Einige Modelle haben zudem eine Doppelkabine. Dieser Transportertyp ist vor allem für Strassentransporte geeignet. Docar AG importiert Fahrzeuge der Marken DFSK und Piaggio und empfiehlt die Benzinmodelle DFSK V21 und Piaggio Porter Kipper. Bei beiden Fahrzeugen beträgt die Nutzlast rund 800 kg. Opel hat das Modell Movano mit Dieselmotor mit 2.3 Liter Hubraum, dessen maximale Nutzlast 1300 kg beträgt. AMAG empfiehlt zwei Dieselmodelle mit 2 Liter Hubraum, nämlich den VW Transporter Entry mit einer Nutzlast bis zu 1240 kg und den VW Crafter Entry mit einer Nutzlast bis zu 1695 kg. Die Empfehlungen der Auto-Importeure für Nutzfahrzeuge in der Landwirtschaft sind vielfältig und interessant. Dies belegt, dass verschiedene Fahrzeugtypen für einen bestimmten Verwendungszweck geeignet sind. Einige Marken empfehlen mehrere Modelle. Bei der Wahl sind aber letztlich die Bedürfnisse des Betriebsleiters ausschlaggebend. Es sei zudem daran erinnert, dass der Occasionsmarkt sowohl für Nutzfahrzeuge als auch für Landmaschinen eine nicht unwesentliche Rolle spielt. 

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