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Landtechnik

Neuheiten für die Berglandwirtschaft

Die Berglandwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil im schweizerischen ländlichen Raum. Für die Arbeiten in Hanglagen werden Transporter, Zweiachsmäher und Einachser verwendet. Als anerkannter Berglandtechnik-Spezialist bietet Reform darüber hinaus auch den Kommunal-Kunden interessante, vielseitig einsetzbare Fahrzeuge mit unterschiedlichen Gerätekombinationen an.

Muli T10 X HybridShift

Der Muli T10 X HybridShift ist für den multifunktionalen Kommunaldienst auch mit einer Aufsatzkehrmaschine erhältlich.

(Jean-Pierre Burri)

Publiziert am

Aktualisiert am

Redaktor, UFA-Revue

Zu ihrem 50. Jubiläum hat die Agromont AG, Reform Schweiz in Hünenberg ihre Neuheiten vorgestellt. Pius Kaufmann gibt bei der Beantwortung der Interview-Fragen einen kurzen Einblick ins Unternehmen und beurteilt die Zukunftsaussichten. Bei der Präsentation der Neuheiten in Hünenberg führt Dr. Clemens Malina, Geschäftsführer der Reform-Werke Wels aus: «Die Schweiz ist für Reform-Werke ein wichtiger Markt. Und in der Berglandwirtschaft ist die Schweiz der grösste Einzelmarkt, gefolgt von Österreich und Italien (Südtirol).»

Muli T6 und T7

Die bekannten Design-Elemente der Muli T7 S und T8 S wurden nun auch für die beiden überarbeiteten Einstiegsmodelle übernommen. Neu am Muli T6 und T7 ist ein grösserer Dieseltank mit einem Fassungsvermögen von 120 l, welcher die Reichweite um bis zu 40 Prozent erhöht. Zusätzlich wurde eine Vereinheitlichung der Schnittstellen durchgeführt. Elektrische sowie hydraulische Anschlüsse befinden sich nun zentral rechts an der Kabine.

Auch das Interieur wurde überarbeitet. Die neue übersichtliche Anzeigen einheit wurde aus dem T10 X übernommen und in der Mitte des Armaturenbrettes integriert. Somit hat der Fahrer alle wichtigen Informationen zum Fahrzeug im Blickfeld und eine uneingeschränkte Sicht nach vorne.

Das relativ tiefe Gewicht und die Einzelradfederung an der Vorderachse ermöglichen eine hohe Hangtauglichkeit.

Muli T10 X / T10 X HybridShift

Der Muli T10 X und T10 X Hybrid-Shift mit 109 PS Turbodiesel Motor erfüllen die Abgasnorm EU6c dank hochwirksamer Ladeluftkühlung, gekühlter Abgasrückführung und selbstregenerierendem Partikelfilter. Dazu kommt eine SCR Ausrüstung (selective catalytic reduction) mit AdBlue Zusatz und einer Sensorentechnik, welche NOX und Partikelwerte auch während der Fahrt messen kann.

Der Muli T10 X ist wie die anderen Muli-Modelle mit mechanischem Schaltgetriebe erhältlich. Beim Muli T10 X HybridShift hingegen ist ein hydromechanischer Fahrantrieb verbaut, welcher die Vorteile eines hydrostatischen Antriebes im Arbeitsmodus und eines mechanischen Antriebes im Strassenmodus vereint. Beide Antriebe können unabhängig voneinander betrieben werden. Für den Kommunalbereich sind neben Standardaufbauten auch Kranaufbau, Hakengerät oder Kehrmaschinenaufbau möglich. Besonderes Highlight dabei ist, dass alle Aufbauten wechselbar sind.

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Transporter Muli T7 S mit dem PrimAlpin Aufbauladewagen der ab 2018 in Serie produziert wird.

(Jean-Pierre Burri)

Metrac H7 X und H9 X

Reform bringt für die Saison 2018 zwei neue Metrac Modelle auf den Markt. Für den in der Mittelklasse positionierten Metrac H7 X kommt ein 4-Zylinder VM R 754 ISE 4 Motor mit 74.8 PS in der Abgasstufe 3B zum Einsatz. Für die obere Leistungskategorie wird im neuen Metrac H9 X erstmalig ein 3-Liter-Motor mit einer Leistung von 91 PS verbaut, der bereits die höheren Anforderungen der Abgasstufe 4 erreicht. Neben dem Dieselpartikelfilter kommen zusätzlich ein SCR Katalysator und Ad-Blue zum Einsatz. Die Nenndrehzahl ist jeweils auf 2300 U/min reduziert worden, was sich positiv auf die Laufkultur und die Geräuschkulisse auswirkt. So ist der Metrac H9 X trotz des stärkeren Motors um nur 50 kg schwerer gegenüber seinem Vorgänger H8 X.

Auf Wunsch können die Metrac H7 X und H9 X mit einer maximalen Pendelung von 15 Grad und einem Radstand von 2245 mm ausgestattet werden. Beide Modelle sind auch mit einem kürzeren Radstand von 2045 mm erhältlich. Und im Innenraum ist jetzt die Anordnung der Bedienelemente in Gruppen zusammengefasst. 

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Für die neuen Metrac H7 X und H9 X steht als Option die Pendelung von 15 Grad an der Vorderachse zur Verfügung.

(Jean-Pierre Burri)

Drei Fragen an Pius Kaufmann

Pius Kaufmann ist Geschäftsführer der Agromont AG, Hünenberg, Tochterunternehmen der Reform-Werke Wels aus Österreich. Das Unternehmen ist Anbieter von Fahrzeugen und Geräten für die Berglandmechanisierung und für den Kommunalmarkt. Derzeit werden in Hünenberg 35 Mitarbeitende, davon 2 Landmaschinen-Mechaniker Lehrlinge, beschäftigt. Rund 170 selbständige Händler-Partner betreuen die Reform-Maschinen in der ganzen Schweiz.

Revue UFA: Agromont feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Wie hatsich die Firma über die Jahrzehnte entwickelt?

Pius Kaufmann: Die Agromont AG mit Sitz in Hüswil wurde am 2. Mai 1967 als Tochterunternehmen der Reform-Werke Wels ins Handelsregister eingetragen. Bald schon genügten die Platzverhältnisse den Ansprüchen des sich rasant entwickelnden Unternehmens nicht mehr. 1970 erfolgte der Kauf eines passenden Grundstückes in Hünenberg ZG. Zwei Jahre später waren die Gebäulichkeiten fertiggestellt. Als Anbieter von Spezialfahrzeugen für die Hangmechanisierung profilierte sich Reform schnell mit der selbstfahrenden Arbeitskette, dem Muli und dem Metrac sowie mit den Einachsern, den Motormähern, in der Berglandtechnik. In den 80er Jahren konnte die Liegenschaft in 3 Etappen weiter ausgebaut und 2003 mit einer neuen, modernen und zweckmässigen Werkstätte ergänzt werden. Die Partnerschaft mit 170 selbständigen Reform-Händlern gewährleistet die Betreuung der Kunden in der Berglandwirtschaft und im Kommunalmarkt in der ganzen Schweiz.

Welche Bereiche sind für die Agromont und die Reform-Produktewichtig und wie haben sich diese Bereiche entwickelt?

Für unsere Kunden in der Berglandwirtschaft zählen bei der Bewirtschaftung ihrer oftmals sehr steilen Betriebe Sicherheit, Hangtauglichkeit und Bodenschonung. Auf diese Anforderungen hat sich Reform bei der Konstruktion und Entwicklung der Muli-Transporter, der Metrac-Zweiachsmäher, des Bergtraktors Mounty und der Bergmäher fokussiert. 

Im Kommunal-, bzw. im ausserlandwirtschaftlichen Markt mit Gemeinden, Städten, kantonalen und eidgenössischen Institutionen und Körperschaften ist Reform seit vielen Jahren eine feste Grösse. Mit der Übernahme des bayrischen Schmal-spurfahrzeuge-Herstellers Kiefer im Jahre 2014 wurde die strategische Ausrichtung des Unternehmens, auch in diesem Markt weiter zuzulegen, deutlich unterstrichen.

Welche Neuheiten können Sie auf diesen Herbst vorstellen und wiesehen Sie die Zukunft für den Landmaschinenmarkt allgemein und fürAgromont mit den Re-form-Produkten im Speziellen?

Zu unserem 50-Jahr-Jubiläum stellen wir diesen Herbst die neuen Zweiachsmäher Metrac H7 X mit 75 PS, 3B und H9 X mit 91 PS in Stufe 4, zwei veritable Kraftpakete, vor. Bei den Transportern wurden die beiden Muli T6 und T7 einem Facelift unterzogen. Für den Kommunalmarkt ist der Muli T10 X und der Muli T10 X HybridShift ab Frühjahr 2018 in der Lastwagenkategorie mit Euro 6c lieferbar. Der neue PrimAlpin Ladewagen wird nach der stückzahlbegrenzten Erprobungsphase 2018 in Serie gehen. Ich bin überzeugt, dass uns in den nächsten Jahren atemberaubende Innovationen am Landmaschi-nen-Markt ins Haus stehen, wenn ich an die Schlagworte Elektromobilität, Vernetzung der Maschinen, Robotik etc. denke. Ebenso überzeugt bin ich, dass jedoch in der Berglandtechnik der Bediener weiterhin einfache, schnell bedienbare und damit sichere Fahrzeuge benötigt.

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