Gutes für die Gärten nach Starkregen und Sturm

Starke Regenfälle, Gewitter mit Hagel und Windböen haben vielen Gärten in den letzten Wochen arg zugesetzt. Wie wir sie bei der Erholung unterstützen und was wir lieber aufgeben und neu nutzen weiss Urs Streuli, Gartenberater bei Bioterra, der Organisation für Bio- und Naturgarten in der Schweiz.

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(Bild: Isabel Plana, Bioterra)

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Der nasse und stürmische Juli hat Spuren in den Gärten hinterlassen. Jetzt gilt es, beschädigten Pflanzen und verhagelter Ernte nicht zu lange nachzutrauern und das Beste daraus zu machen. Gartenberater Urs Streuli empfiehlt folgendes:

Boden lockern und düngen

Vor allem unbedeckte Böden sind nach so viel Niederschlag typischerweise verschlämmt, also stark verdichtet, sodass sie kaum mehr Wasser aufnehmen können. Sobald sie etwas getrocknet sind, sollte man sie flach lockern, nur die obersten drei bis vier Zentimeter. Bei lehmigen Böden sind tiefe Risse positiv zu werten, da sie Luft in die tieferen Schichten bringen.

Weil der Regen viel Stickstoff ausgeschwemmt hat, sollte man den Böden etwas Kompost, Hornmehl oder Pflanzenjauche zuführen. Wichtig ist, dass es sich dabei um sofort verfügbaren Stickstoff handelt. Danach wird neu gemulcht, zum Beispiel mit Rasenschnitt.

Platz für neue Kulturen machen

Angeschlagene einjährige Pflanzen, die bis Ende Juli keine eindeutigen Lebenszeichen mehr von sich geben, sollten besser abgeräumt und die Beete für anderes genutzt werden. Denn es ist nicht zu spät für neue Kulturen wie Herbstsalate, verschiedene Kohlpflanzen oder Winterlauch. Man kann sogar noch Buschbohnen, Rettich, Karotten oder Schnittsalate säen.

Wer keine Lust mehr hat, verwöhnt die Böden mit einer Gründüngung wie Phacelia oder ab Mitte bis Ende August mit einer Mischung aus Sommerwicken und Sommerhafer.

Verletzte Zweige und Äste wegschneiden

Bei Sträuchern und Bäumen sollte man bis Anfang August alles, was verletzt ist, wegschneiden. An Stämmen oder dickeren Ästen säubert man die Wundränder, heisst man schneidet die Rindenstücke sauber ab.

Quelle: Bioterra

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