Schweiz importiert mehr Futtermittel

Die Schweiz ist bei vermarkteten Futtermitteln stark vom Ausland abhängig. Laut Bundesamt für Landwirtschaft nahmen die Importe der wichtigsten energiereichen Futtermittel von 2014 bis 2024 um 36% zu.

Bei Geflügelfutter spielen Futtergetreide und Proteinträger eine wichtige Rolle.

Bei Geflügelfutter spielen Futtergetreide und Proteinträger eine wichtige Rolle.

(Bild: Pixabay)

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Besonders stark stiegen die Futtermaisimporte. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) lagen sie 2024, gemessen am gleitenden Dreijahresdurchschnitt, 99% höher als 2014. Bei Futterweizen betrug die Zunahme 17%, bei Futtergerste gingen die Importe um 8% zurück.

Je nach Futtermittel grosse Unterschiede

Der Importanteil ist je nach Kultur unterschiedlich. 2024 stammten laut BLW rund 58% des in der Schweiz vermarkteten Futtermaises aus dem Ausland. Bei Futterweizen waren es 83%. Futtergerste wurde dagegen mehrheitlich im Inland produziert; der Importanteil lag bei 32%.

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Die Importmengen beziehen sich auf die Zolltarifnummern 1005.9039 Futtermais, 1001.9939 Futterweizen und 1003.9059 Futtergerste. * Daten provisorisch.

(Quelle: BLW)

Auch bei eiweissreichen Futtermitteln bleibt die Abhängigkeit vom Ausland hoch. Die Importe der wichtigsten drei Gruppen nahmen von 2014 bis 2024 insgesamt um 7% zu. Stark gestiegen sind Rückstände aus der Rapsölgewinnung, etwa Rapsschrot und Rapskuchen, mit einem Plus von 87%. Rückstände aus der Sojaölgewinnung gingen dagegen um 9% zurück, blieben 2024 mit 235 206 Tonnen aber mengenmässig die wichtigste importierte Proteinquelle.

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Erfasst sind die Importmengen der Zolltarifnummern 2304.001 für Rückstände aus der Sojaölgewinnung, 2306.4110 für Rückstände aus der Rapsölgewinnung sowie 2303.1018 für Rückstände aus der Stärkegewinnung. *Daten provisorisch

(Quelle: BLW)

Herkunft verschiebt sich nach Europa

Die Herkunft der Futtermittel konzentriert sich zunehmend auf wenige europäische Länder. Bei den Daten von SwissImpex ist allerdings zu beachten, dass die erfasste Herkunft nicht zwingend dem Ursprungsland der Ware entspricht. Bei Rückständen aus der Sojaölgewinnung kamen 2024 zusammen 86% aus Italien und Deutschland; 2014 waren es 2%. Der Anteil aus Brasilien sank im gleichen Zeitraum von 71 auf 4%. Importiertes Futtergetreide stammte zwischen 2022 und 2024 zu 65% aus Frankreich und zu 25% aus Deutschland.

Die durchschnittlichen Importpreise franko Grenze unverzollt verliefen laut BLW über zehn Jahre relativ stabil. Eine Ausnahme bildete der starke Preisanstieg um 2022 im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. 2024 lagen die Preise mehrheitlich wieder auf dem Niveau von 2020.

sg

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