Die neue Rindviehversicherung der Schweizer Hagel deckt ab 2026 insgesamt 15 Tierseuchen ab. Dazu zählen unter anderem Maul- und Klauenseuche, Lumpy Skin Disease (LSD), Blauzunge (BTV 3 und 8), Epizootische hämorrhagische Krankheit (EHD) sowie Botulismus. Der Versicherungsschutz richtet sich an Milchvieh-, Aufzucht-, Mast- und Mutterkuhbetriebe und geht über die bisherigen Leistungen hinaus.
Wachsende Risiken und Versicherungsluecken
Wie Schweizer Hagel mitteilt, nehmen die Risiken durch internationalen Warenverkehr und Tierhandel zu. Seuchenausbrüche könnten nicht nur Tierverluste verursachen, sondern auch behördliche Sperrzonen und Einschränkungen im Betriebsablauf nach sich ziehen. Zwar decken kantonale und eidgenössische Seuchenkassen je nach Krankheit bis zu 90 % der Tierverluste, Ertragsausfälle infolge behördlicher Massnahmen blieben jedoch bisher unversichert.
Was die neue Rindviehversicherung abdeckt
Genau hier setze die neue Versicherung an, so die Genossenschaft. Versichert sind individuell wählbare Summen pro Grossvieheinheit für Tierwert und Ertrag. Zusätzlich sind pauschale Leistungen vorgesehen, ebenso Kosten für überlebende Tiere wie Tierarztbehandlungen. Tiere auf der Alp sind automatisch eingeschlossen. Mit der Übernahme des Tierseuchenportfolios der AXA und der Angebotserweiterung wolle Schweizer Hagel den Seuchenschutz für Schweizer Rindviehbetriebe langfristig stärken.
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