In der Schweiz geniessen Hühner seit 30 Jahren Auslauf

Am 8. Oktober ist Welt-Ei-Tag. Die Schweizer Legehennen geniessen Auslauf, dieser ist in der professionellen Eierproduktion Pflicht.

Legehennen in einem Aussenklimabereich.

Legehennen in einem Aussenklimabereich.

(Bild: Eva Studinger)

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Dank einem geschützten Aussenklimabereich mit Einstreu, Sitzstangen und Sandbad können Legehennen in der Schweiz jeden Tag an die frische Luft und den Himmel sehen, wie GalloSuisse in einer Mitteilung zum Welt-Ei-Tag schreibt. Auch im Stall können sie sich frei bewegen.

Der Aussenklimabereich sei eine typisch schweizerische Erfindung, so GalloSuisse weiter. Ziel war es, den Hennen Auslauf zu ermöglichen und sie gleichzeitig zu schützen. Den Schutz bietet das Dach, für die frische Luft sorgt ein Abschluss des Bereichs mit Maschengitter.

Die Vorfahren der Haushühner sind Bankiva-Hühner, die am Rand und in Lichtungen tropischer Wälder leben. So mögen sie eine vielfältig gestaltete Umgebung und erhöhte Sitzgelegenheiten. Die heutige Stalleinrichtung und der Aussenklimabereich ermögliche es den Legehennen, ihr natürliches Verhalten auszuleben, heisst es weiter. Aktuell können zudem über 80 Prozent der Hennen auf die Weide, was aber auch eine Gefahr darstellt, da sie öfter Opfer von Raubvögeln werden oder mit Parasiten sowie Krankheitserregern in Kontakt kommen können.

Der Aussenklimabereich gehört zur «Besonders tierfreundlichen Stallhaltung (BTS)». Suisse Garantie verlangt seit 2020 für alle Legehennen einen Zugang zum Aussenklimabereich, ab 2022 auch für Elterntiere. Damit ist dies für alle professionellen Eierproduzentinnen und -produzenten Pflicht, die einen nationalen Eier-Vermarkter beliefern. Dass in der BTS-Statistik der Anteil nicht bei 100 Prozent liegt, ist laut GalloSuisse darauf zurückzuführen, dass es in der Schweiz neben den 850 Legehennen-Haltern mit 500 und mehr Hennen auch über 10'000 Betriebe mit weniger als 500 Hühnern gibt.

Bereits rund 30 Jahre ist die Batteriehaltung von Legehennen in der Schweiz verboten. Die EU zog erst im Jahr 2012 nach, erlaubt aber weiterhin die sogenannten «ausgestalteten Käfige». Diese bieten den Legehennen zwar etwas mehr Platz und Struktur, sie gelten in der Schweiz jedoch als tierschutzwidrig und sind verboten. In Deutschland werden rund acht Prozent der Legehennen in solchen Systemen gehalten. EU-weit sind es mehr als die Hälfte, in Spanien, Portugal und Polen sogar 90 Prozent.

Quelle: LID

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