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Nutztiere

Kritische Punkte beim Absetzen erkennen

Das Absetzen ist eine stressreiche Phase. Die Jungtiere werden vom Muttertier getrennt und in neuen Gruppen zusammengeführt, wobei sich die Futtergrundlage verändert. Bekanntlich schwächt Stress das Immunsystem und macht krankheitsanfälliger. Daher ist es wichtig, solche Faktoren zu reduzieren.

Die jungen Mastkaninchen werden schon bald abgesetzt.

Die jungen Mastkaninchen werden schon bald abgesetzt.

(Bild: Martina Hauser)

Publiziert am

Aktualisiert am

Rindvieh- und Kaninchenspezialistin, UFA-Beratungsdienst

All die Veränderungen, die aus dem Absetzen resultieren, sind für die Jungtiere herausfordernd. Um den Kaninchen einen guten Start in die Mast zu ermöglichen und um Wachstumseinbrüche und Abgänge zu verhindern, gilt es, die kritischen Punkte in der Absetzphase zu erkennen und die Stressspitzen zu brechen. Stimmen mehrere Parameter für die Kaninchen nicht, sind hohe Abgangsraten zu erwarten.

Früh an Absetzfutter gewöhnen

Wird das Futter plötzlich umgestellt, können verminderter Verzehr, Fressunlust, Verdauungsstörungen und Durchfall die Folgen sein. Damit sich das Verdauungssystem an das Futter gewöhnen kann, ist es den Jungtieren bereits von klein auf anzubieten. Das Absetzfutter wird ab mindestens zehn Tagen vor dem Absetztermin im Unterschlupf vorgelegt. Vorzugsweise wird ein Futter gewählt, welches explizit auf diese Situation abgestimmt ist und den Verdauungstrakt durch spezifische Inhaltsstoffe unterstützt. Zudem sollte während den ersten Absetztagen die Futtermenge rationiert und Heu zur freien Verfügung angeboten werden.

Ohne Wasser geht nichts

Da die Jungtiere nach dem Absetzen keine Milch mehr erhalten, benötigen sie leichten Zugang zu ausreichend Wasser in bester Qualität. Wasser ist während den heissen Tagen überlebenswichtig für die Kaninchen. Daher muss sichergestellt werden, dass die Tiere trinken. In den Wintermonaten ist wichtig, zu überprüfen, dass die Wasserleitung nicht gefriert. Ohne ausreichend Wasser ist die Gesundheit der Tiere gefährdet und sie können ihr Wachstumspotenzial nicht ausschöpfen.

Krankheiten im Keim ersticken

Da die Tiere während der Absetzphase besonders sensibel sind, ist die Hygiene das A und O. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Stallungen, bevor die Jungtiere einziehen, reduziert den Erregerdruck immens.
Als Hilfsmittel können an verschiedenen Stellen, unter anderem beim UFA-Beratungsdienst, Reinigungsund Desinfektionspläne bezogen werden. Der Futterautomat und die Tränke-Einrichtung sind sauber zu halten, denn sowohl im Futter als auch im Wasser können sich rasch belastende Bakterienkolonien bilden. Zudem ist feuchte oder verschmutzte Einstreu auch ein perfekter Nährboden für Krankheitserreger und setzt viel Ammoniak frei. Dieser reizt die Schleimhäute der Kaninchen, was wiederum den Eintritt von Krankheitserregern ins Tier erleichtert. Wird Kalk unter die Einstreu gemischt, wirkt dies trocknend, reduziert die Ammoniakfreisetzung und hat je nach Produkt einen desinfizierenden Effekt. Bricht trotz diesen Massnahmen eine Krankheit aus, ist es wichtig, den Zeitpunkt für die Medikamentengabe nicht zu verpassen. Dies erfordert eine gute Stallkontrolle.

Temperatur und Luftqualität

Die Idealtemperatur für Kaninchen liegt bei rund 10 – 15 °C. Temperaturen über 25 °C oder unter 10 °C sind stressig für die Absetzkaninchen, was wiederum das Immunsystem deutlich beeinträchtigt. Daher ist es wichtig, im Sommer den Hitzestress in den Stallungen möglichst tief zu halten. Mist gibt bei der Verrottung beispielsweise viel zusätzliche Wärme ab, dies setzt die Tiere zusätzlich unter Druck. Denn mit der Wärme nehmen auch der Erregerdruck und die Ammoniakbildung zu. Deshalb muss bei hohen Temperaturen öfter gemistet werden.
Im Winter darf die Temperatur für die Absetzkaninchen nicht zu tief fallen. Es ist sinnvoll, den Absetzstall vor dem Einzug der Jungtiere aufzuwärmen, um ihnen den Start zu erleichtern. Bei tiefen Temperaturen nimmt der Erhaltungsbedarf der Tiere deutlich zu. Da die Absetzkaninchen aufgrund all der Veränderungen zu Beginn wenig fressen, summiert sich bei tiefen Temperaturen ihr Gewichtsverlust.
Damit die Luftqualität den Anforderungen entspricht, ist ein gutes Lüftungssystem erforderlich. Genügend Austausch und Zirkulation der Luft sind essenziell.
Da sich die meisten Kaninchenställe der professionellen Produktion in umgebauten Gebäuden befinden, stellen die Lüftung wie auch die Isolation einige Herausforderungen dar. Der Betriebsleiter sollte das Lüftungssystem mit einem Spezialisten planen. Eine gute Isolation das ganze Jahr bringt viele Vorteile mit sich.

Die Beobachtung im Fokus

Treffen viele negative Faktoren aufeinander, führt dies zu hohen Abgangsraten. Daher ist der wichtigste Punkt beim Absetzen eine gute Tierbeobachtung.
Das Absetzmanagement bietet viele Stolpersteine. Nur ein Kaninchenhalter, welcher die kritischen Punkte erkennt und daraufhin die richtigen Massnahmen trifft, hat in der professionellen Kaninchenproduktion Aussicht auf Erfolg.

Mit UFA 923 klappt das Absetzen

UFA 923 ist das ideale Absetzfutter für die professionelle Kaninchenproduktion. Die spezifischen Inhaltsstoffe, wie Eichenrindenpulver und Fenchelsaat, unterstützen das Verdauungssystem auf natürliche Art und Weise und entziehen schädlichen Keimen den Nährboden. Dank dem hohen Gehalt an wertvollen Rohfasern, ist die Rohfaserversorgung sichergestellt.
UFA 923 wird vorzugsweise ab mindestens zehn Tagen vor dem Absetztermin im Unterschlupf vorgelegt. Das Futter sollte in der ersten Woche bis zur Sättigung und dann zur freien Verfügung angeboten werden. Der Einsatz des Einstallfutters empfiehlt sich während des ersten Aufzucht drittels. Anschliessend wird langsam auf das Mastfutter UFA 924 umgestellt.

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