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Nutztiere

Natürliche Behandlung bei allen Tierarten

Die Naturheilpraktikerin Heidi Garo wendet die alternative Behandlungsmethode täglich bei diversen Tieren an. In ihren Kursen für Landwirte zeigt sie auf, wo der Einsatz homöopathischer Mittel überall möglich ist und was es dazu braucht.

Naturheilpraktikerin Heidi Garo

Die Naturheilpraktikerin Heidi Garo behandelt alle Tiere, ob Haustier oder Nutztier.

(Eva Studinger)

Publiziert am

Aktualisiert am

Redaktorin, UFA-Revue

Heidi Garo führt bereits seit 21 Jahren ihre Naturheilpraxis für Gross- und Kleintiere in Tschugg. In ihrer Praxis behandelt sie täglich Haustiere – von Hunden, Katzen bis hin zu Tauben hat sie schon diverse Tierarten erfolgreich behandelt. Aber auch Nutztiere gehören zu ihren Patienten, bereits über 1000 Landwirte haben in den zwei Jahrzehnten bei ihr Hilfe gesucht und diese gefunden. Teilweise kommen die Landwirte aus Verzweiflung, wenn herkömmliche Mittel nichts mehr nützen.

Ähnlichkeitsprinzip

Homöopathie ist eine Arzneitherapie, die Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Der Begriff ist abgeleitet von den Wörtern «homoios», was «Ähnliches» bedeutet und «pathos», was das Leiden oder die Krankheit beschreibt. Wie der Name bereits sagt, wird nach dem Grundsatz «Ähnliches heilt Ähnliches» gearbeitet. Dadurch unterscheidet sich die Homöopathie von der Schulmedizin, die gegen die Erreger oder die Krankheit arbeitet. Besonders wichtig für den Erfolg ist gemäss Heidi Garo das genaue Beobachten, um das passende Mittel für das Krankheitsbild zu finden.

Die homöopathischen Mittel sind natürlich; das heisst pflanzlich, tierisch oder mineralisch. Es sind Zuckerkügelchen, die den Wirkstoff auf der Oberfläche haben. Zur Verabreichung werden sie entweder direkt ins Maul gegeben oder in Wasser aufgelöst und dann aufgesprüht.

Benötigt viel Erfahrung

Heidi Garo wendet die Homöopathie bei allen möglichen Krankheiten an. So können beispielsweise Mastitis, Durchfallerkrankungen, Klauenprobleme oder Hauterkrankungen behandelt werden. Aber auch zur Entwurmung, zur Geburtsvorbereitung oder bei Notfällen können homöopathische Mittel zum Erfolg führen. Dank ihrer jahrelangen Erfahrung erkennt die Naturheilpraktikerin Krankheiten heute schnell, je nachdem kann sie diese sogar anhand des Geruchs einordnen.

Heidi Garo bietet Kurse an, in denen sie den Landwirten die Grundlagen zur Homöopathie mitgibt. Das Ziel ist, dass der Landwirt Krankheiten erkennt und zu einem grossen Teil selber behandeln kann.

Achtsamkeit und Respekt

Die Gesundheit der Tiere hängt laut Heidi Garo stark mit deren Haltung, aber auch mit dem Bewusstsein des Tierhalters zusammen. «Bei uns Menschen führen Stress oder Überforderung dazu, dass wir anfälliger werden für Krankheiten. Das ist bei den Nutztieren nicht anders. Wenn ihr Immunsystem zu stark beansprucht wird oder sie nicht artgerecht gehalten werden, werden sie schneller krank.» Eine wichtige Voraussetzung sei, dass man das Tier respektiert und diesem Achtsamkeit schenkt. Will ein Landwirt das Tier mit Homöopathie heilen, so brauche es Verständnis und auch Geduld. «Oft geht vergessen, dass die Tiere genauso Schmerzen haben können, wie wir Menschen. Will man vom Tier, dass es etwas für uns leistet, müssen wir es auch so behandeln und auf kleine Signal achten», so Heidi Garo. Und genau dieses Bewusstsein möchte sie in ihren Kursen mitgeben. 

Erstverschlimmerung

Eine homöopathische Behandlung kann im ersten Moment zu einer Verschlimmerung führen, bevor danach eine Besserung eintritt. Viele Tierhaltende brechen in Angst aus, wenn sich die Symptome nach der Verabreichung zuerst verschlechtern. Doch genau das zeigt, dass das Mittel wirkt.

Infos zur Naturheilpraxis: www.garohof.ch/naturheilpraxis 

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