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Nutztiere

Selektive Futteraufnahme bei Legehennen

Ein Versuch zur selektiven Futteraufnahmen bei Legehennen zeigte auf, dass die Partikelgrösse gegen Ende der Fütterungsanlage abnimmt und sich daher die Nährstoffverteilung des Futters verändert. Selektive Futteraufnahme bei Legehennen findet statt, ist aber unterschiedlich je nach Fütterungssystem.

Eine typische Spiralfütterung.

Eine typische Spiralfütterung.

(Big Dutcham)

Publiziert am

Aktualisiert am

Redaktorin, UFA-Revue

Ein niederländischer Mischfutterhersteller hat einen Versuch zurselektiven Futteraufnahme von Legehennen durchgeführt. Es wurdenunterschiedliche Fütterungssysteme sowie unterschiedlicheKettengeschwindigkeiten verglichen. Dabei wurde die Partikelgrössean verschiedenen Standorten (gemessen mit der Distanz zum Anfangder Fütterungsanlage) der Fütterung im Stall untersucht. In zwölfLegehennenställen wurden Proben entnommen und dabei die Ketten- mitder Spiralfütterung verglichen.

Einfluss auf Partikelgrösse und Futtergehalte

Die durchschnittliche Partikelgrösse wurde an verschiedenenStandorten zwischen Beginn der Fütterungsanlage bis nach 150 Meterngemessen. Wie in Grafik 1ersichtlich, war bei der Spiralfütterung diedurchschnittliche Partikelgrösse über die ganze Fütterungsanlagefast konstant, während sie bei den beiden Ketten von rund 1,3 aufunter 0,9 respektive von 1,2 auf 0,6 mm sank. Bei einerKettenfütterung bleiben gröbere Partikel eher an der Oberfläche undwerden vermehrt am Anfang der Kette gefressen. Deshalb sinkt diePartikelgrösse mit zunehmender Distanz zum Anfang derFütterungsanlage. Bei einer Spiralfütterung hingegen können dieHennen wegen der konstanten Durchmischung die groben Körner wenigergut herauspicken.

Die Geschwindigkeit, mit welcher sich die Fütterungsanlagebewegt, hatte nur einen minimalen und nicht signifikanten Einflussauf die selektive Futteraufnahme, wie in Grafik 2ersichtlich ist. Die Partikelgrösse nahm bei beidenGeschwindigkeiten ähnlich stark ab.

Das selektive Fressen bei der Kettenfütterung führte dazu, dassder Stärkegehalt bis zur Distanz von 180 Metern um rund 40 Prozentsank, während der Rohproteingehalt um rund 20 Prozent anstieg.

Dieser Versuch zeigt, dass es bei der Kettenfütterung zuselektiver Futteraufnahme der Legehennen kommt und dieFuttergehalte sich mit grösserer Entfernung der Futterketteverändern.

Einfluss auf das Huhn

Das selektive Fressen kann die Hühner insofern beeinflussen,dass es einen Unterschied gibt in der Futteraufnahme von ranghohenund rangniederen Hennen. Die dominanten Hühner fressen oft direktbeim Anfang der Futterkette und nehmen mehr Getreide und damit mehrEnergie auf. Zudem ist zu bedenken, dass die Futterkette in derRegel ein «U» macht. Das heisst, nicht weit von den ersten Meternbefinden sich auch die letzten zehn Meter der Futterkette. Ist derStall längsseitig in zwei Gruppen aufgeteilt mit nur einerFütterungsanlage für beide Abteile, sind die Folgen der selektivenAufnahme grösser. Auf diesen Betrieben stehen nämlich denjenigenHühnern im zweiten Stallabteil, wo das Futter später hingelangt,nur noch die weniger groben Futteranteile zur Verfügung.

In einem Stall ohne Untertrennung in der Mitte können die Hühnersich frei bewegen und an jeder Stelle der Fütterungsanlagefressen.

Auf Grund der sehr hohen Leistungen bei den heutigenLegehybriden, können die Tiere anscheinend mit der selektivenFutteraufnahme umgehen. Wäre dies nicht der Fall, würden Leistung,Gesundheit sowie Eiqualität darunter leiden.

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