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Nutztiere

Qualität – von der Maissilage bis zum Rindsfilet

Im Rahmen der alljährlichen Toro-Tagung trafen sich rund 100 interessierte Grossviehmäster im aargauischen Eiken. Als wichtigste Grund futterkomponente stand die Maissilage im Zentrum.

Rund 100 Landwirte besuchten die Toro-Tagung mit dem Schwerpunkt Maissilage.

Rund 100 Landwirte besuchten die Toro-Tagung mit dem Schwerpunkt Maissilage. 

(Esther Koller)

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Rindviehspezialist, UFA AG

UFA-Marketing

Gemäss Stefan Lüthy von UFA-Samen ist der Erntezeitpunkt entscheidend für die Silagequalität. Für eine maximale Gesamtpflanzenverdaulichkeit ist ein TS-Gehalt zwischen 34 und 38 Prozent anzustreben. Zudem empfiehlt es sich, in guten Silomaisregionen spätreife Sorten oder solche mit einer guten StayGreen-Eigenschaft einzusetzen.

Nacherwärmung beeinflusst die Qualität

Nacherwärmung spielt beim Silomais eine bedeutende Rolle und kann zu Energieverlusten von bis zu 20 Prozent führen, so Hansueli Rüegsegger von der UFA. Das Futter wird zudem weniger gern gefressen, was bei den Tieren unweigerlich zu Leistungseinbussen führt. Eine mangelhafte Verdichtung und ein ungenügender Vorschub gelten als Hauptrisikofaktoren.

30 Prozent weniger Bypass-Stärke im Sommer

Die Maissilage verändert sich während der Lagerung stark, weshalb die Ration im Frühjahr zu überprüfen ist. Der Anteil Bypass-Stärke nimmt gegen den Sommer um bis zu 30 Prozent ab, was die Gefahr einer Pansenazidose erhöht.

Eine Analyse der Maissilage inklusive «Silage-Manager» bringt Aufschluss über die Gehalte, wodurch frühzeitig auf Veränderungen reagiert werden kann.

Tauwetter auf dem Bankviehmarkt

Nach einem nachfrageschwachen Winter auf dem Bankviehmarkt, sei Entspannung in Sicht, erläuterte Yvan Meuwly, Anicom AG. Durch die vermehrte Nachfrage nach AA-Tränkern in der Kälbermast spitze sich die Lage auf dem Tränkermarkt zu.

Franz Hagenbuch von Swiss Beef betonte die Wichtigkeit von einer engagierten Interessensvertretung der Branche und des Schweizer Bauernverbandes. Rindfleisch sei im Trend und dies nicht zuletzt dank den vielfältigen Bestrebungen zur Aufklärung und der Imagearbeit.

Betriebseigenes Grundfutter verwerten

Nach der Theorie am Morgen, ging es am Nachmittag auf einem Grossviehmastbetrieb weiter. Manfred Näf bewirtschaftet in Kaisten mit seiner Frau Rahel und den vier Kindern einen Betrieb mit 65 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Nebst der Schweinemast, dem Ackerbau und der Biogasanlage, hält er rund 300 Mastrinder. Bei der Betriebsbesichtigung erläuterte der UFA-Berater Markus Vögeli die Fütterung und Haltung von weiblichen Masttieren. Der hohe Grassilage-Anteil von 50 Prozent verhindert eine zu starke Verfettung der Rinder und war für Manfred Näf ausschlaggebend für die Umstellung auf Rindermast. So kann er das betriebseigene Grundfutter optimal verwerten.

Auf dem Betrieb erhielten die Teilnehmer zudem eine Einführung in die Bewirtschaftung einer Biogasanlage, erlebten live die Bekämpfung von Maiszünsler aus der Luft und wurden über das Label Swiss Quality Beef aufgeklärt.

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