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Nutztiere

Schweine: Beständiger Zuchtfortschritt

Kern- und Vermehrungszüchter arbeiten nach vorgegebenen Zuchtzielen. Zur Prüfung, ob ihre Resultate auch in der Ferkelproduktion ankommen und in die richtige Richtung gehen, dient das jährliche Reprocontrolling.

Ferkel

Die Top10-Betriebe im UFA 2000-Auswertungsprogramm setzen im Durchschnitt 30 Ferkel/Sau/Jahr ab. 

(UFA AG)

Publiziert am

Aktualisiert am

ehem. Mitarbeiter UFA AG

Projektleiter, SUISAG

Jedes Jahr werden die Daten der verschiedenen Auswertungsprogramme (UFA 2000, Marthasoft, Primdat, etc.) durch die Suisag zusammengetragen und ausgewertet (Reprocontrolling). Ziel ist es, die Entwicklung der Reproduktionsmerkmale in der Mastferkelproduktion zu analysieren und Rückschlüsse für die Weiterentwicklung der Zuchtziele zu ziehen.

Die Fortschritte sind innerhalb eines Jahres naturgemäss nicht sehr gross, aber die Leistungen steigen kontinuierlich. Auch dieses Jahr wurde die Überlegenheit der Primera-Sauen gegenüber den ES-Sauen bestätigt. Die Primera-Sauen weisen kürzere Leerzeiten als die Edelschweine auf, haben mehr lebend geborene Ferkel und tiefere Ferkelverluste. Das führt dazu, dass sie pro Jahr 0.65 Ferkel mehr absetzen als reinrassige ES-Sauen. Die Vorteile sind dank dem positiven Heterosis-Effekt bei allen Merkmalen sichtbar.

Feldprüfung steigert Leistung

In der diesjährigen Auswertung wurde erstmals der Einfluss der linearen Beschreibung auf die Nutzungsdauer und die Lebensleistung bei den feldgeprüften Tieren analysiert. Dabei zeigte sich, dass die als optimal eingestuften Ausprägungen, tatsächlich zu den höchsten Lebensleistungen und zur höchsten Nutzungsdauer führen. Die X-O-Beinigkeit, die Zitzenzahl, das Merkmal gebeugt-vorbiegig und die Innenklauen zeigen ökonomisch das grösste Verbesserungspotenzial.

Die Kern- und Vermehrungszüchter treiben den Zuchtfortschritt entscheidend voran. Um diesen möglichst optimal zu gestalten, werden jedes Jahr die Zuchtziele überprüft. Bei den Mutterrassen ES und SL, der Basis für die Kreuzungssau Primera, wird viel Wert auf die Reproduktionsmerkmale gelegt; sie machen etwa die Hälfte des Gesamtzuchtwertes aus. Etwa ein Drittel sind Mast-, Schlacht- und Fleischqualitätsmerkmale. Der Rest sind Exterieurmerkmale.

Das Reprocontrolling zeigt, dass der erarbeitete Zuchtfortschritt in der Mastferkelproduktion ankommt und in die richtige Richtung geht. Der verstärkte Fokus auf die Qualität der geborenen Ferkel (wenig untergewichtige Ferkel bei Geburt) und das Aufzuchtvermögen der Sauen (hohe Ferkelaufzuchtrate) führen genetisch bedingt auch in der Mastferkelproduktion zu abnehmenden Ferkelverlusten. Grosse Betriebsunterschiede zeigen jedoch auch, dass mit angepassten Managementmassnahmen weitere Verbesserungen möglich sind. So erreichten in der Halbjahresauswertung 2017 beispielsweise die Top10-Betriebe im UFA 2000-Auswertungsprogramm einen Durchschnitt von 30 abgesetzten Ferkeln pro Muttersau und Jahr. 

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