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Nutztiere

Schweineproduktion seit 1958

Wenn es um die Anzahl Muttersauen ginge, könnte man die vergangenen 60 Jahre Schweineproduktionin der Schweiz mit «30 Jahre rauf und 30 Jahre runter» betiteln. Dank dem enormen Produktivitätsfortschritt heisst es aber besser: «30 Jahre Bestandesvergrösserung – 30 Jahre Leistungssteigerung».

UFA ist seit 60 Jahren der Schlüssel zum Erfolg in Schweinezucht
und Fütterung

UFA ist seit 60 Jahren der Schlüssel zum Erfolg in Schweinezucht und Fütterung

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Leiter UFA-Marketing

60 Jahre UFA

Die Schweizer Schweineproduktion wurde nach dem zweiten Weltkrieg kontinuierlich ausgedehnt und umfasste Ende der 50er Jahre knapp 100 000 Muttersauen. Sie wurde bis zum Kulminationspunkt Anfang der 80er Jahre wellenförmig im dreijährigen Schweinezyklus weiter gesteigert. Die Rekordzahl von 207 000 Muttersauen im Jahr 1980 wurde während der 80er Jahre fast gehalten, bevor ab 1988 ein deutlicher Rückgang einsetzte. 1996 fiel die Zahl der Muttersauen erstmals wieder unter 140 000, was dann über 15 Jahre bis 2010 fast gehalten werden konnte. Seit 2010 ist wieder ein kontinuierlicher Rückgang auf im Jahr 2016 erstmals unter 120 000 Sauen zu verzeichnen. Die Anzahl der Schweinehalter ging gleichzeitig von rund 100 000 auf 6 000 zurück und entsprechend stieg die Anzahl Tiere pro Betrieb auf gegen 250 Tiere (Zucht- und Mastschweine zusammen).

Wussten Sie dass…

… der Schweizer Zuchtschweinebestand 1980 mit 207 000 Sauen den Höchststand erreichte?

… pro Muttersau heute 54 % mehr schlachtreife Schweine produziert werden als 1970?

… dass UFA-Bühl mit über 100 wissenschaftlichen Zuchtsauen- und Ferkel-futter-Versuchen wesentlich zur Effizienzsteigerung beigetragen hat?

… der Ausstieg aus den antimikrobiellen Leistungsförderern dank den wissenschaftlichen Tests auf UFA-Bühl mit neuen Probiotika, z. B. Pflanzenwirkstoffen, erleichtert wurde?

Produktivitätssteigerung

Die Produktivität einer Muttersau ist von 1960 bis heute um über 50 Prozent gesteigert worden, wobei die Steigerung erst nach 1970 und zunächst zaghaft einsetzte, als neue Zuchtmethoden eingeführt wurden (Aufbau von spezifisch pathogenfreien (SPF) Herden, Ultraschallmessungen, F1-Sauen …). In dieser Entwicklung übernahm das Zuchtprogramm UFA 2000 ab 1975 eine führende Rolle mit der eigenen KB-Station UFA-Wängi, der systematischen Nutzung der Heterosiseffekte durch gezielte Kreuzungen und durch die Zuchtberatung mit dem Auswertungsprogramm. In den 60er Jahren betrug die Anzahl Schlachtschweine pro Muttersau und Jahr 14.5. 1980 waren es 15.7, im Jahr 2000 18.5 und 2016 bereits 22.4!

60 Jahre UFA

Zum 60 Jahr-Jubiläum der UFA beleuchten wir in einer Artikelfolge die Entwicklung der Tierproduktion seit 1958. Den Anfang macht die Schweinehaltung. Lesen Sie in diesem Artikel, wie sich die Schweinezucht und in der nächsten Nummer wie sich die Schweinemast entwickelt haben. Was hat UFA zur Entwicklung beigetragen, welche Veränderungen sind besonders eindrücklich?

Fütterung als Erfolgsfaktor

Mit der enormen Produktivitätssteigerung, stiegen auch die Anforderungen an die Fütterung. Während bis Anfang der 80er Jahre viele Nebenprodukte und Raufutter eingesetzt wurden, setzte sich die Phasen-Fütterung mit Alleinfutter sukzessive durch. UFA bietet dazu seit vielen Jahren eine Standard- und eine Ext-ra-Variante an. Dabei setzt sich die Extra-Futterlinie mit höheren Gehalten und Zusatzstoffen immer deutlicher durch. Die EXTRA-Futter unterstützen die Gesundheit, Fruchtbarkeit und das Leistungsvermögen der Muttersauen durch spezifische Zusätze.

Beim Ferkelfutter stand seit jeher die Sicherheit im Zentrum. Diese Sicherheit konnte in den 70er und 80er Jahren mit Antibiotika und Chemotherapeutika erfüttert werden und gleichzeitig wurden auch deutliche Leistungssteigerungen erzielt. Anfangs der 90er Jahre setzte sich aber bereits die natürliche Fütterung ohne antimikrobielle Leistungsförderer in der Labelproduktion durch. 1996 wurden die zugelassenen Wirkstoffe gesetzlich massiv reduziert und Kombinationen verboten. Ab 1999 wurden Leistungsförderer in der Schweiz generell verboten. In der Folge nahmen Durchfälle zu und die Leistungen verschlechterten sich etwas. In dieser Phase hat UFA mit grossem Aufwand und vielen Versuchen neue Ferkelfutter entwickelt.

Dank optimaler Rohkomponentenqualität, geprüften Rezepturen und neu aufkommenden Prä- und Probiotika konnte die Sicherheit in der Ferkelaufzucht wieder verbessert werden.

UFA-Bühl als Vorreiter

UFA-Bühl spielte in der ganzen UFA-Geschichte eine führende Rolle. Zunächst als Zuchtstation, wo sogar Hysterektomieräume zur Gewinnung von SPF-Tieren eingebaut wurden, dann als Versuchsbetrieb. Die Fütterungsversuche wurden in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich auf wissenschaftlicher Basis durchgeführt und trugen dazu bei, neue Rohwaren zu testen, Rezepturen an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen und neue Zusatzstoffe auf ihre Wirkung und Wirtschaftlichkeit hin unter Schweizer Bedingungen zu prüfen. Da UFA 2000 nicht nur das führende Zuchtprogramm war, sondern mit Agri Natura auch der Vorläufer der heutigen Label der Grossverteiler, wurde auch UFA-Bühl 1996 auf diesen Label-Standard umgebaut. Die Fütterungsversuche sollten unter den gleichen Bedingungen wie in der Schweizer Praxis durchgeführt werden. Und immer galt der Grundsatz: Die Mehrkosten durch neue Rezepturen müssen einen entsprechenden Vorteil bringen, sonst werden sie nicht umgesetzt.

Dank den umfassenden Versuchen gelang es UFA auch ohne antimikrobielle Leistungsförderer neue Futter mit positiven Wirkungen zu fabrizieren. Enzyme, Milchsäurebakterien, Oligosaccharide etc. unterstützen seither die Darmgesundheit der Ferkel und das Rad immer neuer Innovationen dreht weiter: Beispiele wie UFA 304 piccolo, das UFA Securo-Konzept, UFA 362–3 Prenatal, UFA top-pig usw. unterstützen die Schweinezüchter in ihrem Bestreben, nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich Schweine zu produzieren. 

Interview mit Schweinezüchter Urs Liechti

Familie Urs Liechti, Utzenstorf, arbeitet als Kernzuchtbetrieb seit Jahrzehnten im Zuchtprogramm UFA 2000 und füttert erfolgreich UFA seit 1965, zuerst LANDI-, später Biblis-Futter.

UFA-Revue: Welches sind die wichtigsten Vorteile der Zusammenarbeit mit UFA?

Urs Liechti: UFA 2000 war bis zur Gründung der Suisag das führende Zuchtprogramm in der Schweiz. Zusammen mit der Anicom ist die UFA ein verlässlicher Partner, auch in schwierigen Marktsituationen.

Was schätzen Sie besonders?

Liechti: Die angenehme Zusammenarbeit mit den UFA-Mitarbeitenden sowie den guten Absatz für Zuchtschweine. Leider schrumpft der Markt für die Kernzüchter der Mutterlinie ES, was auch für unseren Betrieb Veränderungen bringen wird.

Was wünschen Sie sich und der UFA für die Zukunft?

Liechti: Die Entwicklung der nächsten 10 Jahre ist schwer absehbar. Das Preisniveau wird sicher tief bleiben, was Konsequenzen für unseren Betrieb wie auch für die UFA hat.

Die UFA-Leistungen für Schweinezüchter

  • Umfassendes Futtersortiment in Standard-, Extra- und Bio-Qualität 

  • Wirkstoffkonzentrate und Spezialitäten 

  • Kompetente Fütterungsberatung 

  • UFA 2000 Zuchttechniker für Herdebuchbetriebe 

  • Zuchttierhandel 

  • AFP-Betreuung inkl. Abrechnungen 

  • Anicom-Dienstleistungen 

  • UFA 2000 Auswertungssystem mit Kartenservice oder DB-Planer Mietversion 

  • Auswertungen zur Betriebsanalyse und Arbeitshilfen 

  • Nährstoffbilanzen, Import-Export Bilanzen

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