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Pflanzenbau

Empfohlene Maissorten für die Ernte 2018

Mais hat mit einer Anbaufläche von über 60 000 Hektar einen bedeutenden Anteil an der Fruchtfolge. Um die Sortenwahl zu erleichtern, stellt Swiss granum alljährlich auf der Basis der von Agroscope durchgeführten Versuche die Liste der empfohlenen Sorten zusammen. Dadurch haben die Landwirte Zugang zu nützlichen Informationen, die eine erfolgreiche Ernte gewährleisten.

Mais kurz vor der Ernte.

Mais kurz vor der Ernte.

(Bild: Hanspeter Hug, UFA-Samen)

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Aktualisiert am

Bereichsleiter, UFA-Samen

Für bestimmte Anbaugebiete können die letztjährigen Erträge von Silo- und Körnermais als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Für einen erfolgreichen Maisanbau sind ein warmes Klima und ausreichend Wasser erforderlich. Bei den Temperaturen wurden im Jahr 2017 Rekordwerte registriert, weshalb der Feuchtigkeitsgehalt beim Körnermais weniger als 25 % betrug. Etwas heikler war die Situation bei den Niederschlägen, da diese 30 % und teilweise sogar bis zu 50 % geringer waren als in den letzten dreissig Jahren. Glücklicherweise gab es – wenngleich nicht zu oft, aber immerhin relativ regelmässig – Platzregen im richtigen Moment.

Sortenliste und Sortenversuche

Die Maiskommission von Swiss granum hat die Liste mit empfohlenen Maissorten (LES) für die Aussaat 2018 erstellt. Auf der Grundlage der Sortenversuche von Agroscope umfasst die Sortenliste 39 Silomaissorten und 31 Körnermaissorten. Durch die Wahl einer auf der Sortenliste eingetragenen Sorte hat ein Landwirt in der Schweiz die Gewissheit, sich für eine ertragreiche, auf die Bodenverhältnisse zugeschnittene und für die hier gängigen Anbautechniken geeignete Sorten entschieden zu haben. Die Liste der empfohlenen Sorten ist verfügbar unter www.swissgranum.ch. Für einen erfolgreichen Maisanbau ist die richtige Sortenwahl mit Blick auf den Standort und die Produktionsweise des Betriebs ausschlaggebend. UFA-Samen führt jährlich über 20 Sortenversuche unter Praxisbedingungen durch, bei denen mit einer begrenzten Sortenauswahl untersucht wird, welche Sorten die beste ErtragLESeistung für die Betriebe erbringt.

Top 10

UFA-Samen hat für die Landwirte die 10 Hauptsorten festgelegt, die nachweiLESich die anbautechnischen Kriterien erfüllen und insbesondere punkto Ertrag und Schädlingstoleranz (Schädlinge und Krankheiten) überzeugen. Beim Silomais stützt man sich auf die Fütterungsempfehlungen von Ernährungswissenschaftlern, während beim Körnermais nach dem optimalen Verhältnis zwischen Feuchtigkeitsgehalt und Ertrag gesucht wird. Die besten zehn Sorten von UFA-Samen entsprechen 70 % des verkauften Maissaatguts. Die Kriterien beruhen auf den anbautechnischen Anforderungen, ausserdem werden Sorten bevorzugt, die unter unterschiedlichen Anbaubedingungen eine grosse Stabilität aufweisen. Für die Landwirte ist die Top 10 Liste eine zuverlässige und nützliche Entscheidungshilfe geworden. Für 2018 umfassen die Top 10 acht bestätigte sowie zwei neue vielversprechende Sorten.

Versuchsergebnisse

Eine Analyse der Versuchsergebnisse mit Silomais zeigt nur geringe Unterschiede bei den Frühsorten. Hingegen bestehen erhebliche Unterschiede beim Trockensubstanzgehalt zwischen mittelfrühen Sorten mit einem TS-Gehalt von 40 % und mittelspäten Sorten mit einem TS-Gehalt, der 35 % nicht übersteigt. Bei den Ergebnissen für Körnermais kommt nur der wirtschaftliche Aspekt zum Tragen. Beim Körnermais ist der Bruttoertrag im Jahr 2017 um rund CHF 300 bis CHF 400 höher als 2016, was auf die höheren Erträge, aber auch auf die geringeren Trocknungskosten – bedingt durch einen signifikant tieferen Feuchtigkeitsgehalt (durchschnittlich 5 % weniger) – zurückzuführen ist. Bei den Spätsorten steigt der Bruttoertrag ebenfalls, was sich in einer maximalen Differenz von rund CHF 1000 Franken pro Hektar zwischen Früh- und Spätsorten zeigt. Dennoch muss unbedingt darauf hingewiesen werden, dass eine ertragsärmere Sorte mit einem tieferen Feuchtigkeitsgehalt die gleiche Rentabilität aufweisen kann wie eine ertragsreichere Sorte mit höherem Feuchtigkeitsgehalt. Diese Daten bestätigen, dass die Sortenwahl nicht nur unter dem Aspekt des Bruttoertrags zu erfolgen hat. Es ist zusätzlich zu berücksichtigen, wie viele Tage bis zu Abreife benötigt werden und wann voraussichtlich die Aussaat stattfindet. Ausserdem konnte mit diesen Analysen gezeigt werden, dass der Ertrag von Körnermais am höchsten ist, wenn der Feuchtigkeitsgehalt bei der Ernte etwa 25 % beträgt, was sich 2017 bestätigte. Alle Versuchsergebnisse sind abrufbar unter www.ufasamen.ch.

Biomaissaatgut

Das Angebot an Biomaissaatgut setzt sich aus zehn Sorten aller Reifegruppen zusammen. Im Allgemeinen sind die Biomaissorten bereits in der Sortenliste von Swiss granum eingetragen. Die mit den Biosorten durchgeführten Versuche zeigen, dass diese Sorten ähnliche Eigenschaften aufweisen wie die gleichen Sorten in konventionellen Anbauversuchen. Die Verfügbarkeit von Biosaatgut ist abrufbar unter www.organicxseeds.ch.

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