Pflanzenbau

Mais bleibt am Markt gefragt

Mais ist eine wichtige Kultur in der Fruchtfolge und für die Tierfütterung. Die Sortenzüchtung ermöglicht Ertragssteigerungen – sowohl bei Silo- als auch bei Körnermais. Die inländische Produktion deckt allerdings lediglich die Hälfte des Bedarfs. Die Nachfrage bleibt deshalb stabil.

Mais
(UFA-Samen)

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Bereichsleiter, UFA-Samen

Die Vorbereitungen für die Maissaat im Jahr 2020 begannen bereits Anfang 2019. Im Januar wird jeweils die Liste der Sorten festgelegt, die in den Anbauversuchen getestet werden sollen. Dann werden vom Feldaufgang bis zur Ernte Beobachtungen gemacht, um die agronomischen Eigenschaften der einzelnen Sorten zu bewerten. Gestützt auf die Versuchsergebnisse wird das Saatgut schliesslich Anfang Dezember bei den Züchtern bestellt.

Körnermais

Körnermais ist in der Schweiz weiterhin gefragt. 

(agrarfoto.com)

Saatgutbehandlung

Seit bekannt wurde, dass die Produktion von Mesurol eingestellt wird und die EU entschieden hat, den Anbau von mit Mesurol gebeiztem Saatgut ab dem 3. April 2020 zu verbieten, konzentriert sich die Diskussion vor allem auf mögliche Massnahmen und Alternativen. In der Schweiz ist Mesurol bis auf Weiteres zugelassen, aber sicher nicht länger als bis zum 30. Juni 2020.

Anbauversuche 2019

Die Anbauversuche, die UFA-Samen 2019 auf über 20 Praxisbetrieben in der ganzen Schweiz durchgeführt hat, zeigten folgende Abweichungen gegenüber 2018: Der Silomais wurde mit einem Trockensubstanzgehalt von etwas über 35 Prozent geerntet. Die Erträge fielen bei den frühen Sorten etwas niedriger, bei den mittelfrühen Sorten nahezu identisch und bei den mittelspäten Sorten höher aus (Grafik 1).

Beim Körnermais sind die Erträge gut mit einem Feuchtigkeitsgehalt, der 2019 deutlich über den Vorjahreswerten lag. Beim Körnermais wurden die Ergebnisse im Wesentlichen unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit ausgewertet. Die in den Grafiken 2 und 3 dargestellten Werte errechneten sich, indem nur die Kosten für die Lieferung sowie die durchschnittlichen Trocknungskosten vom Bruttoertrag (Trockenertrag multipliziert mit dem Richtpreis) abgezogen wurden. Die spezifischen Kosten und die Dreschkosten wurden nicht berücksichtigt.

Alle Ergebnisse der Maisversuche sind auf www.ufasamen.ch, in der Broschüre «Versuchsergebnisse» in den LANDI und bei den Fachspezialisten von UFA-Samen erhältlich.

Maissaatgutbehandlung: Optionen für die Aussaat 2020

Krähenrepellent 

  • Saatgut mit Mesurol gebeizt – zugelassen bis 30. Juni 2020 – Verwendung gemäss den Richtlinien des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) 
  • Saatgut mit Korit gebeizt – schädlicher für die Umwelt, aber weniger wirsam als Mesurol.

Fungizide 

  • Saatgut mit Standardbehandlung (Maxim XL)

In allen Fällen ist den Richtlinien des BLW Folge zu leisten.

Körnermais

Die Körnermaisproduktion in der Schweiz deckt rund 50 Prozent des Bedarfs. Die derzeitige Anbaufläche von rund 15 000 ha l iesse sich somit verdoppeln. Die Körnermaisproduktion wird häufig belastet durch einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt bei der Ernte, der hohe Trocknungskosten nach sich zieht. Eine Möglichkeit besteht darin, auf frühere Sorten auszuweichen, die zwar ein geringeres Ertragspotenzial, aber auch einen niedrigeren Feuchtigkeitsgehalt haben als späte Sorten und damit geringere Trocknungskosten verursachen.

Saatgutverfügbarkeit

Die Unsicherheit, wie es mit der Aufbereitung von Maissaatgut weitergeht, hat bereits zu einem europaweiten Rückgang der Saatgutreserven geführt. Dies könnte zur Folge haben, dass sich das Gesamtangebot im Jahr 2020 verringert, während die Nachfrage stabil bleibt. Zur Erinnerung: Nur Saatgut, das die Qualitätskontrollen durchlaufen hat, kann zertifiziert und in Verkehr gebracht werden. Zudem führen die Hauptanbieter auf dem Schweizer Markt Analysen durch, um sicherzustellen, dass die importierten Chargen keine GVO enthalten.

Empfohlene Maissorten 2020

Die Maiskommission von Swiss granum hat die Liste mit empfohlenen Maissorten (LES) für die Aussaat 2020 erstellt. Auf Grundlage der Sortenversuche von Agroscope umfasst diese 44 Silo- und 27 Körnermaissorten (Tabellen 1 und 2). Durch die Wahl einer auf der LES eingetragenen Sorte haben Betriebsleitende in der Schweiz die Gewissheit, sich für eine ertragsstarke, auf die Bodenverhältnisse zugeschnittene und für die hier gängigen Anbautechniken geeignete Sorte zu entscheiden. 

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