fenaco-LANDI

Mit Yasai die Pilotfarm für die Zukunft entwickeln

Die fenaco investiert in eine Vertical-Farming-Pilotanlage des ETH-Spin-Offs Yasai. Die zukünftige Produktionshalle ist bezogen und Gespräche mit interessierten Landwirtinnen und Landwirten finden statt. Die Produktion soll im Sommer 2021 starten.

Lohnt sich Vertical Farming für die Schweizer Bauern? Die Pilotanlage in Adliswil wird diese Frage beantworten.

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fenaco Genossenschaft / Leiter Public Relations

Im Oktober 2020 informierten das ETH-Spin-Off Yasai und die fenaco Genossenschaft gemeinsam über das Darlehen der fenaco für den Bau einer Pilotanlage für Vertical Farming. Mit dieser Investition will die fenaco die Vorteile dieser neuartigen Anbaumethode für die Schweiz verifizieren.

Eine Chance für die Bauern

Dank der gestapelten Bauweise der Vertical-Farming-Pilotanlage steigert sich die Produktivität um den Faktor 10 bis 15. Der Wasserverbrauch kann um 90 Prozent gesenkt werden und es kommen keine oder nur Kleinstmengen von Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz. «Wir arbeiten am Bauernhof der Zukunft und betrachten diese Investition als Vorleistung und Entscheidungsgrundlage für künftige Investitionen unserer Produzentinnen und Produzenten», s agt Markus Hämmerli, Leiter fenaco Landesprodukte und Forschungskooperationen. Das Engagement orientiert sich somit am Zweckartikel der fenaco Genossenschaft: die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Unternehmen zu unterstützen. «Wir wollen auch in Zukunft nicht selber produzieren, sondern mit unseren Erfahrungen im Bereich Vertical Farming ein neues, profitables Geschäftsfeld für die Landwirtinnen und Landwirte erschliessen», bekräftigt Daniel Schwab, Leiter Category Gemüse bei fenaco Landesprodukte.

Am 1. Dezember bezog Yasai die zukünftige Produktionshalle in Adliswil, einem Vorort von Zürich. «Hier haben wir ideale Bedingungen vorgefunden», sagt Mark Zahran, der Geschäftsführer von Yasai. Die Pilotfarm erstreckt sich über mehrere Hundert Quadratmeter und erfüllt mehrere Zwecke: Sie dient als Showroom, Forschungsplatz und Produktionsanlage für den kommerziellen Anbau von Kräutern und Blattgemüse, welche ansonsten importiert werden müssten.

Auf sechs übereinander gestapelten Ebenen, die sich auf insgesamt sieben Meter türmen, werden drei «Vertical Farmers» rund 20 Tonnen Biomasse pro Jahr produzieren. Damit lässt sich Interessierten das grosse Potenzial dieser neuen Technologie aufzeigen.

Starker Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten

Yasai bringt Innovation und Technologie in die Partnerschaft ein, fenaco Markt- und Kundenwissen sowie Möglichkeiten zur Skalierung in der Schweiz. «Die fenaco hat ein immenses Wissen über die Landwirtschaft, den Markt und unsere potenziellen Kunden, die Landwirte – davon profitieren wir sehr», freut sich Mark Zahran. Dank der fenaco kann Yasai auf ein gut vernetztes Gremium zählen, das helfen wird, eine Lösung zu entwickeln, die sich am Markt durchsetzen kann.

«Wir wollen den Bauern neue profitable Geschäftsmöglichkeiten aufzeigen.»

Mark Zahran, Geschäftsführer Yasai

Die wirbligen Unternehmer von Yasai stehen bereits in Kontakt mit Schweizer Bauern, die Vertical Farming als Chance sehen. «Diese Produzenten planen, ihre Scheunen oder andere Gebäude für Vertical Farming umzunutzen. Aber natürlich wollen sie vor diesem Invest ment erst einmal sehen, wie das im kleinen Massstab funktioniert. Und da kommt unsere Pilotanlage ins Spiel», erklärt der Geschäftsführer von Yasai.

Produktionsstart Sommer 2021

Nach dem Meilenstein des Bezugs der zukünftigen Produktionshalle erfolgt Anfang 2021 die Lieferung des Equipments für die Pilotfarm. Die Eröffnung der Anlage in Adliswil ist für den Sommer 2021 geplant.

Die Betreiber wollen sich zu Beginn auf besonders vielversprechende Produkte konzentrieren, zum Beispiel Kräuter und asiatisches Gemüse, das ansonsten importiert werden müsste. «Wir zählen auf viele interessierte Landwirtinnen und Landwirte, die wir mit der Pilotanlage vom Vertical Farming überzeugen können. Wir wollen ihnen neue profitable Geschäftsmöglichkeiten aufzeigen», sagt Mark Zahran. 

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