Landleben

Pflegeleichte und robuste Schönheiten

Die Wildrosen haben gegenüber den Zuchtrosen viele Vorzüge. Sie sind vielseitig verwendbar, robust und pflegeleicht und bieten unserer Fauna reichlich Nahrung.

Die Apfelrose bietet von Mai bis Juni Nahrung für Insekten

Die Apfelrose bietet von Mai bis Juni Nahrung für Insekten.

(Carole Kündig)

Publiziert am

Obergärtner und Fachlehrer Gartenbau, Wallierhof

Die meist gefüllten Zuchtrosen (Edelrosen, Beetrosen, Hochstammrosen, Kletterrosen mit sterilen Blüten) verlangen bestimmte Bodenverhältnisse. Je nach Sortenwahl können sie schnell von Pilzkrankheiten befallen werden. Ganz anders die einheimischen Wildrosen.

Wert als Nahrungsquelle

Die Wildrosen haben offen stehende Staubblätter, die mit dem Ausreifen zu dekorativen Hagebutten heranwachsen. Die offenen, relativ lang anhaltenden Staubblätter stehen unserer Insektenwelt einladend zur Verfügung. Dankbar für die Wildrosen sind besonders auch die über 500 Wildbienenarten und Honigbienen. Im Vergleich zu Obstgehölzen und Linden haben die Wildrosen unterschiedliche Blütezeiten und eine relativ lange Blütezeit. Dies macht sie als Nahrungsquelle besonders wertvoll. Wildbienen, Honigbienen und andere Insekten sind zu verschiedenen Zeiten auf Blütenpflanzen angewiesen. Viele Vögel nutzen zudem die Hagebutten als Nahrung im Winter.

Dank ihren Inhaltsstoffen wie Vitamin C ist die Hagebuttenfrucht auch für uns Menschen vielseitig einsetzbar, beispielsweise als Konfitüre, Püree, Saft oder Tee aus den getrockneten Früchten. Bei der Ernte ist auf die Farbe und die Härte der Früchte zu achten. Zu weiche Früchte sollten nicht geerntet werden.

Genügsame Ansprüche

Die ideale Pflanzzeit für die Wildrosen sind der frühe Frühling oder der Herbst. Wildrosen können sowohl an einem sonnigen wie auch halbschattigen Standort verwendet werden. Je nach Verwendungsform ist das Einhalten von genügend grossen Abständen wichtig. Der Nährstoffbedarf ist gering. Bei einer längeren Trockenperiode sind auch die Wildrosen für eine Wassergabe dankbar. Für Krankheiten wie beispielsweise Rosenrost oder Mehltau ist die Anfälligkeit geringer als bei Zuchtrosen. Verwendung finden die Wildrosen als Einzelsträucher, als Heckenpflanzen und natürlich in naturnahen Gartenanlagen. Da die Wildrosen, im Gegensatz zu den meisten Zuchtrosen, nur einmal blühend sind, sollten Rosenarten mit unterschiedlicher Blütezeit gepflanzt werden. So wird der Wert als Nahrungsquelle für die Fauna gesteigert.

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Schnitt der Wildrosen

Ein allfälliger Schnitt sollte im Winterhalbjahr ausgeführt werden. Wichtig ist es, die Wildrosen via Schnitt in ihrem Wachstum im Zaun zu halten. Dazu werden diese mit einem Auslichtungsschnitt verjüngt. Sofern eine Wildrose über längere Zeit nicht mehr geschnitten wurde und überaltert ist, hilft auch ein Stockschnitt. Das heisst, alle Triebe werden über dem Boden zurückgeschnitten. 

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