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Landtechnik

Der Elektrohoflader muss noch weiter überzeugen

Die meisten Hersteller von Hofladern führen in ihrem Sortiment auch elektrisch angetriebene Modelle. Diese Fahrzeuge bieten für die anfallenden Arbeiten rund um den Betrieb hinsichtlich Leistung und Emissionen überzeugende Vorteile. Ihre Nutzung erfordert jedoch teilweise einige Anpassungen.

Mit einem E-Hoflader lassen sich alle Arbeiten erledigen, die im Aussenbereich und in den landwirtschaftlichen Gebäuden anfallen. 

Mit einem E-Hoflader lassen sich alle Arbeiten erledigen, die im Aussenbereich und in den landwirtschaftlichen Gebäuden anfallen. 

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Wenig Lärm, keine Abgasemissionen, eine unkomplizierte Wartung, kein regelmässiger Ölwechsel, hoher Komfort für Fahrer und Tiere: Die Vorzüge des Elektrohofladers sind bestechend. Zudem haben viele Hersteller mindestens ein elektrisch betriebenes Modell im Angebot. Die Lebensdauer der Batterien, ihre Ladezeit und nicht zuletzt der Preis halten aber einige Landwirtinnen und Landwirte noch davon ab, auf ein Elektromodell umzusteigen.

Geräusch- und emissionslos arbeiten

«Ich habe einen E-Hoflader als Ersatz für die Schubkarre angeschafft», erklärt ein Landwirt aus der Nähe von Fleurier (NE). Er verwendet seinen Giant G2200E für die verschiedensten Arbeiten, die rund um den Betrieb anfallen: zum Materialtransport, zum Ablegen von Rundballen in die Raufe, zur Stallmistentsorgung usw. Bei all diesen Tätigkeiten wird die Maschine oft ein- und ausgeschaltet. «Aus diesem Grund habe ich mich für ein Elektro modell entschieden, um den Schadstoffausstoss und die Lärmemissionen zu senken», ergänzt der Landwirt. «Und ich muss gestehen, mich beeindruckt, welch hohe Gewichte er stemmen kann.»

Lade- und Laufzeit

Für die klassische Nutzung in der Landwirtschaft wird besonders die Möglichkeit geschätzt, Arbeiten in einer ruhigen Umgebung ohne Schadstoffausstoss und mit hoher Leistung zum Bewegen von schweren Lasten oder zum Laden von Futter auszuführen. Bei der Nutzung eines E-Hofladers ist die Arbeitsplanung wichtig. Ohne Schnellladegerät dauert es mehrere Stunden, bis der Akku wieder aufgeladen ist. Um die Batterie vollständig aufzuladen, muss das Fahrzeug womöglich nachts an die Steckdose angeschlossen werden. Also genau dann, wenn die Solarmodule der eigenen Fotovoltaikanlage keinen Strom produzieren. Ein weiterer Minuspunkt ist die hohe Arbeitsbelastung, durch die sich der Akku schnell entleeren kann. Ein Unterbruch von mehreren Stunden zum Laden des Akkus ist alles andere als ideal, wenn beispielsweise die Heurundballen eingefahren werden müssen. Daher ist es wichtig abzuklären, für welche Arbeiten der E-Hoflader eingesetzt werden soll. «Die Akku ladung sinkt sehr schnell auf 70 Prozent, danach etwas moderater auf 30 Prozent und bis zur vollständigen Leerung noch langsamer. Bislang hatte ich diesbezüglich noch nie ein Problem», hält der Landwirt fest.

«Eine Lithium-Batterie kann man laden, wann immer man will.»

Sébastien Thiébaud, Merlo Center Schweiz

Batterietypen

Aktuell werden noch relativ wenig elektrisch betriebene Maschinen, Hof- oder Teleskoplader an Landwirtinnen und Landwirte verkauft. Die Leistung von Elektrofahrzeugen ist mit der von Modellen mit Verbrennungsmotor vergleichbar. Einzig die begrenzte Nutzungsdauer zwischen zwei Ladevorgängen bei batteriebetriebenen Modellen kann ein Hindernis beim Kauf eines neuen Geräts darstellen. Allerdings wird die Nutzungsdauer stets verbessert. Für die Bleibatterie spricht, dass sie schwerer ist und als Gegengewicht dient. «Die Lithium-Batterie kann man aufladen, wann man will. Sie ist aber empfindlicher gegenüber tiefen Temperaturen», erklärt Sébastien Thiébaud, Leiter des Merlo Center Schweiz. Nicht zu vergessen ist, dass Lithium selten und teuer ist und die Nachfrage nach Elektroautos weltweit explodiert.

Die Zukunft von E-Fahrzeugen

Haben E-Hoflader eine Zukunft? Die Antwort liefert die technologische Entwicklung und damit verbunden die Möglichkeit, Strom, insbesondere Solarstrom, in nicht zu schweren und voluminösen Batterien zu speichern. «Wir haben die Batterie so eingebaut, dass sie für einen Batteriewechsel einfach zu entnehmen ist. Denkbar ist somit auch, dass man zwei Akkus hat und während man den einen nutzt, den anderen, ähnlich wie bei einer Fotokamera, auflädt», so der Leiter von Merlo.

Es bleibt die Kostenfrage, da ein Modell mit Kraftstoffantrieb einige Tausend Franken günstiger ist als die elektrische Ver sion. Die Berechnung sieht jedoch anders aus, wenn der Kauf, die Energie und die Wartung über die gesamte Besitzdauer des Fahrzeugs berücksichtigt werden. 

Wirtschaftlichkeit im Schweinestall

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