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Landtechnik

Ladevolumen und Stabilität in steilen Hanglagen

In steilen Lagen sind für den täglichen Gebrauch angepasste Maschinen besonders wichtig. Der neue PrimAlpin Ladewagen von Reform bringt echte Neuheiten kombiniert mit einer Jahrzehnte langen Erfahrung. Sehr hohe Leistung und dazu Freude an der Arbeit sind somit auch dank dem Muli T7 S der neusten Generation möglich.

Muli T7 S mit PrimAlpin Ladewagen im Einsatz.

Muli T7 S mit PrimAlpin Ladewagen im Einsatz.

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Reform PrimAlpin

Auf dem Betrieb von Ueli Lustenberger steht gegenwärtig der Muli T7 S im Einsatz, früher waren es bereits der Muli 600 SL und danach der Muli 575 GSL. Der Betriebsleiter ist auf geländegängige Maschinen angewiesen, da beinahe die Hälfte der Betriebsfläche eine Hangneigung von über 35% aufweist.

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Ein Ladevolumen von 24 m 3 für den PrimAlpin Ladewagen von Reform.

Zur Fütterung seiner Milchkühe produziert Lustenberger 1000 m 3 Heu und rund 250 m 3 Grassilage. Drei Hektar dienen als Dauerweide, die restliche Fläche wird entweder zur Frischfütterung oder Konservierung gemäht. Die südliche Lage und die relativ hohen Regenmengen ermöglichen einen intensiven Futterbau mit 5 – 6 Grasschnitten. In diesem Jahr hat Ueli Lustenberger sein Heu mit dem neuen Aufbauladewagen Prim-Alpin von Reform eingebracht. Er ist sehr zufrieden damit, vor allem das sehr grosse Ladevolumen, die breite Pick-up und die weite Hecktüröffung haben ihn überzeugt.

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Sechs geschmiedete und mittig versetzte Förderschwingen gewährleisten eine sehr hohe Ladeleistung.

Pick-up und Förderschwingen

Der neue Ladewagen PrimAlpin ist mit einer 5-reihigen Pick-up von 1.9 m Breite ausgestattet. Die Stabilität und die Anpassung an das Gelände ist hinten durch drei Tasträder mit einer verbesserten Pendelung der Pick-up gewährleistet. Die mechanische Höhenverstellung auf der Seite der Pick-up wird einfach und ohne Werkzeug vorgenommen.

Das Herzstück des PrimAlpin bildet das Förderschwingensystem, das über ein von Reform entwickeltes Zahnradgetriebe angetrieben wird. Die gefräste Kurvenbahn garantiert eine optimale Lagerung sowie einen ruhigen Lauf. Das Förderaggregat ist mit sechs geschmiedeten und mittig versetzten Förderschwingen ausgestattet. Von jeder Seite können beim angebrachten Drehhebel und über einen einfachen Öffnungsmechanismus insgesamt 19 Messer montiert werden. Dadurch kann das Futter für die Silage auf eine theoretische Länge von 82.5 mm geschnitten werden. Bei Bedarf kann das Förderaggregat wie beim Vorgängermodell für Wartungs- und Reinigungsarbeiten oder zum Wechseln vom restlichen Ladewagen problemlos entnommen werden. «Der leistungsstarke Motor und das sanfte und regelmässige Laufen der Maschine ermöglichen es mir, mit ungefähr 1500 Umdrehungen pro Minute zu fahren und eine grosse Ladeleistung zu erzielen», erklärt Ueli Lustenberger beim Fachsimpeln über die Maschine.

Technische Daten

Volumen/Gewicht 24 m 3 | 1560 kg Hecktüre Hydraulisch mit Anhebung des Querrohrs Ladeaggregat  • Seitliches Eingangsgetriebe (Zahnradgetriebe)  • Gefräste Kurvenbahn  • 6 geteilte, geschmiedete Förderschwingen  • Max. 19 Messer mit einer theoretischen Schnittlänge von 82.5 mm  • Reform Schnellkuppelsystem Ladewagen auf Muli Pick-up  • Verbesserte Pendelung  • 5-reihig  • Breite 1900 mm Optionen  • Zentrale Schmierung der Schwingen und Ketten  • Vierradlenkung  • Arbeitsscheinwerfer

Ladevolumen und Wartung

Ueli Lustenberger stellte fest, dass pro Fahrt deutlich mehr Futter geladen werden kann. Der Kratzboden funktioniert auf den Kunststoffschienen reibungslos, ausserdem wird beim Öffnen der Hecktüre das Querrohr über den Klapprahmen angehoben, sodass das Futter ungehindert aus dem Laderaum rutschen kann. Eine Bemerkung zum praktischen Einsatz macht der Betriebsleiter zur Kurbel, die zum Spannen der Seile am Dürrfutteraufbau betätigt werden muss. Diese befindet sich auf der linken Seite hinter dem Fahrer, sie sollte aber gemäss Lustenberger rechts angebracht sein. Damit kann beim Hoch- oder Tiefstellen des Laderaumes ein Umgang des Bedieners um das Fahrzeug eingespart werden. Dazu Lustenberger: «Mit dem PrimAlpin steht mir eine gut konzipierte und fertige Maschine zur Verfügung, die etwas schwerer ist als die Vorgängerin.» Weiter präzisiert er: «Die Wartung und der Service werden von der sehr kompetenten Werkstatt Lingg Agrartechnik AG in Doppleschwand stets rasch und zuverlässig erledigt.»

Muli T7 S

Auf dem Betrieb wird der Muli fast ausschliesslich für die Aufnahme von Futtergut verwendet. Wird der Ladewagen PrimAlpin einmal nicht benötigt, so kann dieser dank dem Reform Schnellkupplungssystem leicht vom Fahrzeug getrennt werden. Seit über dreissig Jahren bewährt, erleichtert es den Um- und Anbau von verschiedenen Anbaugeräten immens. Durch das Zentralrohr in welchem der Achs-, sowie Zapfwellenantrieb verlaufen, befinden sich keine rotierenden Teile unter dem Fahrzeug. Hinzu kommt, dass durch die Portalachsen der Muli eine hohe Bodenfreiheit aufweist und dadurch auch sehr grosse Schwaden problemlos eingesammelt werden können. 

AutorJean-Pierre Burri, UFA-Revue, 1510 Moudon

BilderJean-Pierre Burri

InfosIn loser Folge publiziert die UFA-Revue unter dem Titel «Praxistest» Berichte über landwirtschaftliche Maschinen. Die Interviewpartner, respektive Eigentümer dieser Maschinen, werden jeweils in Zusammenarbeit mit den Herstellern oder Importeuren ausgesucht.

www.reform.ch

Porträt: «Eindrückliche Leistungsstärke bei tiefer Tourenzahl»

Der Betrieb der Familie Lustenberger liegt auf 800 m ü. M. in der Bergzone II in Steinhuserberg im Kanton Luzern. Der Betrieb umfasst 35 Hektar, wovon 15 Hektar ein Gefälle von mehr als 35% aufweisen und mit den Maschinen schwierig zu bewirtschaften sind. Ueli Lustenberger führt den Hof in fünfter Generation zusammen mit seiner Frau und wird auch von seinen Kindern – einer Tochter und drei Söhnen im Alter zwischen 11 und 22 Jahren – tatkräftig unterstützt. Sein 75-jähriger Vater arbeitet ebenfalls mit und sitzt bei rund der Hälfte der Betriebsstunden am Steuer des neuen Muli T7 S und des erst vor kurzem angeschafften Ladewagens Reform PrimAlpin.

2004 wurde auf dem Betrieb ein neuer Stall für 45 Kühe erstellt. Das Gebäude ist als Laufstall für Milchkühe mit einem 5er Tandemmelkstand konzipiert. Das Heu und die Silage werden unter demselben Dach in einer fünf Meter tiefen Grube gelagert und können mit dem Heukran entnommen und direkt an die Tiere verfüttert werden. Seit kurzem wurde der ehemalige Stall zu einem Fest- und Bankettsaal umgebaut und bietet bis zu hundert Personen Platz für Abendveranstaltungen oder Festessen. Ohne speziell Werbung zu betreiben, sei der Saal gemäss Frau Lustenberger gut gebucht. Die schöne, nach Süden ausgerichtete Lage des Betriebs bot auch gute Bedingungen für die Installation einer 35-kW-Solaranlage. Zudem macht Ueli Lustenberger Viehtransporte, ist im Viehhandel tätig und engagiert sich in der Gemeinde. Während des Besuchs der UFA-Revue musste Ueli Lustenberger von einer Parzelle noch das Heu einbringen. Das Fahren in diesem steilen Gelände erfordert eine hervorragende Fahrzeugkontrolle und gute Geländekenntnis. Das Arbeiten mit einem Traktor und einem Ladewagen wären bei diesen Bedingungen unmöglich. Seit diesem Sommer ist Ueli Lustenberger stolzer Besitzer des neusten Aufbaulade-wagen-Modells PrimAlpin sowie eines Muli T7 S des Herstellers Reform. Das Heu für seine 45 Kühe hat er bereits eingebracht, weshalb er sich über die Vor- und Nachteile der beiden Maschinen ein Urteil bilden kann. Das erheblich grössere Ladevolumen von 24 m 3 des PrimAlpin findet er besonders erwähnenswert. «Im Vergleich zum Vorgängermodell mit 21 m 3 ist der Unterschied beim Beladen besonders eindrücklich. Ich muss nun deutlich weniger Fahrten für die gleiche Menge Futter unternehmen», erklärt der Betriebsleiter. «Und auch das Entladen geht schneller und einfacher», pflichtet sein Vater bei. Dies ist vor allem durch die grössere Hecktüröffnung inklusive Anhebung des Querrohres möglich. Auf diese Weise wird kein Heu durch vorstehende Maschinenteile auf der Ladefläche zurückbehalten und der Wagen kann in kürzester Zeit vollständig entleert werden.

Ueli Lustenberger hat nun bereits die dritte Maschine des gleichen Herstellers für seinen Betrieb angeschafft. Bei den Folgemodellen schätzt er ganz besonders die einfache und ähnliche Handhabung und vor allem auch die Leistungsstärke des neuen 109 PS Motors.

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