Die Futterqualität ist ein wesentlicher Bestandteil der Betriebsstrategie von Jürg Mäder in Albligen (BE). Dieses Qualitätsstreben zeigt sich auch bei der Futterzubereitung. Durch die Programmierung des Fütterungsroboters bereitet der Lely Vector Next vier Trockenrationen für die betriebseigenen Hochleistungskühe. «Das Ziel ist ein sehr gutes Grundfutter zu produzieren, das der Lely Vector Next durch die Zubereitung einer präzisen und auf jede Gruppe abgestimmten Ration noch weiter verbessert», erklärt Jürg Mäder anlässlich eines Besuchs der UFA-Revue auf seinem Betrieb.
Ein zuverlässiger Roboter
Präzision bei der Fütterung gehört zu einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem zur Effizienzsteigerung und somit auch beim Fütterungsroboter jeder Schritt sorgfältig geplant wird. Der Vector Next verfügt über einen komplett neu entwickelten und verstärkten Rahmen mit einer im Vergleich zum Vorgängermodell 35 % höheren Ladekapazität. Pro Ladung kann er bis 800 kg Futter mit Silage mischen. Dank dieser zusätzlichen Kapazität wird in einem Durchgang mehr Futter zubereitet, was ein wesentliches Plus bei einer Bestandsaufstockung bedeutet. «Der Roboter sorgt für eine optimierte Fütterung durch frisches Futter, das nach Bedarf verteilt wird und jederzeit verfügbar ist. Er wertet mein Grundfutter maximal auf», erklärt Jürg Mäder. Die Käserei in Kriechenwil verarbeitet die Milch des silagefreien Betriebs zu Emmentaler.
Jürg Mäder, Landwirt«Der Vector Next bereitet eine hochwertige Ration zu.»
Der Vector Next hat vergrösserte und verstärkte Antriebsräder. Dies ermöglicht dem Roboter, Steigungen von bis zu 8 % zu meistern. Weiter wurden auch die Mischbehälter und die Mischschnecke neu konzipiert. «Um eine bessere Mischqualität der Futterration zu erzielen, schärfe ich die Messer sehr regelmässig,», so Mäder. Der Roboter schiebt das Futter bei der Hin- und der Rückfahrt zur Futterkrippe und misst dabei die Futterhöhe. Je nach Bedarf bereitet der Vector die nächste Ration zu.
Ein wirtschaftliches System
Der Vector Next ist mit einem Lithium-Akku der neuesten Generation ausgestattet und wird beim Befüllen und Mischen im Standbetrieb in der Futterküche mit Netzstrom (oder Solarstrom) betrieben. Der Akku wird nur eingesetzt, wenn der Roboter Futter schiebt oder verteilt. «Durch das regelmässige Verteilen von Frischfutter können sich die Kühe nach ihrem eigenen Rhythmus ernähren. Ziel ist, eine gute Pansen-Gesundheit, die Fruchtbarkeit und Milchleistung zu fördern», betont Mäder. Auf dem Betrieb bildet die Planung einen wichtigen Teil der Arbeitsphilosophie des Paars. «Dank der Automatisierung lassen sich viele Aufgaben, die man ohne Roboter gerne aufschieben würde, bequem erledigen. Und mir macht die Arbeit wirklich Spass», meint Mäder. Der Landwirt ist mit den Lely-Maschinen äusserst zufrieden und schätzt auch den Service sowie die Unterstützung der Techniker rund um die Uhr.
Aus der Praxis
«Planung führt zum Erfolg»
Jürg Mäders Betrieb liegt im bernischen Albligen (BE), das zur Gemeinde Schwarzenburg gehört. «Der Betrieb umfasst 40 ha LN und wird in Fruchtfolge bewirtschaftet mit Weizen und Wintergerste, Mais zur Pelletsherstellung, mit Zwiebeln und Speisekartoffeln sowie Sonnenblumen», erklärt Jürg Mäder. Die Wiesenflächen werden mit dreijährigen Futtermischungen eingesät. Die Luzerne sorgt für Struktur und ergänzt die Ration. Im Neubau ist die Heubelüftungsanlage in zwei Lagerzellen aufgeteilt, wovon eine zusätzlich über einen eigenständigen Luftentfeuchter verfügt. Ausserdem produziert der Familienbetrieb einen Teil der benötigten Energie. Die 2013 installierten Photovoltaikmodule mit einer Fläche von 400 m² liefern ohne Speicherbatterien rund 50 % des auf dem Betrieb konsumierten Stroms.
Jürg Mäder führt seit 2013 den Hof in vierter Generation gemeinsam mit seiner Partnerin Pia Spack. Für eine langfristige Betriebsentwicklung hat das Paar den Bau eines neuen Stalls umgesetzt. 2020 wurde mit der Planung des Gebäudes begonnen, der Spatenstich erfolgte dann 2025. «Im April 2026 bezogen die Milchkühe – hauptsächlich Holstein und Red Holstein Kühe – das neue Stallgebäude, das mit Blick auf das Tierwohl und eine effiziente Arbeitsorganisation konzipiert wurde», fügt Mäder an. Zurzeit beherbergt der Stall mit insgesamt 55 Plätzen 34 Kühe. Jürg Mäder möchte seinen Viehbestand schrittweise erhöhen.
Die Automatisierung nimmt im neuen Stall einen wichtigen Platz ein. Mäder hat sich für eine Kombination mit mehreren Lösungen der neusten Generation vom Hersteller Lely entschieden: Das Melken übernimmt ein Astronaut A5 Next, während die Fütterung einem Roboter, dem Vector Next, übertragen wird. Der Reinigungsroboter Lely Discovery SW90 sorgt für saubere Stallgänge und ein Graze-way-System regelt den Weidezugang. Der Landwirt weiss auch das Gesundheitsüberwachungssys-
tem zu schätzen: Mit den damit erhobenen Daten können mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig erkannt und vielfach bereits vor dem Auftreten sichtbarer Symptome behandelt werden. «Der kombinierte Einsatz verschiedener Automatisierungssysteme ermöglicht eine bessere Überwachung der Herde», unterstreicht Jürg Mäder.







