BOM prüft Drosselung der Milchproduktion

Die Schweizer Milchproduktion liegt laut der Branchenorganisation Milch weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Eine neue Kommission prüft deshalb Massnahmen, um die Produktion ab Herbst zu drosseln.

Die Branche erhofft sich auch aus einer besseren Nutzung der Verarbeitungskapazitäten und weniger Importdruck eine Entlastung des Milchmarkts.

Die Branche erhofft sich auch aus einer besseren Nutzung der Verarbeitungskapazitäten und weniger Importdruck eine Entlastung des Milchmarkts.

(Bild: Mooh Genossenschaft)

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Laut der Branchenorganisation Milch (BOM) wurden in der Schweiz in den ersten vier Monaten 2026 5,0 Prozent mehr Milch produziert als im Vorjahr. Dadurch seien die Verarbeitungskapazitäten an ihre Belastungsgrenze gelangt. Gleichzeitig lagen die Gehalte an Milchfett und Milchprotein über den Vorjahreswerten. Die Butterlager umfassen nach Angaben der BOM derzeit mehr als 7000 Tonnen. Dies trotz Entlastungsexporten von bisher über 5000 Tonnen Butteräquivalenten in Form von Butter und Rahm.

Hitze und Trockenheit hätten die Milchproduktion seit Mitte Juni zwar etwas gedämpft. Die Versorgung sei aber weiterhin sehr gut. Ohne eine Reduktion der Milchmenge erwartet die BOM ab Herbst erneut ein deutliches Marktungleichgewicht.

Die neue Kommission «Marktanalyse Milchbranche und Massnahmen» hat am 2. Juli ihre Arbeit aufgenommen. Sie prüft Möglichkeiten, die Produktion zu senken und die Verarbeitungskapazitäten besser zu nutzen. Im Zentrum stehen laut BOM verbindlichere Massnahmen und mehr Transparenz. Das bestehende Instrument der Segmentierung soll gestärkt werden. Damit könnte ab Herbst auch ungestützte C-Milch zum Thema werden.

sg

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