Ein Jahr im Zeichen der Freiwilligenarbeit

Im Corona-Jahr 2020 schaffte es die Schweizer Berghilfe, sowohl die Spendeneinnahmen als auch die Unterstützungsleistung fast auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Allerdings mit mehr Aufwand. Die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten leisteten so viele unbezahlte Arbeitsstunden wie nie zuvor.

Im Kanton Bern unterstütze die Schweizer Berghilfe 161 Projekte mit insgesamt knapp 6.5 Millionen Franken.

Im Kanton Bern unterstütze die Schweizer Berghilfe 161 Projekte mit insgesamt knapp 6.5 Millionen Franken.

(Bilde: pixabay)

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150 Arbeitstage. So viel unentgeltliche Arbeit leisteten die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten sowie die Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte der Schweizer Berghilfe im Jahr 2020. Das sind rund 15 Prozent mehr als in den Jahren zuvor. Schuld daran ist Corona. Einerseits mussten Arbeitsabläufe an die neuen Gegebenheiten angepasst und eingespielte Prozesse komplett neu entwickelt werden.

«Wenn wir Unterstützung leisten, heisst das, dass investiert wird.»

Regula Straub, Co-Geschäftsführerin

Andererseits sorgte das Virus auch für zusätzliche Arbeit: Die kurzfristig aufgegleiste Corona-Soforthilfe, mit der über hundert Kleinbetriebe im Berggebiet, denen die Einkommensausfälle im ersten Shutdown besonders stark zusetzten, vor dem Konkurs bewahrt werden konnten. Diese Gesuche mussten alle geprüft und bewilligt werden. Auch wenn das in einem beschleunigten Verfahren vonstattenging – Mehraufwand für die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten bedeutete es trotzdem.

Mehr Projekte unterstützt

Die Corona-Soforthilfe ist auch der Grund, warum die Schweizer Berghilfe im Jahr 2020 deutlich mehr Projekte unterstützt hat als im Vorjahr (671 gegenüber 613). Die Unterstützungsleistung hingegen ist leicht zurückgegangen: von 35,3 auf 33,6 Millionen Franken. Dass es immer noch so viel ist, sei ein gutes Zeichen für das Schweizer Berggebiet, sagt Co-Geschäftsführerin Regula Straub. «Wenn wir Unterstützung leisten, heisst das, dass investiert wird. Und mitten in der Pandemie ist das für die wirtschaftliche Entwicklung noch wichtiger als sonst.»

Intakte Solidarität

Erfreulich wertet Regula Straub die zunehmende Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Berggebiete. Die Anzahl Spenderinnen und Spender stieg sogar. 62'500 Personen waren es im Jahr 2020, im Vorjahr noch 60'000. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und steigenden Arbeitslosenzahlen blieben die Einnahmen aus Spenden und Nachlässen im Bereich der Vorjahre. Gegenüber 2019 kamen knapp fünf Prozent weniger zusammen, nämlich 33,9 statt 35,6 Millionen Franken.

Die Schweizer Berghilfe 2020 in Zahlen

  • Unterstützte Projekte: 671
  • Projektaufwand: 33,6 Mio. Franken
  • Anzahl Spender: 62’500
  • Sammelertrag: 33,9 Mio. Franken 

Quelle: Schweizer Berghilfe

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