Wegen der seit Ende Juni 2025 in Frankreich auftretenden Lumpy-Skin-Disease (LSD) hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) entschieden, die Sömmerung von Rindern in Frankreich für die Saison 2026 zu verbieten. Ziel sei es, die Einschleppung der hochansteckenden Tierseuche zu verhindern und den Rinderbestand zu schützen, heisst es in der Medienmitteilung vom 17. Februar 2026.
Von der Massnahme betroffen sind gemäss BLV rund 260 Betriebe, hauptsächlich in der Westschweiz. Die Sömmerung in Frankreich würde etwa 6000 Rinder einem erheblichen Tierseuchenrisiko aussetzen und damit die Gesundheit des gesamten Schweizer Rindviehbestands von rund 1,5 Millionen Tieren gefährden. In der Schweiz sei bislang noch kein Fall von LSD festgestellt worden. Mit dem nahenden Ende der Winterzeit, in der kaum krankheitsübertragende Insekten wie Fliegen und Mücken aktiv sind, müsse jedoch auch in diesem Jahr mit erneuten Ausbrüchen gerechnet werden, so das BLV.
In den derzeitigen Impfzonen, das heisst im Kanton Genf sowie in Teilen der Kantone Waadt und Wallis, erhielten alle Rinder, Büffel und Bisons bis Ende Frühling 2026 eine Auffrischungsimpfung. Der Bund übernehme die Kosten für den Impfstoff, die Kantone jene für die Durchführung der Impfung, so das BLV weiter. Verdachtsfälle sind der Tierärztin oder dem Tierarzt umgehend zu melden.
Eine Entschädigung für betroffene Betriebe aufgrund des Sömmerungsverbots sei laut BLV und Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nicht möglich, da keine entsprechende rechtliche Grundlage bestehe.
sg








