Ausstellung «Von Heugabeln und Drohnen: Landwirtschaft heute»

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ist um eine Attraktion reicher. Seit Anfang Juni können Besucherinnen und Besucher in einer neuen mehrjährigen Ausstellung auf spielerische und interaktive Weise die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft und deren technische Innovationen entdecken. Die Realisation ermöglicht hat die Agrargenossenschaft fenaco. Zu ihrem 30-Jahr-Jubiläum schenkt sie der Öffentlichkeit diese Ausstellung und will damit den Dialog zwischen Stadt und Land fördern.

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Mit welchen Technologien, Fahrzeugen und Geräten arbeiten Bäuerinnen und Bauern auf ihren Feldern und in ihren Ställen? Wie entstehen aus Kartoffeln Pommes frites? Welche Fachkräfte sind in der Land- und Ernährungswirtschaft gefragt? Solchen und vielen weiteren Fragen gehen die fenaco und das Verkehrshaus der Schweiz in einer neuen mehrjährigen Ausstellung auf den Grund. Kinder und Erwachsene können im meistbesuchten Museum der Schweiz die einheimische Nahrungsmittelproduktion interaktiv erleben. Dazu gehört der Traktor und der Heustock genauso wie der Roboter und die Drohne.

Einblicke in eine zeitgemässe Landwirtschaft

«Mit der neuen Ausstellung erschliessen wir unseren Besucherinnen und Besuchern einen weiteren spannenden Themenbereich. Sie können hier in die innovationsfreudige, technologiegetriebene und verantwortungsvolle Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft eintauchen», freut sich Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz. «Die bäuerliche Mobilität gehört zur Schweiz – und ist deshalb eines der Kernelemente der Ausstellung», so Martin Bütikofer weiter. Beispiele dafür sind Drohnen und Landwirtschaftsroboter, aber auch die neueste Generation von Traktoren.

«Diese Ausstellung schenken wir der Öffentlichkeit zu unserem 30-Jahr-Jubiläum», ergänzt Martin Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der fenaco. «Wir zeigen, wie die Schweizer Nahrungsmittelproduktion heute funktioniert und welche Lösungsansätze die Branche verfolgt, um auch in Zukunft auf nachhaltige Weise genügend Lebensmittel herstellen zu können. Damit schaffen wir eine Plattform für den Dialog zwischen der Bevölkerung und der Landwirtschaft.» Neben der fenaco haben über 20 Partner aus der Land- und Ernährungswirtschaft einen Beitrag zur Ausstellung geleistet.

Ein interaktives Bauernhoferlebnis

Herzstück der mehrjährigen Ausstellung bildet der Weg von vier landwirtschaftlichen Produkten vom Hof über verschiedene Verarbeitungsschritte auf die Teller der Konsumentinnen und Konsumenten: vom Apfel zum Apfelsaft, vom Weizenkorn zum Brot, von der Kartoffel zu Pommes frites und vom Rind zum Hamburger. Ein echter Claas Traktor, ein Heulager mit einem Sumag Kran und ein Stall mit Holztieren in Originalgrösse sorgen für ein echtes Bauernhoferlebnis mit vielen Interaktionen. Mit einem Feldroboter von Ecorobotix und einer Pflanzenschutzdrohne von Agroline kommt auch das Thema Innovation nicht zu kurz. «Die Besucherinnen und Besucher sollen sich ein Bild davon machen können, wie wichtig Technologie heutzutage in der Landwirtschaft ist und welchen Nutzen wir alle davon haben», sagt dazu Martin Keller. Weitere Ausstellungsbereiche sind den Themen Boden und Biodiversität gewidmet. Für Letzteres wurde die Expertise der Schweizerischen Vogelwarte beigezogen. Die vielen Schülerinnen und Schüler, die dem Verkehrshaus der Schweiz einen Besuch abstatten, können sich zudem über die verschiedenen Berufsbilder in der Land- und Ernährungswirtschaft informieren – sei es auf dem Landwirtschaftsbetrieb, in der Agrarforschung, in der Lebensmitteltechnologie oder in der Logistik.

Vom Landwirt zum Energiewirt

Die Ausstellung befindet sich in einem zweistöckigen, 374 Quadratmeter grossen Stallgebäude im Innenhof des Verkehrshauses. Realisiert hat den Bau die Strüby Holzbau AG aus Schwyz mit insgesamt 112 Kubikmetern Holz, 90 Kubikmeter davon aus der Zentralschweiz. Das Solardach mit 78 Photovoltaik-Modulen stammt von der fenaco Tochter Agrola. Es produziert über 32 000 Kilowattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr. Das entspricht mehr als dem Doppelten des erwarteten Energiebedarfs der Ausstellung. Mithilfe der Photovoltaik-Anlage und dem Modell eines Microgrids – eines lokalen Energienetzwerks – lernen die Besucherinnen und Besucher zudem, wie sich Landwirte zu Energiewirten entwickeln und zur Energiewende auf dem Land beitragen. Dank des nachhaltigen Holzbaus und der Photovoltaik-Anlage fällt der CO2-Fussabdruck der Ausstellung gering aus. Übrige Emissionen zur Errichtung der Ausstellung wurden mit Klimazertifikaten aus der Schweizer Landwirtschaft kompensiert.

Farming Days 2023

Zusätzlich zur mehrjährigen Ausstellung veranstalten die fenaco und das Verkehrshaus der Schweiz einmal pro Jahr die Farming Days. Die nächste Ausgabe findet vom 1. bis 3. September 2023 statt. Das erlebnisorientierte Eventformat bietet nach 2022 zum zweiten Mal an drei Tagen Technologiedemos, Einblicke in Forschungsprojekte, einen Kids Farming Parcours, historische Traktoren für Geschichtsinteressierte und vieles mehr.

30 Jahre fenaco Genossenschaft

Die fenaco ist eine Agrargenossenschaft mit 150-jähriger Idee. Sie ging 1993 aus dem Zu­sammenschluss von sechs regionalen Genossenschaftsverbänden hervor. Sie hat den Auftrag, die Landwirtinnen und Landwirte bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Betriebe zu unterstützen. 2023 feiert die fenaco ihr 30-jähriges Bestehen mit einem dreiteiligen Jubiläumsprogramm. Für die Öffentlichkeit realisiert sie zusammen mit dem Verkehrshaus der Schweiz eine mehrjährige Ausstellung zum Thema Land- und Ernährungswirtschaft. Für ihre bäuerlichen Mitglieder baut sie die fenaco Erfolgsbeteiligung aus, damit noch mehr aktive Landwirtinnen und Landwirte davon profitieren können. Und für ihre Mitarbeitenden und Pensionierten richtet die fenaco im Herbst vier regionale Jubiläumsfeste aus.

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