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Nutztiere

Gesunde Kühe dank homogener Mischung

Marco Marti aus Oberramsern hat die Fütterung seiner Kühe im Griff. Dass seine Milchkühe viel Milch geben, kommt nicht von ungefähr. Er hat seine Abläufe von der Grund futterproduktion über das Be füllen und Mischen bis zum Abladen optimiert. So kann er gewährleisten, dass die Mischung jeden Tag gleich und homogen ist.

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Ressortleiter Rindvieh, UFA-Beratungsdienst

Marco Marti achtet bereits bei der Grundfutterproduktion auf beste Qualität. Um möglichst einheitliche und hochwertige Grassilage für die Mischung zu haben, produziert er aus dem Zwischenfutter vom ersten Schnitt Grassiloballen, welche fast für das ganze Jahr reichen. Er strebt bei der Grassilage einen TS-Gehalt von 35 bis 40 Prozent an. Wenn er frisches Grundfutter hat, lässt er dieses analysieren, und der Rationenplan wird von seinem UFA-Berater nach dem UFA-W-FOS-System neu berechnet. Marti macht jeden Tag eine frische Mischung und lädt diese immer zur gleichen Zeit ab. Die Komponenten, die er in den Mischwagen füllt, sind genau für einen Tag berechnet. Marti bereitet die Ration nicht immer selber zu, oft macht es sein Vater. Deshalb schreibt er alles genau auf, damit die Mischung immer gleich ist.

Effiziente Abläufe

Dem Landwirt ist es wichtig, dass die Zubereitung der Mischung effizient abläuft. Die Komponenten wie Mineralsalz, Viehsalz und weitere Spezialitäten füllt er direkt mit der Grassilage auf die Schaufel des Hofladers. Er hat sich aufgeschrieben, wie schwer ein Massbecher der jeweiligen Komponente ist, und zählt die Anzahl Becher genau ab. Dann füllt er diese mit der Grassilage in den Mischwagen, in den er zuvor bereits die getrocknete Luzerne eingefüllt hat. Nun lässt er automatisch nacheinander das Eiweisskonzentrat, das Leistungsfutter sowie die Maissilage einfüllen. Die beiden Futtersilos sowie die Hochsilos mit der Maissilage stehen alle nebeneinander. Die Ration ist für eine Milchleistung von 40 kg MPP berechnet. Jene Kühe, die mehr Milch geben, erhalten an der Krippe noch zusätzliches Startphasenfutter.

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Marti hat bei den Kraftfuttersilos eine Förderschnecke installiert. So kann er das Eiweisskonzentrat, das Leistungsfutter sowie die Maissilage am selben Ort befüllen.

(Bild: Eva Studinger)

Unser Tipp

Kontroll- und Beobachtungsmöglichkeiten für eine gute Mischung

  • Sieht das Restfutter gleich aus wie die abgeladene Ration?
  • Laufstall: Nicht mehr als 50 bis 60 Prozent der Kühe kommen nach dem Abladen zum Fressen
  • Keine Löcher im vorgelegten Futter (die Tiere sollen von oben nach unten fressen)
  • Kontrolle der Wiederkautätigkeit
  • Kontrolle der Mischgenauigkeit mit Schüttelbox
  • Kontrolle der Pansenfüllung
  • Fett-, Eiweiss- und Harnstoffgehalt der Milch
  • Kotkonsistenz

Wasser beigeben

Wenn die Grassilage zu trocken ist, wird der Mischung zusätzlich Wasser beigegeben, um einen TS-Gehalt von maximal 40 Prozent zu erreichen. Denn Marti weiss aus Erfahrung, dass der Verzehr der Mischung besser ist, wenn diese 38 bis 40 Prozent TS aufweist. Insbesondere im Sommer, wenn es heiss ist, fressen die Kühe so mehr. Auch für das Befüllen mit Wasser hat sich der Landwirt eine einfache Einrichtung mit einem Wasserschlauch gebaut, sodass er nur mit dem Mischwagen darunterfahren und den Wasserhahn öffnen kann.

Im Sommer ist aufgrund der hohen Energiedichte der Ration die Gefahr für Nacherwärmung erhöht. Aufgrund der Reaktion mit Sauerstoff wird dies durch die Zugabe von Wasser noch verstärkt. Deshalb stabilisiert er im Sommer die Mischung mit UFA Stabi-TMR.

«Wenn die Mischung nicht kurz genug geschnitten ist, besteht die Gefahr, dass die Kühe das kurze Futter rausselektieren.»

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Marco Marti, Landwirt

Mischung muss kurz sein

«Wenn die Mischung nicht kurz und homogen ist, besteht die Gefahr, dass die Kühe das kurze Futter rausselektieren», so Marti. Die Folge davon kann eine Pansenübersäuerung oder eine Labmagenverlagerung sein. Deshalb mischt er mindestens 15 Minuten bis eine halbe Stunde lang, bis die Mischung homogen genug ist.

Damit die Mischung wirklich geschnitten wird und nicht zermanscht, ist es sehr wichtig, dass die Messer scharf sind. Deshalb kontrolliert Marti die Messer jeden Monat und wechselt sie bei Bedarf aus. Als weitere wichtige Punkte nennt Marti die Sauberkeit des Mischwagens und des Silos. Der Mischwagen wird regelmässig gereinigt. Siloballen mit grauen Stellen verwendet er keinesfalls und das Hochsilo kontrolliert er wöchentlich.
Krippenreste gibt es auf dem Betrieb Marti fast keine, was ein Zeichen dafür ist, dass die Mischung homogen ist. 

Was ist eine gute Mischung?

Die wichtigste Anforderung an die Mischung ist, dass sie homogen und jeden Tag gleich ist. In der Zusammensetzung, wie auch in der Mischdauer und der Schnittlänge, sollte die tägliche Mischung möglichst wenig Schwankungen aufweisen.

Damit ein Selektieren nicht möglich ist, muss die Mischung genügend kurz sein. Für eine optimale Strukturwirkung ist es wichtig, dass das Futter sauber geschnitten und die Halme nicht ausgefranst sind.

Weiter darf die Mischung weder zu feucht noch zu trocken sein. Der optimale TS-Gehalt liegt bei 38 bis 45 Prozent. Die Grundfutterqualität hat einen wesentlichen Einfluss auf die Mischung. Nur mit gutem Grundfutter kann viel Milch produziert werden.

Ist die Mischung heterogen, so hat dies besonders im Laufstall gravierende Folgen. Rangniedere Tiere können oft erst in der Nacht fressen, wenn die rang höheren bereits das «beste» Futter rausgesucht haben. Es besteht die Gefahr, dass die Körperkondition der Herde auseinanderwächst. Da Kühe, die selektionieren, weniger Rohfaser aufnehmen, steigt die Gefahr von Pansenazidosen. Bei unter fütterten und übersäuerten Kühen ist zudem das Risiko für eine Labmagen verlagerung erhöht. Bei einer homogenen Mischung ist die Herde, insbesondere im Laufstall, ruhiger. Denn die Kühe müssen nicht sofort fressen gehen, wenn frisches Futter vor gelegt wird. Ist die Mischung homogen, ist sie zu jeder Zeit gleich schmackhaft.

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