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Nutztiere

Das Immunsystem stärken

Mortellaro ist eine multifaktorielle Erkrankung, wobei das Auftreten und die Intensität durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Die Fütterung und das Immunsystem sind dabei wichtige Elemente, welche zu berücksichtigen sind.

Fütterung und Immunsystem sind wichtige Elemente die zu berücksichtigen sind.

Genügend Spurenelemente fördern die Immunabwehr und führen zu stabilen Klauen. 

(Zinpro)

Publiziert am

Aktualisiert am

Vetsuisse- Fakultät

Leiter Marketing, UFA AG

Die Vegetationsperiode neigt sich dem Ende zu und die Betriebe stellen auf die Winterfütterung um. Je mehr die Rationszusammensetzung verändert wird, desto stärker muss sich der Pansen an die neuen Komponenten anpassen. Wird beispielsweise von einer Grünfütterung mit vorwiegend Gras und Dürrfutter auf eine stärkereiche Ration umgestellt, müssen neue Populationen an Pansen-Lebewesen aufgebaut werden. Dies nimmt mindestens drei Wochen in Anspruch. Nebst dem Pansen wird durch das Umstellen der Ration auch das Immunsystem auf die Probe gestellt.

Ursache für Erkrankungen

Warum erkranken Kühe oft im geburtsnahen Zeitraum und in den ersten Laktationswochen? Die Immunabwehr ist während dieser Zeit herabgesetzt. Der Übergang von der Transitphase zur Laktation bedarf grossen Veränderungen, die der Organismus bewältigen muss. Dazu zählt unter anderem die hormonelle Veränderung sowie der massiv zunehmende Nährstoffbedarf. Ein Herdenwechsel kann Stress verursachen und eine ausgeprägte negative Energiebilanz zu Laktationsbeginn verringert die Immunabwehr zusätzlich. Beim Zusammentreffen dieser Faktoren werden die Kühe anfälliger für Erkrankungen wie Metritis, Nachgeburtsverhalten, Mastitis und auch Mortellaro.

Transitphase ist das A und O

Anfangs Winter ist der Druck bezüglich Stoffwechselproblemen auf vielen Betrieben zusätzlich erhöht. Der Grund dafür ist in der Transitphase zu suchen. Bleiben die Kühe bis wenige Tage vor dem Abkalben auf einer Weide, sind dies schlechte Voraussetzungen für einen problemlosen Start in die neue Laktation. Weidehaltung in der ersten Zeit der Galtphase ist unter gewissen Voraussetzungen (angepasster Nährstoffbedarf, Mineralstoffversorgung) möglich. Drei Wochen vor dem Abkalben gehören die Kühe jedoch in den Stall, denn da beginnt die wichtigste Phase. Die Trockensubstanz (TS)-Aufnahme reduziert sich in dieser Zeit, was das Immunsystem stark beeinflusst. Es ist alles daran zu setzen, dass sich die Kühe gut auf das Abkalben vorbereiten können.

Damit die Weichen für einen erfolgreichen Laktationsstart optimal gestellt werden, muss während den letzten drei Wochen vor der Geburt die Nährstoffkonzentration stark erhöht werden. Zudem erfordert die Fütterung qualitativ bestes Grundfutter, eine Anpassung der Komponenten der Laktierenden sowie das gezielte Abdecken des Mineralstoffbedarfs mit ausreichend Spurenelementen und Vitaminen.

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Der Wechsel von der Sommer- auf die Winterfütterung stellt den Pansen sowie auch das Immunsystem der Kuh auf die Probe. 

Das Immunsystem füttern

Mit einer pansenorientierten Fütterung wird der Grundstein für gesunde Klauen gelegt. Ein zu hoher Anteil an schnell fermentierbaren Kohlenhydraten (SFKH) erhöht die Gefahr einer Pansenübersäuerung. Der saure pH-Wert im Pansen kann nicht mehr abgepuffert werden, wodurch schädliche Substanzen freigesetzt werden. Diese schädigen wiederum die hornbildende Lederhaut. Ein massiver Proteinüberschuss ist ein weiterer potenzieller Risikofaktor für Mortellaro. Eine bedarfsgerechte, der Milchleistung entsprechende Mineralstoffversorgung ist ebenfalls essentiell für eine gute Klauengesundheit. Fehlende Spurenelemente und Mineralstoffe können die körpereigene Abwehr massiv schwächen. Vor allem die Spurenelemente Zink, Mangan und Kupfer sind wesentlich für die Bildung stabiler Klauen zuständig. Je stärker das Immunsystem, desto besser die Hautbildung. Dies reduziert die Gefahr, dass die Bakterien in die Haut eintreten und beschleunigt die Abheilung von Mortellaro. Beim Einsatz von hochverfügbaren Spurenelementen geht der Schweregrad von infektiöser Klauenerkrankungen erwiesenermassen zurück.

Ab dem ersten Tag

Die erste Infektion der Haut mit den Bakterien findet oft schon bei den Jungtieren statt. Eine wichtige Prophylaxe-Massnahme ist daher das Stärken der körpereigenen Abwehr. Dies beginnt schon beim Füttern der Galtkuh. Korrekt gefütterte Kühe bringen gesunde Kälber zur Welt. Anschliessend gilt es, die metabolische Programmierung korrekt umzusetzen. Kolostrum, Eisenund Selenversorgung und eine hohe Nährstoffkonzentration sind nicht nur für das Wachstum, sondern auch für die Antikörper- und Nährstoffaufnahme durch den Darm wichtig. Der Darm übernimmt eine zentrale Funktion für eine hohe Immunität. Was in den ersten Tagen und Wochen verloren geht, lässt sich nicht mehr aufholen.

Fazit

Das Immunsystem spielt neben den in der ersten Serie aufgeführten Risikofaktoren eine wichtige Rolle beim Vorbeugen von Mortellaro. Dabei ist die Mineral-, Nährstoff- und Spurenelementversorgung zentral. Je stärker das Immunsystem, desto besser die Gesundheit und somit auch der Infektionsschutz. Eine bessere Immunität lässt sich somit auch erfüttern. Ein spezielles Augenmerk gilt der Transitphase und dem Fütterungswechsel. 

Für eine optimale Mineralstoffversorgung

Um das Immunsystem gezielt zu stärken, eignet sich der Einsatz von Mineralstoffen mit speziell organisch gebunden Spurenelementen, die für das Tier optimal verfügbar sind.

Für die Aufzucht und für Galtkühe eignet sich UFA 291 Immunity, welches die optimale Mineralstoffversorgung der Jungtiere sicherstellt und das Immunsystem stärkt. UFA 291 Immunity enthält zusätzlich zu den erwähnten Spurenelementen relativ viel Iod und darf deshalb nicht an laktierende Kühe verabreicht werden, sondern nur während der Aufzucht- und Galtphase. Während der Laktation setzen viele Betriebe mit Erfolg auf Minex 977 Immunity.

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