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Nutztiere

Transitphase schafft leistende Kühe

Die Milchkuh steht rund um die Geburt vor vielen Herausforderungen. Vor dem Abkalben gibt es verschiedene Faktoren, welche für die Kuh Stress bedeuten. Die Kuh muss optimal auf die Geburt vorbereitet und die Stressfaktoren müssen verhindert werden.

Die optimale Fütterung und Haltung der Kuh im geburtsnahen Zeitraum ist wesentlich für Kuh und Kalb.

Die optimale Fütterung und Haltung der Kuh im geburtsnahen Zeitraum ist wesentlich für Kuh und Kalb.

(Bild: Shutterstock)

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Aktualisiert am

Rindviehspezialist im UFA-Beratungsdienst

Die meisten Erkrankungen bei Milchkühen entstehen im Zeitraum von rund zehn Tagen nach dem Abkalben. Zurückgeführt werden diese Krankheiten auf die Galt- und Transitphase. Die richtige Fütterung in der Galtphase kann jedoch nur genutzt werden, wenn Fütterung, Management und Haltung in der Transitphase stimmen.
Die Spurenelement- und Mineralstoffversorgung ist wesentlich für das Immunsystem. Ist das Tier nicht optimal versorgt, wird die körpereigene Abwehr geschwächt. Zwei bis drei Wochen vor der Geburt steigt der Nährstoffbedarf. Dieser ist mit einer angepassten Anfütterungsstrategie zu erfüttern.

Fütterung während der Galtzeit

Qualitativ gutes Futter, welches jedoch nicht zu energiereich ist, ist ideal für Galtkühe. Die Galtkuh muss eine hohe Futteraufnahme haben, darf aber nicht an Fett zunehmen. Zwei bis drei Wochen vor dem Abkalben beginnt die Transitphase, während der sich die Kuh auf die Geburt vorbereitet. Während der Transitphase muss die Kuh angefüttert werden, sodass sich die Pansenmikroben an die Ration nach dem Abkalben gewöhnen. Eine ungenügende Energieversorgung, kurz vor der Geburt führt zu erhöhtem Ketoserisiko und eine zu geringe Rohprotein-Versorgung zu Muskelabbau. Ausserdem wird die Gefahr von Milchfieber durch die Transitfütterung massgebend beeinflusst. Stellt Milchfieber wiederholt ein Problem dar, liegt der DCAB-Wert (Dietary cation anion balance) häufig ausserhalb vom Zielwert (Galtphase -100 bis +300 meq/ kg TS; Transitphase: -100 bis +150 meq/kg TS). Dadurch ist die Verfügbarkeit von Kalzium aus den Knochen gehemmt. Der DCAB-Wert kann nur mit einer Analyse vom Grundfutter genau bestimmt werden. Um ihn ins richtige Verhältnis zu bringen, wird ein Futter, welches mit sauren Salzen angereichert ist, wie beispielsweise das Transitfutter UFA 261, eingesetzt.

Stressfrei in die Laktation

Um der Kuh im geburtsnahen Zeitraum nebst den Veränderungen im Hormonhaushalt und im Nährstoffbedarf weiteren Stress vorzuenthalten, ist das Management wichtig. Kurz vor der Geburt soll die Kuh nicht umgestallt werden. Da eine Überbelegung Stress verursacht, müssen genügend Fress- und Liegeplätze zur Verfügung stehen. Ein weicher Liegeplatz, genügend Luft und Licht sorgen für hohen Kuhkomfort in der Transitphase.

Kolostralmilchbildung

Nebst der Vorbereitung auf die Geburt, bildet die Kuh während rund vier Wochen vor dem Abkalben die Kolostralmilch. Bei einer zu kurzen Galtzeit reduziert sich der igG-Gehalt. Nebst der Dauer der Galtzeit ist auch die Energieversorgung ein wesentlicher Faktor für dessen Konzentration. Eine Über- wie auch eine Unterversorgung der Kuh mit Energie wirken sich negativ auf die igG-Konzentration des Kolostrums aus. Eine abgestimmte Zugabe von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen erhöhen den igG-Gehalt.
All diese Faktoren zeigen, dass die Transitphase nicht nur für den Start der Kuh in die Laktation, sondern auch für den Start des Kalbes essenziell ist. Mit dem Einhalten der genannten Aspekte bezüglich Management und Fütterung wird der Kuh sowie dem Kalb gedient.

Galtphasenfutter mit Beta-Carotin

Das neue Galtphasenfutter UFA 266 ist auf die Bedürfnisse der Transitkuh zugeschnitten. Neben vielen anderen Inhaltsstoffen enthält es das Provitamin Beta-Carotin. Die Vitamin A-Versorgung des Rindviehs wird über das Beta-Carotin sichergestellt. Ein tiefer Beta-Carotin-Gehalt im Futter führt zu einem indirekten Vitamin A-Mangel und kann zum Beispiel zu gestörter Fruchtbarkeit führen. Beim Kalb zieht ein Mangel Wachstumsstörungen oder eine erhöhte Anfälligkeit auf Infektionen nach sich. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein gezieltes Zufüttern mit Beta-Carotin während zwei Wochen vor dem Abkalben, dessen Konzentration in der Kolostralmilch erhöht.

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