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Nutztiere

Qualität von A bis Z

Das Qualitätsmanagement beginnt bei UFA AG bereits beim Einkauf der Rohwaren und zieht sich durch die Einlagerungsprozesse über die Verarbeitungsprozesse bis hin zum Transport der fertigen Mischfutter weiter. Aber welche Futterqualität fliesst eigentlich genau in die Futtertröge unserer Tiere?

Durch das Expandieren wird das Futter verdichtet, geknetet,besser verdaulich und krankmachende Keime werden abgetötet.

Durch das Expandieren wird das Futter verdichtet, geknetet,besser verdaulich und krankmachende Keime werden abgetötet.

(Bild: UFA)

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Aktualisiert am

Leiter Qualitätsmanagement und Sicherheit, UFA AG

Produktionsleiter Werk Biblis, UFA AG

Aufeinander abgestimmte Futtermittel bilden die Basis unserer modernen Tierhaltung. Eine optimale Mischung aus selbst angebautem Grundfutter sowie Zukauffuttermitteln hilft, das grosse genetische Potenzial der heutigen Nutztiere in der Schweiz auszuschöpfen. Die Endprodukte der Veredelungskette landen dann früher oder später auf unseren Tellern. Entsprechend hoch sind die Anforderungen in Sachen Qualität. Im Sinne der Futtermittel- und letztendlich Lebensmittelsicherheit, unternimmt die UFA grosse Anstrengungen in der gesamten Mischfutter-Prozesskette.

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Chemische Analysen geben Aufschluss über die genauen Gehalte derRohstoffe.

(Bild: UFA)

Qualität beginnt bei der Beschaffung

Die UFA erstellt für alle Rohstoffe, die beschafft und verarbeitet werden, produktrelevante Rohwarenspezifikationen. Sie charakterisieren einerseits die geforderte Qualität und andererseits die Sicherheit der Rohwaren. Zusammen mit den gesetzlichen Grundlagen und fallweise mit zusätzlichen Qualitätsvereinbarungen dienen die Spezifikationen dem Einkauf als Qualitätskriterium.

Es wird genau geprüft

In allen UFA-Werken werden die angelieferten Rohwaren ausnahmslos einer einheitlichen Eingangskontrolle nach festgelegten Qualitätskriterien gemäss Spezifikation unterzogen. Denn eine hochwertige Rohwarenqualität ist die Basis für Top UFA-Produkte! In einem ersten Schritt, vor Ablad der Rohwaren, werden die Lieferpapiere und Hygienezertifikate geprüft. Diese Kontrolle ist der Grundstein für die spätere Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Rohstoffe im jeweiligen Mischfutter. Sofern die Lieferpapiere korrekt und vollständig sind, werden nachfolgend an mehreren Stellen ab LKW oder Bahn Muster gezogen und zu einem repräsentativen Mischmuster der angelieferten Rohware gemischt. Ein Teil dieses Mischmusters wird für die Kontrolle auf sensorische Aspekte verwendet. Daneben wird die Rohware nach einem Siebdurchgang unter dem Mikroskop auf Neben-/ Fremdbestandteile oder Schädlinge hin geprüft. Anschliessend werden Hektolitergewicht, Mykotoxingehalt und die Feuchtigkeit gemessen. Von allen angelieferten Rohwaren wird jeweils ein repräsentatives Rückstellmuster nach geltendem Futtermittelrecht und Labelvorgaben aufbewahrt. Dies mindestens so lange, wie die damit produzierten Mischfutter im Umlauf sind.

Nach Gehalten eingelagert und verwendet

Neben der optisch-sensorischen Eingangskontrolle findet zusätzlich eine chemische Gehaltsanalyse (Rohnährstoffe, mikrobiologische Aspekte usw.) im UFA-eigenen Betriebslabor in Herzogenbuchsee statt.

Diese Verifikation gewährleistet jederzeit, dass die im Kaufkontrakt vereinbarten Parameter vom Lieferanten eingehalten werden und die Rohwaren den hohen Qualitätsansprüchen der UFA entsprechen. Diese weitergehende und aufwändige Kontrolle lohnt sich, ermöglicht sie doch die spezifische Einlagerung und Verwendung der Rohwaren in den UFA-Werken.

Hohe Futterqualität und Hygienisierung

Ob Rind, Schwein oder Huhn: Je genauer deren Bedürfnisse abgedeckt werden, desto gesünder und leistungsfähiger sind die Tiere. Um dem gerecht zu werden, arbeitet UFA mit einer modernen Stufenund Gemischtvermahlung. Diese bietet Flexibilität und eine hohe Mischgenauigkeit.

Nachdem die Rohwaren zu Mischfutter verarbeitet werden, gehen sie durch den Expander. Im Expander wird das Futter während rund fünf Sekunden unter einem Druck von bis zu 40 bar auf 100 bis 120 Grad Celsius erhitzt (Dampfkochtopf-Effekt). Dadurch wird das Futter verdichtet, geknetet und krankmachende Keime werden abgetötet. Die Einwirkungszeit ist so kurz, dass Nähr- und Wirkstoffe nicht zerstört werden. Das Futter ist durch den Vorgang besser verdaulich und homogen strukturiert.

Rückschlüsse sind möglich

Nach der Produktion werden die fertigen Mischfutter in den Verladezellen zwischengelagert bis sie vom Lastwagen geladen werden. Beim Beladen des Lastwagens wird wiederum von jedem Futter ein repräsentatives Rückstellmuster gezogen. Dies ist eine weitere wichtige Massnahme im Qualitätsmanagement. Neben allen im Produktionsprozess bereits getätigten Kontrollen (zB. Online-Messungen), dienen die Rückstellmuster dazu, allfällige Rückschlüsse bei Anfragen oder Abweichungen zu ziehen. Die Rückstellmuster werden mindestens bis zum Verfallsdatum der jeweiligen Mischfutter aufbewahrt.

Die Vorteile des Expanders sind vielfältig:

  • Beim Milchvieh: Expandieren vermindert die Abbaurate des Proteins im Pansen. Der Anteil an pansenstabilem Protein ist höher und die Milchleistung steigt. Expanderfutter wird wegen des guten Geschmacks sehr gern gefressen.
  • Bei den Schweinen: Expandieren verbessert die Verdaulichkeit des Futters und damit die Futterverwertung. Der Tierhalter benötigt weniger Futter und die Futterkosten sinken.
  • Beim Geflügel: Expandiertes Futter ist durch die Erhitzung hygienisiert. Das ist beim Geflügel besonders wichtig, weil damit keine unerwünschten Erreger in den Endprodukten auftreten.

Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie

UFA setzt neben den gängigen Hauptrohkomponenten auch Nebenprodukte aus der Lebensmittelproduktion ein. Mit der Veredlung dieser Nebenprodukte über die Tierernährung werden die Ackerfrüchte ganzheitlich und nachhaltig genutzt.

Der Kreislauf der Schweizer Getrei-de- und Ölsaaten wird geschlossen und die Wertschöpfung der Landwirtschaft und der Schweizer Lebensmittel erhöht. Beim Mahlen von Getreide fallen mitunter Schalen und Spelzen an, die sich als rohfaserliefernde Komponenten grundsätzlich bei allen Tierarten einsetzen lassen. Futtermehle und Kleie, die über erstaunlich hohe Rohproteingehalte verfügen, sind beispielsweise Nebenprodukte aus der Mehlproduktion. Eine hochwertige Mischung aus diesen Produkten wird als Mühlennebenproduktegemisch (MNGP) gehandelt. Durch eine gezielte Rezeptur der Mischfutter können Nebenprodukte und deren wertvolle Nährstoffe vom Nutztier optimal genutzt werden. 

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