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Nutztiere

Wer stehen bleibt, fällt zurück

Das Jahr 2018 war für viele Schweinezüchter geprägt vom Einstieg in die Gesundheitsprogramme und von schärferen Tierschutzvorschriften. Insgesamt konnten trotz schwierigen Umständen die Leistungen verbessert werden. Aber die wachsende Differenz zwischen den besten und den schlechtesten Betrieben muss zum Denken anregen.

Daniel Schmied erläuterte an der UFA 2000 Tagung wie wichtig daskorrekte Anwenden der Zucht- und Fütterungsstrategie ist, umErfolg zu haben.

Daniel Schmied erläuterte an der UFA 2000 Tagung wie wichtig daskorrekte Anwenden der Zucht- und Fütterungsstrategie ist, umErfolg zu haben. 

(Hannes Schneider)

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Schweinezuchttechniker, UFA AG

Schweinezuchttechniker, UFA AG

ehem. Zuchttechniker UFA 2000, UFA AG

Vor einem Jahr standen die Schweinehalter vor einigen Ungewissheiten aufgrund der Konsequenzen vom Vollspaltenverbot für die Mastjagerproduzenten. Es wurden bereits Ende 2017 weniger Sauen belegt. Nun zeigt die UFA 2000 Jahresauswertung trotz schwierigen Voraussetzungen erfreuliche Zahlen für das Jahr 2018. Die abgesetzten Ferkel pro Sau und Jahr sind im Durchschnitt um 0,3 auf 24,5 gestiegen. Die Top 10 Betriebe erreichen durchschnittlich 30 ab gesetzte Ferkel pro Sau und Jahr. Diese Steigerung konnte dank einem grossen Rückgang der Umrauscherquote von 13 Prozent auf 11,5 Prozent und einem Rückgang der Saugferkelabgänge um 0,3 Prozent auf 12,2 Prozent erreicht werden. Die Anzahl lebend geborener Ferkelpro Wurf stieg wie bereits in den Vorjahren um 0,1. Dies zeigt,dass der genetische Fortschritt langsam abflacht.

Die Schere öffnet sich

Nach dem Jahr 2017 mit sehr tiefen Jagerpreisen und einem nur knapp genügenden vergleichbaren Deckungsbeitrag (vDB) bringt dasJahr 2018 gute Zahlen. Mit einem 25 kg Jagerpreis von 5.20 Franken erreichten die Züchter im Durchschnitt einen vDB von 1590 Franken.Dieser liegt leicht über dem Fünfjahresschnitt. Das beste Viertelder Betriebe lag nahe bei 2000 Franken.

Das vierte Viertel der Betriebe hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert. Mit 20,5 abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr ist die Differenz zum besten Viertel (27,9 abgesetzte Ferkel)auf 7,4 gestiegen.

Die Schwachpunkte sind nach wie vor die hohe Umrauscherquote (17%) und die zu grossen Saugferkelverluste (14,3 %). Dank einem guten Jagerpreis konnte mit einem vDB von 1160 Franken das «untere Limit»gerade noch erreicht werden. Die Differenz liegt bei knapp 800 Franken. Wer stehen bleibt, fällt zurück. In dieser Auswertung wird das deutlich ersichtlich. Ein grosser Teil dieser Differenzentsteht durch ein ungenügendes Management.

Durch ein korrektes Umsetzen des Flushings und des Konditionierens der Sauen können grössere und ausgeglichene Würfeerreicht werden. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Geburtsüberwachung: Ein Muss um Erfolg zu haben.

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