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Nutztiere

UHS-Betriebe entwickeln sich stetig weiter

Wird das Potenzial der Transitkuh erkannt und durch die richtige Betreuung und Unterstützung voll ausgenutzt, ist die Milchkuh gesünder und erbringt mehr Leistung. Dank gutem Management steigerten die UHS-Betriebe ihre Milchleistung bei gleichbleibenden Reproduktionszahlen.

Die UFA-Milchviehspezialisten zeigten auf, wie man Stoffwechselproblemen vorbeugend entgegenwirken kann.

Die UFA-Milchviehspezialisten zeigten auf, wie man Stoffwechselproblemen vorbeugend entgegenwirken kann.

(Hannes Schneider)

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Aktualisiert am

ehem. Praktikant, UFA-Marketing

Am 30. Januar 2019 fand die jährliche UFA Herd Support (UHS)-Tagung in Wangen an der Aare statt. Den 100 anwesenden Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern stand eine abwechslungsreiche Tagung mit der Besichtigung eines neuen Milchviehbetriebes bevor. Die UHS-Betriebe weisen sehr unterschiedliche Milchleistungen auf, was auf verschiedene Rassen und Fütterungsstrategien hindeutet. Um die Milchproduktionsstrategie erfolgreich umzusetzen, werden sie von UFA-Milchviehspezialisten unterstützt. Je nach Fütterungskonzept benötigt auch die Galtkuh während der Transitphase unterschiedliche Betreuung und Fütterung, damit sie ohne Stoffwechselprobleme in die Laktation starten kann. Was jedoch unabhängig der Betriebsstrategie für alle Betriebe nötig ist, ist das Sicherstellen von einem maximalen Kuhkomfort während der Transitphase.

Tiefer Kraftfuttereinsatz

Zu Beginn der Tagung präsentierte Benjamin Laville die Vergleichsdaten von 2018. In den letzten Jahren sind rund ein Drittel neue Betriebe hinzugekommen und mit ihnen ist das Stallniveau angestiegen (Grafik 2). Erfreulicherweise stellt sich diese Leistungserhöhung aus verbessertem Grundfutter, Zuchtfortschritt und gezielterem Ergänzungsfuttereinsatz zusammen. Denn trotz steigender Milchleistung konnten die Betriebe ihren Kraftfuttereinsatz während den letzten Jahren langsam senken und setzten unter 100 g Kraftfutter pro Kilogramm Milch ein. Wie in Grafik 1 ersichtlich, stieg die Milchleistung, berechnet nach Menge Grundfutter in den letzten Jahren an. Das Jahr 2018 war auf Grund des trockenen Klimas ein Ausnahmejahr und der Kraftfutterverbrauch stieg um zehn Prozent auf 105 g an. Den Betrieben gelingt eine effiziente Milchproduk-

Aufmerksamkeit für Galtkühe

Die Galtkühe sind die wichtigsten Tiere im Stall. Diese Thematik wurde am Nachmittag an einem Posten auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie Allenbach in Rumisberg von UFA-Milchviehspezialisten thematisiert. Damit nach der Geburt keine Stoffwechselprobleme entstehen, muss die Galtfütterung gezielt auf die Bedürfnisse der Kuh zugeschnitten sein. Ein spezifisches Galtphasenfutter, wie zum Beispiel UFA 266 Extra ergänzt die Ration passend und vereint alle wichtigen Zusätze. Kommt es auf einem Betrieb regelmässig zu festliegenden Kühen, gilt es, die Kationen-Anionen-Bilanz zu berechnen und die Ration entsprechend anzupassen. Denn Stoffwechselstörungen sind Zeiger von falscher Fütterung oder falscher Vorbereitung der Kuh auf die Geburt.

Stressfreie Geburts vorbereitung

Damit das Abkalben komplikationslos abläuft, ist nebst der Vorbereitung auch das Umfeld relevant. Die Kuh sollte die letzten Tage vor der Geburt stressfrei und bequem bestreiten können. Deshalb muss eine Abkalbebucht so angelegt werden, dass sie der Kuh jeglichen Komfort bietet und ein praktisches Handling für den Landwirten erlaubt. Die Kuhsignaltrainerin Nathalie Roth, erörterte folgende Punkte am Morgen in einer Theorie und am Nachmittag direkt auf dem Betrieb. Der Standort der Bucht sollte möglichst nahe beim Melkstand sein, damit die Kühe einfach hineinzuführen und im Blickfeld sind. Ein Vakuumanschluss zum Melken ist so einfacher zu installieren. Die Bucht sollte viel Sichtfreiheit zur Herde aufweisen und wenn möglich an der gleichen Fressachse liegen. Somit kann die kalbende Kuh ihren Gewohnheiten mit der Herde weiter nachgehen. Die Bucht sollte genug gross bemessen sein mit der Möglichkeit zum Abtrennen. Der Untergrund muss weich und dennoch trittfest sein und die Bucht muss mit einem Hebefahrzeug befahren werden können. Fühlt sich die Kuh in der Abkalbebucht sicher und bequem, wird sie diese aus eigenem Antrieb betreten wollen. Dadurch wird die Handhabung für die Landwirte noch einfacher.

Konstantes Stallklima

Wie eine gut integrierte Abkalbebucht, sollte auch das Lüftungssystem vor dem Stallbau gut eingeplant werden. Am Beispiel des Betriebes Allenbach stellte der Betriebsführer von Aubry Materiél, Peter Zahno, ein automatisches Lüftungssystem vor. Es beinhaltet verschiedene Sensoren, welche die Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und die Windstärke messen. Mittels Windschutznetzen, die an allen Seiten des Stalles einen Teil der Fassade bilden und so das perfekte natürliche Lüftungssystem darstellen, sorgt eine zentrale Steuerung automatisch für ein kontinuierliches Stallklima.

Insgesamt sind die Entwicklungen der Betriebe sehr erfreulich und das Wissen der Landwirte konnte an der UHS-Tagung 2019 ausgetauscht und weiter verbessert werden. 

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