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Nutztiere

Zusammenkunft in Lausanne

Nachdem im letzten Jahr das 20-Jahre-Jubiläum gefeiert werden konnte, erwartet die Besucher auch an der diesjährigen Swiss Expo in Lausanne ein interessantes Programm. Nebst den Tierausstellungen und der Agro-technik-Ausstellung erwartet die Besucher das spannende MilchForum von Swissmilk und ein Informationstag über Weinbau und Önologie.

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ehemalige Redaktorin UFA-Revue

Swiss Expo

Die 21. Ausgabe der Swiss Expo im Beaulieu Lausanne findet vom 12. bis am 15. Januar 2017 statt. Mit 130 Ausstellern, 400 Milchviehzüchtern und mehr als 1000 angemeldeten Kühen und Rindern ist die Swiss Expo alljährlich eine Plattform, bei der der Sektor Landwirtschaft sich trifft und austauscht. Aber nicht nur Viehzüchter finden den Weg nach Lausanne, auch Technik-Interessierte kommen vollständig auf ihre Kosten: Von Fütte-rungs-, Stall- und Melktechnik bis hin zu Sä-, Ernte- und Forsttechnik ist an der Swiss Expo alles vertreten. Nachdem im vergangenen Jahr über 24 000 Besucher nach Lausanne strömten, können die Interessierten bei der diesjährigen Ausgabe noch mehr erleben und sich noch intensiver mit den Ausstellern austauschen.

Kühe von internationalem Format

Auch an der diesjährigen Ausgabe der Swiss Expo können die Zuchtbegeisterten viel erleben: Viele bekannte, nationale und internationale Schaukühe werden 2017 ausgestellt und präsentiert. Es werden wiederum Kühe aus vielen europäischen Ländern erwartet. In den verschiedenen Kategorien können die engagierten Züchter die Früchte ihrer harten Zuchtarbeit, Ruhm und Ehre der renommierten Richter und der vielzähligen Zuschauer ernten.

Neuheiten werden präsentiert

Nebst den Kühen und Rindern nutzen viele Technik-Firmen die Plattform an der Swiss Expo, um ihre Produkte und Neuheiten zu präsentieren. Die Swiss Expo bietet Profis eine attraktive Auswahl mit den Spitzen-Firmen aus mehr als zehn verschiedenen Branchen, in vier Gruppen unterteilt: Viehzucht und -Ernährung, Landmaschinen und Agrartechnik, Forstwirtschaft und erneuerbare Energien. Die wichtigsten Unternehmen werden vor Ort sein, um ihre neuesten Produkte zu präsentieren:  • Genetik  • Stallungen und Melktechnik  • Fütterung und Futtertechnik  • Transport und Unterhalt  • Stalleinrichtungen  • Säen und Erntetechnik  • Maschinen und Werkzeuge  • Erneuerbare Energien  • Forstwirtschaft  • Dienstleistungen  • Verbände

UFA als Hauptsponsor

Nachdem die Partnerschaft an der letztjährigen Swiss Expo ein voller Erfolg war, ist UFA auch an der diesjährigen Ausgabe wieder als Hauptsponsor dabei und unterstützt die Ausstellung von internationalem Format wiederum vollumfänglich. Die Schweiz und ihre Bürger benötigten eine produktive, einheimische Lebensmittelproduktion, die von hoher Qualität und Sicherheit zeugt. Die Swiss Expo ist eine wichtige Plattform, bei der Konsumenten und Produzenten aufeinandertreffen und sich austauschen können – und das ist entscheidend für die Zukunft der starken Schweizer Landwirtschaft. Genau für diese Werte setzt sich auch die UFA ein, deshalb ist die Partnerschaft mit der Swiss Expo von grosser Bedeutung. Weiter will UFA mit dem Auftritt an der Swiss Expo zeigen, dass sie hinter der produzierenden Tierproduktion steht und die Züchter unterstützt.

AutorenSandra Frei, UFA-Revue, 3360 Herzogenbuchsee Jean-Pierre Aebi, UFA-Revue, 1510 Moudon

Interview mit Jacques Rey Präsident und Gründer der Swiss Expo

Im Rahmen der Swiss Expo vom 12. bis 15. Januar 2017 im Messezentrum Expo Beaulieu Lausanne führte die UFA-Revue ein Gespräch mit Jacques Rey, Gründer und Präsident der Veranstaltung. Jacques Rey stand Rede und Antwort zu Fragen über die Tierzucht im Allgemeinen und den Anlass im Speziellen. Die Swiss Expo wird zum 21. Mal durchgeführt und bietet auch eine Gelegenheit zum Austausch mit Anbietern von technischen Einrichtungen und landwirtschaftlichen Maschinen.

UFA-Revue: Wie kamen Sie auf die Idee, die Swiss Expo durchzuführen?

Jacques Rey: Die erste Swiss Expo fand 1996 in La Chaux-de-Fonds statt. Damals gab es keine vergleichbare Veranstaltung mit allen Kuhrassen. Die Züchter hatten den Wunsch nach mehr Freiheiten und neuen Möglichkeiten. Daher war der Moment ideal, um der Viehzucht eine neue Plattform zu bieten.

Wie erklären Sie sich den Erfolg dieser Veranstaltung?

Die Besucher erleben eine positive Atmosphäre und die Tiere werden unter sehr guten Bedingungen gehalten. Die Wettbewerbe bilden «einen Event im Event» und tragen zur guten Stimmung und Geselligkeit der Ausstellung bei. Und die Mund-zu-Mund-Propaganda erledigt den Rest. Die Veranstaltung ist eine Erfolgsgeschichte. Zudem fällt das Austragungsdatum Anfang Jahr in eine nicht arbeitsintensive Phase, was eine Teilnahme an diesem internationalen Zuchttreffen ideal macht.

Nebst dem Vieh ist auch die Agrartechnik Teil der Ausstellung. Welche Vorteile erwarten Sie davon?

Die Besucher kommen für die Tiere und die Wettbewerbe, aber auch, um sich mit den Agrotechnik-Dienstleistern auszutauschen. Das eine führt zum anderen, die Agrotechnik trägt zum Erfolg der Expo, die noch stärker zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs wird, bei.

Angesichts der Bedeutung der Ausstellung stellt sich die Frage, ob Lausanne als Austragungsort immer noch geeignet ist. Haben Sie sich eine Durchführung an einem anderen Ort überlegt?

Der Standort Lausanne ist mittlerweile international bekannt und eine Durchführung an einem anderen Ort ist nicht vorgesehen. Sollte sich ein anderer Standort aufdrängen, ist es nicht ausgeschlossen, einen anderen Ort für die Ausstellung zu suchen.

Wie schätzen Sie das Interesse der Jungen und der jungen Züchter für die Ausstellung ein?

Das Interesse der jungen Züchter ist enorm. Trotz der Schwierigkeiten, mit denen sich die Landwirtschaft konfrontiert sieht, gibt es viele junge Leute, die sich für diesen Beruf entscheiden und eine Ausbildung in der Landwirtschaft absolvieren. Zudem beziehen Sie Genetik und nehmen an Ausstellungen teil. Viele Junge investieren viel Zeit für die Vorbereitung und Realisierung der Veranstaltung.

Wie werden sich die nächsten Ausstellungen präsentieren?

Bei den nächsten Expo-Ausgaben wird der Fokus vermehrt auf die Technologien, das Tiermanagement und die gesamte Hofanlage gelegt werden. Die heutige Generation informiert sich und nutzt die sozialen Netzwerke, deshalb sollte man den Leuten aufzeigen, was alles vor Ort, mit kurzen Wegen produziert werden kann.

Stehen Sie durch das internationale Ansehen, das die Ausstellung geniesst, nicht unter zusätzlichem Druck?

Solange der Ruf gut ist, sind wir glücklich. Es motiviert zu wissen, dass eine Ausstellung dem Publikum gefällt: Es spornt an, Verbesserungen und Vorschläge anzubringen und mit den Besucherinnen und Besuchern noch mehr zu teilen.

Welchen Einfluss haben die Forderungen aus Tierschutzkreisen auf die Tierausstellungen?

Die Organisatoren der Swiss Expo arbeiten eng mit dem Kantonstierarzt und dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zusammen. Diese Zusammenarbeitet verläuft sehr gut und es gibt keine Schwierigkeiten in Bezug auf das Tierwohl. Werden die Tiere gut behandelt, gibt es diesbezüglich keine Probleme.

Wie wirkt sich die Ausstellung auf das Niveau und die Qualität der Schweizer Viehzucht aus?

Züchter mit guten Herden nehmen nicht zwingend an den Wettbewerben teil, hingegen zeigen sie grosses Interesse an den Tierpräsentationen. Dies zeigt die Bedeutung und das Interesse der ganzen Branche an einer solchen Ausstellung. Die Swiss Expo will auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs mit Berufsleuten aus der ganzen Welt sein. Aber auch die Anwesenheit von Anlagen- und Maschinenlieferanten aus der Nähe fördert die Kontakte und bietet die Möglichkeit, sich auch in diesem Bereich zu informieren.

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