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Pflanzenbau

Die Füsse im Wasser

Das Maisjahr 2021 ist geprägt von Nässe. Durch den Hagel im Juni mussten Flächen teils nachgesät oder komplett neu gesät werden. Dies wird dazu führen, dass die Silomaisernte diesen Herbst deutlich später erfolgen wird als üblich. Folgende Tipps können dabei eine Entscheidungshilfe sein.

Staunässe führt zu einer reduzierten Wurzelleistung und somit zu verringerter Nährstoffaufnahme.

Staunässe führt zu einer reduzierten Wurzelleistung und somit zu verringerter Nährstoffaufnahme.

(UFA-Samen)

Publiziert am

Aktualisiert am

Praktikantin/ UFA-Samen

Beraterin UFA-Samen

Die Maissaison 2021 ist gezeichnet von einer späten Aussaat, von intensiven Frostnächten im April und von sehr viel Regen und heftigen Hagelzügen im Sommer. Das führte dazu, dass viele Maisparzellen, zum Teil noch sehr spät, nachgesät oder ein zweites Mal ausgesät werden mussten. Maisbestände, die in einem frühen Stadium vom Hagel getroffen wurden, haben eine verzögerte Entwicklung. Dieses Jahr muss mehr auf Krankheiten geachtet werden, da Hagelschäden an den Pflanzen, hauptsächlich für Maisbeulenbrand und Fusarien, ein offenes Tor darstellen. Damit der Mais reif wird, braucht er eine bestimmte Temperatursumme. Diese wird dieses Jahr später erreicht sein als üblich. Entsprechend wird die Ernte später starten als in den Vorjahren. Der optimale TS-Gehalt von Silomais sollte bei der Ernte bei 32 bis 35 Prozent liegen.

UFA-Samen empfiehlt dringend, die Maisernte lieber in den Oktober zu verschieben, als mit einem zu tiefen TS-Gehalt zu silieren. An guten Tagen kann der Mais auch im Oktober noch abreifen. Das heisst, der TS-Gehalt nimmt mit fortschreitender Abreife der Restpflanze weiter zu und reduziert das Problem von Sickersaft. Zudem gilt: Je besser die Befahrbarkeit der Böden, desto mehr lohnt es sich, abzuwarten.

Ernte im richtigen Stadium

UFA-Samen bietet eine Tabelle an, die dabei hilft, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte zu bestimmen.

Dabei werden drei Punkte beurteilt. Als erstes wird der Kolbenanteil im Verhältnis zur Gesamtpflanze eingeschätzt. Im Normalfall beträgt dieser 50 Prozent. Der zweite Schritt besteht darin, den TS-Gehalt der Stängel und Blätter zu bestimmen. Dabei wird der Stängel ausgedreht, um zu sehen, ob noch Saft fliesst. Der letzte Schritt ist die Reifebestimmung des Maiskorns. Dieses darf beim Nageltest nicht mehr spritzen und muss teilweise fest sein. 

Weitere Infos sind beim Aussendienst von UFA-Samen erhältlich.

Tipps für eine späte Silomaisernte

• Umgehende Ernte einplanen, wenn ein Bodenfrost droht.

• Risiko von Pilzkrankheiten und Beulenbrand im Auge haben und mit einem Siliermittel reagieren.

• Die Verdichtung im Silo bestmöglich maximieren.

• Je höher das Risiko bezüglich Befahrbarkeit des Bodens, desto früher sollte die Ernte geplant werden.

• Häcksellänge anpassen: je feuchter, desto länger.

• Ist der TS-Gehalt tiefer als 28 % und der Mais muss geerntet werden, muss der Schnitt um 20 – 30 cm erhöht werden.

• Bei sehr grünen und saftigen Maisbeständen kann der Zuckergehalt in der Restpflanze und der Mais silage noch relativ hoch sein. Verstärktes Hefewachstum und schnellere Nacherwärmung können die Folge sein.

• Mit dem Maisreife-Rechner von Agroscope kann sehr schnell die Temperatursumme ermittelt werden. www.agroscope.ch  Suche «Silomaisreife»

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