phytonews03-23

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Dies ist vor allem für Betriebe mit Zuckerrüben und Gemüse interessant, da bei diesen Kulturen meist keine Wirkstoffe zugelassen sind oder keine Bekämpfung möglich ist. Die wichtigsten Unkräuter und Ungräser im Getreide sind: Klebern, Vogelmiere, Taubnesseln, Ehrenpreis, Rispengräser und natürlich der Ackerfuchsschwanz, der sich stetig ausbreitet. Dieser ist weniger gut bekämpfbar, da er meist zu spät behandelt wird. Aber nicht weniger zu vernachlässigen sind Trespen, die meist vom Feldrand versamen. Die Biodiversität hat einen immer grösseren Stellenwert in den Fruchtfolgen der Landwirtschaft, dabei werden vermehrt Rotations- und Buntbrachen angelegt. Neben dem Nutzen birgt es Risiken für die Feldhygiene. Kornblumen, Wilde Möhre, Wilde Karde oder sogar der Mohn können zum Unkraut werden. Einige Herbizide wirken nicht auf diese Arten. Meist gedeihen sie zu einem späteren Zeitpunkt und werden deshalb nicht vom Herbizid abgedeckt. Eine Nachbehandlung ist deshalb empfehlenswert. Versamte Brachestreifen sieht man nach Jahren noch im Feld. Meist können Korrekturbehandlungen mit Verkürzungs- und Fungizidbehandlungen kombiniert werden. Ein Zusatz von Flüssigdüngern oder Mikronährstoffen ist kein Problem, diese unterstützen die Pflanzen in Stresssituationen wie nach Herbizidbehandlungen oder negativen Witterungseinflüssen.

Expertentipp

Wann ist der ideale Zeitpunkt für die
Herbizidapplikation?

Für den Herbizideinsatz sollte es tagsüber mindestens 8 °C warm sein und keine Nachtfröste zu erwarten sein. Wird das Herbizid zusammen mit der Verkürzung appliziert, muss auf das richtige Stadium geachtet werden (ideal Ende Bestockung / Beginn Schossen).

Was tun bei Problemen mit Klebern? 

Mit der aufgelisteten Mischung Ally Power werden die Klebern sehr gut abgedeckt. Spätkeimende Klebern können bis zum 2-Knoten-Stadium, spätestens Fahnenblatt, noch mit Starane Max nachbehandelt werden. Ziel ist es, nach dem Dreschen trockenes Stroh ohne viel Grünanteil zu haben. 

Werden Buntbrachen zum Problem? 

Sie sind gut für die Biodiversität und schön anzusehen. Aber man muss aufpassen. Viele Wirkstoffe haben nur eine mässige Wirkung gegen Bestandteile der Brachenmischungen. Darum ist es wichtig, die Wirkstoffe abzuwechseln. Neue Herbizide, wie Cerelex, sind da ein wichtiger Teil der Strategie.

Wie kann ich meine Feldhygiene noch weiter verbessern?

Die Getreideherbizidmischungen gezielt auswählen, Stoppelbehandlungen durchführen, Feldränder mulchen und auf eine gute Bodenbedeckung achten. Lichteinbrüche auf den Boden fördern die Unkrautkeimung. So kann sich eine Spätverunkrautung ungehindert ausbreiten.

Cyrill Rennhard, Product Manager bei Stähler Suisse SA

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