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Pflanzenbau

Die Produktion des Grundfutters absichern

Mit einer an den Standort angepassten Mischung kann die Produktion von Zwischenfutter leere Futterlager auffüllen. Zu beachten sind eine fachgerechte Bodenbearbeitung sowie die richtige Saattechnik.

UFA Lolinca

In der Mischung UFA Lolinca sind Inkarnatklee, Rotklee, Westerwoldisches Raigras und Italienisches Raigras enthalten. 

(UFA-Samen)

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Produktmanager Futterbau, UFA-Samen

UFA-Samen

Nach dem heissen und trockenen Sommer 2018 sind die Futterlager auf vielen Höfen leer. Nun gilt es, Futterreserven aufzubauen. Dabei spielen Mischungen zur Zwischenfutterproduktion eine wichtige Rolle, um in der Futterkrippe genügend Grundfutter zu haben.

Vorteile von Mischungen

Mischungen liefern stabilere und höhere Erträge als Reinsaaten. Klee- Gras-Mischungen bringen in der Kombination den höheren Gesamtertrag. Die Hausmischungen Regina Gold, Lolinca, Ensil, Weluz und Siloball von UFA-Samen enthalten die aktuellen Spitzensorten der verschiedenen Leguminosen: Alexandrinerklee, Perserklee, Inkarnatklee oder auch Rotklee, Weissklee sowie Luzerne (siehe Tabelle). Diese Mischungen sichern den Ertrag und beeinflussen die Qualität und Quantität des Futters positiv.

Reinsaaten stellen sehr hohe Anforderungen an den Anbau und die Konservierung. Luzerne hat nur einen geringen Anteil an Zucker, liefert aber viel Rohfaser, Eiweiss und Struktur für die Fütterung. Jedoch ist die Futterkonservierung schwieriger. Raigräser hingegen haben hohe Zuckergehalte, was die Konservierung als Silofutter im Vergleich zur Luzerne wesentlich einfacher gestaltet.

Leguminosen als Reinsaaten haben keine dichte Grasnarbe, was bei nicht optimalen Erntebedingungen schnell zu einer starken Futterverschmutzung führt. Diese wirkt sich negativ auf die Qualität, den Futterverzehr, die Silierbarkeit und die Silagestabilität aus.

Was beachten bei der Mischungswahl?

Kriterien für die Wahl der geeigneten Mischung sind der Standort, die Verwendung (Weidenutzung, Eingrasen, Silage), Nutzungsdauer und der Saatzeitpunkt.

Die Fruchtfolge ist ein entscheidender Faktor, der bei der Wahl der Mischung zu beachten ist. Der Durchwuchs von Raigräsern in der Folgekultur oder eine potentielle Übertragung von Rübenkopfählchen sind ebenso ein Problem, wie ein potentieller Stickstoffüberschuss für die Nachkultur (bei Sonnenblumen zu beachten).

UFA Ensil besitzt eine grosse Artenvielfalt, was sie zu einer anpassungsfähigen, flexiblen und ertragssicheren Mischung für den Zwischenfutterbau macht. Sie kann auch problemlos ein bis zwei Hauptnutzungsjahre geerntet werden und liefert auf tiefgründigen Böden hohe, energiereiche Erträge mit einer guten Struktur.

Regina Gold mit geimpfter Luzerne liefert bei Trockenheit dank der Luzerne sehr hohe Erträge. Diese Mischung bietet mit dem Raigras-Anteil ideales Qualitätsfutter zum Silieren. Falls sich der Betriebsleiter unschlüssig ist, ob die Mischung beweidet oder als Gründüngung wachsen soll, dann ist die Mischung UFA Trias gefragt. Grundsätzlich zeigt diese Mischung ihre Vorteile als Gründüngung, kann aber auch sehr gut als Weide genutzt werden. Der Sandhafer bringt die nötige Struktur ins Futter, während der Alexandrinerklee für die Schmackhaftigkeit sorgt. Somit ist die Mischung ideal zum Beispiel als Herbstweide für Rinder.

Nicht streuen, sondern säen

Für den Zwischenfutteranbau muss der Bodenbearbeitung sowie der Vorbereitung des Saatbeetes höchste Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das Saatbeet soll eben und abgesetzt sein, mit dem nötigen Anteil an Feinerde. Bei nassen Bodenbedingungen muss mit dem Säen gewartet werden. Langjährige Versuche mit gestaffelten Saatzeitterminen, die am Strickhof in Zusammenarbeit mit UFA-Samen stattfanden, zeigten immer wieder, dass (zu) früh gesätes Zwischenfutter ein höheres Unkrautvorkommen (wie z.B. Hirse, Amarant, Knöterich, usw.) aufwiesen.

Wichtig ist, dass auch Zwischenfutter gesät wird. Mit der Sämaschine sollte der feine Samen in den Boden gebracht werden. Wenn die wertvollen kleinen Samen durch Streuen nur auf der Bodenoberfläche liegen, sind die Keimung und das Auflaufen extrem verzögert oder werden im schlimmsten Fall komplett verhindert. Eine zu flache Saat ist den Witterungsbedingungen viel stärker ausgesetzt, was dazu führt, dass die Grassamen bereits sehr früh verdorren können. Eine flache Saat fördert die Leguminosen. Die ideale Saattiefe von Mischungen beträgt zirka einen Zentimeter.

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Die Mischung UFA Regina Gold eignet sich für trockene Standorte. 

(UFA-Samen)

Sobald die Vorkultur geerntet ist, sollte eine flache Bodenbearbeitung erfolgen, um das Auflaufen des Ausfallgetreides oder des Ausfallraps zu fördern. Wenn früh gesät werden kann (erste Hälfte August), eignen sich besonders Mischungen mit Alexandrinerklee, Perserklee, Rotklee, Mattenklee und Luzerne. Klappt eine Aussaat erst Ende September, dann eignet sich die Mischung UFA Wintergrün. Für Saaten im Oktober kommen Grünschnittroggen oder Chinakohlrübsen in Frage.

Düngung

Auch Zwischenfutter braucht Nährstoffe. Wenn auf dem Betrieb Hofdünger vorhanden ist, kann vor der Saat eine Güllegabe ausgebracht werden. Wird Mineraldünger eingesetzt, sollten im Minimum 30 Einheiten Stickstoff zur Saat gestreut werden. Die Düngung fördert die Verrottung der Ernterückstände und begünstigt die Etablierung der neu gesäten Futterpflanzen. 

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