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Pflanzenbau

Ein Plus in der Futterproduktion

Für die ausreichende betriebliche Grundfutterversorgung können Zwischenfutterkulturen eine wichtige Rolle spielen. Es lohnt sich, die Mischung genau an den Standort und an das vorherrschende Klima anzupassen. Unabhängig ob klee- oder grasbetont, angepasste Mischungen bringen deutlich Mehrerträge.

UFA Trias ist eine neue Mischung auf der Basis von Sandhafer.

UFA Trias ist eine neue Mischung auf der Basis von Sandhafer.

(Hanspeter Hug)

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Beraterin UFA-Samen

Zwischensaaten eignen sich zur Auffüllung von Futtervorräten. Bei der Wahl der geeigneten Saatmischung sollten einige Überlegungen angestellt werden. Der wichtigste Punkt ist die Fruchtfolge der Hauptkulturen. Je nach Hauptfrüchten dürfen nicht alle Zwischenkulturen angebaut werden. Auch die Tiere, die das Zwischenfutter verwerten sollen, müssen in die Planung miteinbezogen werden. Ausserdem muss man sich die Fragen stellen, wie die zusätzliche Ernte im Herbst sichergestellt werden kann und wie diese verwendet werden soll.

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Die Futterbaumischung UFA 106 besteht aus Raigras ,Alexandrinerklee und Perserklee.

(Hanspeter Hug)

Sind diese Punkte alle abgeklärt, steht die Wahl der richtigen Saatgutmischung an. Die Mischungen werden in zwei Kategorien unterteilt: einjährige, abfrierende Zwischenkulturen sowie winterharte Kulturen, die sogar zwei- oder mehrjährig sein können. Daneben unterscheidet man zwischen Saatmischungen auf Basis von Raigras, Raigras mit Klee und Mischungen auf Basis von Grünschnitthafer (Wick-Hafer-(Erbsen-) Gemenge). Bei schwierigem Herbstfutterbauwetter bringen Gemenge den sichersten Ertrag. Vor allem bei Frühsaaten, wo noch hohe Temperaturen, Trockenheit oder Fritfliegen zu erwarten sind, bringen sie Vorteile gegenüber normalen nicht überwinternden Klee-Grasmischungen.

Gras- oder Getreidemischungen

Das Westerwoldisches Raigras ist das Raigras, das sich von allen Grasarten am schnellsten entwickelt. Der Vorteil von diesem Typ ist, dass eine rasche Bodenbedeckung erfolgt. Westerwoldisches Raigras entwickelt bereits Ähren bis zum ersten Schnitt im Saatjahr. Die Persistenz der Pflanze ist abhängig von der Sorte, vom Saatzeitpunkt und von der Höhenlage. Die positiven Eigenschaften von Raigras können besonders gut genutzt werden, wenn es als Mischung mit Alexandriner- und Perserklee oder Luzerne eingesetzt wird. In Bio-Betrieben muss darauf geachtet werden, dass es beim Raigras zu keiner Samenbildung kommt, um ein Absamen zu vermeiden. Gleiches gilt für das Italienische Raigras.

Italienisches Raigras wird gerne gefressen und ist sehr gut verdaulich. Das höchste Potenzial des Futterertrags kommt beim ersten Aufwuchs nach der ersten Überwinterung zum Tragen. Italienisches Raigras eignet sich besonders gut zum Silieren oder zur Frischfütterung. Es hat einen ausgezeichneten Nährwertgehalt; vor allem beim ersten Schnitt, während die Folgeaufwüchse schwächer sind. Allerdings sind Raigräser Stickstoffliebhaber und können in niederschlagsarmen Regionen unter Wassermangel leiden. Für die Folgekulturen gilt es, verschiedene Kriterien zu beachten. Bei Frühlingssaaten ist Raigras nicht besonders gut als Vorfrucht geeignet, da es den Boden austrocknet, wodurch sich dessen Bearbeitung erschwert und sich Schollen bilden.

Im Vergleich zu Raigras bietet Grünschnitthafer durch seine groben Samen mehr Sicherheit als Vorfrucht bei Sommeraussaaten. Frisch verfüttert wird Grünschnitthafer von den Tieren gut verwertet. Grünschnitthafer kann im Herbst 60 bis 80 Tage nach der Aussaat geschnitten werden. Dadurch können Mist und Gülle ohne grossen Zeitdruck vor den Frühjahrkulturen ausgebracht werden.

Für Standorte, an welchen die von Trockenheit geprägten Jahre den Zwischenfrüchten mit Raigras zusetzen, ist es ratsam, alternativ Mischungen mit Grünschnitthafer in Betracht zu ziehen.

Leguminosen

Alexandriner- und Perserklee werden aufgrund des unkomplizierten Anbaus und ihrer guten Produktivität verwendet. Perserklee ist wasserreich und weist einen hohen Energieund Proteingehalt auf. Alexandrinerklee hingegen ist ballaststoffreicher. Findet keine Futterumstellung statt, können diese Kleesorten bei Tieren, die von der Alp zurückkehren, zu Blähungen führen. Zur Risikosenkung bietet Inkarnatklee eine gute winterharte Alternative, die jedoch weniger Ertrag bringt. Inkarnatklee ist zum Beispiel in der Saatmischung UFA Lolinca enthalten.

Futtererbsen und Sommerwicken binden durch Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft. Dadurch sind sie in der Lage, im Herbst eine erhebliche Menge an Biomasse zu bilden. Beide Leguminosen sind sehr wasser- und proteinreich, was die Silagebereitung erschwert.

Aussaat

Wichtig ist die Vorbereitung eines geeigneten Saatbetts ohne zu viele grobe Schollen und Ernterückstände von Kulturen. Insbesondere ist auf ein abgesetztes Saatbett zu achten. Eine sorgfältige Aussaat wird wie bei allen Mischungen mit höheren Erträgen belohnt. Die Aussaat kann unmittelbar nach der Ernte erfolgen, wobei nicht zu trockene Bedingungen herrschen sollten. Gute Ergebnisse werden erzielt, wenn die Körner in Drillsaat in einer Tiefe von ein bis zwei Zentimeter abgelegt und nicht an der Oberfläche ausgebracht werden.

Düngung

Hofdünger werden vor der Aussaat ausgebracht. Stickstoff zur Saat fördert die Jugendentwicklung. Darum sollten alle Saaten bereits bei der Bodenvorbereitung mit mindestens 30 kg reinem N versorgt werden.

Verwendung von Zwischensaatfutterbaumischungen

Zwischenfutterbau kann vor allem als Silage oder Grünfutter verwendet werden. Die Bereitung von Dürrfutter ist schwierig. Auch dichte, trittfeste Weidebestände sind nicht einfach anzulegen.

Sandhafer mit Klee und Sommerwicke

Die Mischung UFA Trias gehört zu den neusten UFA-Mischungen für Gründüngung, die im Notfall auch als qualitativ eingeschränktes Futter genutzt werden kann. Die Bodenbedeckung erfolgt rasch und die Produktion von Biomasse ist beträchtlich.

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