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Betriebsführung

Verdient an teuren Stromsparlampen vor allem der Handel?

Genügend Licht im Stall kostet eine Menge Geld.  Da der Strompreis kaum sinken wird, lohnt es sich, beim Thema Stallbeleuchtung zu rechnen.

Das Lichtspektrum der hier verwendeten LED-Technologie entspricht nahezu dem natürlichen Sonnenlicht.

Das Lichtspektrum der hier verwendeten LED-Technologie entspricht nahezu dem natürlichen Sonnenlicht.

(Bild: Grüter Handels AG)

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Damit die Milchleistung stimmt, braucht die Herde einen klaren Tages- und Nachtrhythmus. In der dunklen Jahreszeit brennt im Stall deshalb länger Licht. Nur wegen der gestiegenen Strompreise eine bestehende Beleuchtung herunterzureissen und durch stromsparende LEDs zu ersetzen, erscheint einem bei den hohen Anschaffungskosten aber dann doch etwas fragwürdig.

LEDs verbrauchen 60 Prozent weniger Strom

Um herauszufinden, ob sich ein Umrüsten nachträglich doch lohnt, nahm Lichtberater Ueli Baumgartner von der Grüter Handels AG in Buttisholz Papier und Bleistift zur Hand. Als Berechnungsgrundlage diente ein Stall, in dem 12 Gasdampflampen à 250 Watt eine Lichtmenge von rund 230 000 Lumen liefern. «Ersetzt man die Leuchtkörper durch 24 LED-Strahler mit einer Leistungsaufnahme von je 50 Watt, verbrauchen diese 60 Prozent weniger Strom, wobei es im Stall sogar etwas heller wird», sagt der Lichtprofi. Kostenpunkt: rund 5000 Franken.

«Wenn ein Betrieb die LEDs erneut ersetzen muss, hätte er die Gasdampflampen schon mehrmals ausgewechselt.»

Ueli Baumgartner, Grüter Handels AG

Brennt das Licht übers Jahr gesehen durchschnittlich sechs Stunden pro Tag, spart man bei einem Preis von 27 Rappen pro kWh rund 1064 Franken jährlich. Gemäss Baumgartner amortisieren sich die LED-Leuchten je nach Ausführung bereits nach drei bis vier Jahren: «Wenn ein Betrieb die LEDs erneut ersetzen muss, hätte er die Gasdampflampen schon mehrmals ausgewechselt. Diese Unterhaltskosten entfallen.» Um das Sparpotenzial im Einzelfall zu klären, rät Baumgartner, einen Berater oder eine Beraterin hinzuzuziehen. Da der Strompreis kaum sinken wird, könne eine individuelle Abklärung sicherlich nicht falsch sein.

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