Das von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben selbst produzierte Futter ist wegen des Dürresommers knapp. fenaco GOF hat auf die erhöhte Nachfrage nach Futtermitteln reagiert und neue Beschaffungsquellen erschlossen. Insgesamt wickelt fenaco GOF laut José Dorthe, designierter Leiter fenaco GOF, pro Woche gut 80 Lkw-Ladungen zusätzlich ab, um die gestiegene Nachfrage zu decken. Die Menge an Heu und Emd hat sich im August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum knapp versiebenfacht. Vergleichbar stark gestiegen ist das Beschaffungsvolumen von Luzernewürfeln. Für Luzerneballen hat fenaco GOF beispielsweise die Zusammenarbeit mit einem Lieferanten in Rumänien aufgenommen.
José Dorthe, designierter Leiter fenaco GOF
«Um die gestiegene Nachfrage nach Raufutter zu decken, stellen wir pro Woche mehr als 80 Lkw-Ladungen zusätzlich bereit.» |
Grundsätzlich führt die Trockenheit dazu, dass auf Beschaffungsquellen aus weiter entfernten, internationalen Regionen zurückgegriffen werden muss. Transportwege sind länger und die Logistik über Wasserwege zusätzlich anspruchsvoll, weil die Pegelstände von Rhein und Donau sehr tief sind. Lieferfristen sind entsprechend länger. Weil Rohwaren in ganz Europa knapp sind, zeigen die Preise eine steigende Tendenz.
Gemäss fenaco GOF kommt es teilweise zu Einschränkungen der Produktepalette, was eine Anpassung der Futterrationen nötig machen kann. Die Futtermittelherstellerin UFA bietet darum etwa Raufutterersatzwürfel an, die zu Heu und anderen schwer verdaulichen Rationen passen.
Neuorganisation per 2027
Angesichts der aktuellen und künftigen Herausforderungen führt fenaco GOF das Schweizer und das Auslandsgeschäft organisatorisch zusammen und bündelt ihre Aktivitäten in den drei Bereichen Handel, Operations und Finanzen/ICT. Im Zuge der Neuorganisation per 2027 reduziert fenaco GOF ihr Standortnetz von elf auf sieben Standorte. «Unser genossenschaftlicher Auftrag ist es, die Warenverfügbarkeit verlässlich sicherzustellen. Mit der neuen Organisation bleibt fenaco GOF auch bei zunehmend volatilen Märkten ein leistungsstarker Handelspartner für die Schweizer Landwirtschaft», sagt José Dorthe.







