Nutztiere

Die Wichtigkeit von Mais im GMF

Das GMF-Programm steht für eine standortangepasste, effiziente Nutzung von Wiesen- und Weidefutter für die Milch- und Fleischproduktion. Der Standortvorteil «Grasland Schweiz» soll hier genutzt werden. Die anderen Grundfutter, wie zum Beispiel der Mais sind unter gewissen Voraussetzungen für die Grundration erlaubt.

Maisballenproduktion bei der Firma Baltensperger in Brütten.

Maisballenproduktion bei der Firma Baltensperger in Brütten.

(fenaco Raufutter)

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fenaco GOF Raufutter

fenaco GOF

Die graslandbasierte Milchund Fleischproduktion (GMF) setzt voraus, dass die Jahresration aller auf dem Betrieb gehaltener raufutterverzehrenden Nutztiere mindestens zu 90 Prozent aus Grundfutter (Trockensubstanz) besteht.

Der Grasanteil in den Tal- und Hügelzonen muss mindestens 75 Prozent und in den Bergzonen 1 bis 4 mindestens 85 Prozent betragen. Die Differenz ist aufgeteilt auf ein Maximum von zehn Prozent Kraftfutter und auf die übrigen Grundfutter (Tabelle). Alle Futtermittel, welche nicht gemäss der Direktzahlungsverordnung (Anhang 5, Art 71, Abs. 1.1.1 und Abs. 1.1.2) als Grundfutter deklariert sind, gehören automatisch in den Kraftfutteranteil. Zu beachten ist, dass Mischfutter mit einem Grundfutteranteil von mindestens 20 Prozent (z. B. UFA 250 Speciflor, UFA 256 Fibralor sowie UFA 280-1 Speciflor Bio und UFA 280 Fibralor Bio) in der Futtermittelbilanz angerechnet werden können.

Limite beim Mais

Unter diesen Umständen fällt auf, dass der Einsatz der übrigen Grundfutter, wie zum Beispiel Maisprodukte, limitiert ist. Neben den Wiesenund Weidefuttern können in den Tal- und Hügelzonen bis zu 25 Prozent und in den Bergzonen bis zu 15 Prozent übrige Grundfutter eingesetzt werden. Wenn man den Kraftfutteranteil einrechnet, bleiben nur 15 Prozent respektive fünf Prozent für die übrigen Grundfutter. Die Maisprodukte können als übriges Grundfutter angesehen werden (z. B. Vollmaispflanzen) oder als Kraftfutter (Maiskolbenschrot, CCM und Körnermais). Der Mais ist eines der Hauptfuttermittel in der Rindviehmast. Die Versorgung der Tiere mit Energie, vor allem am Ende der Mast, ist eine grosse Herausforderung für die Landwirte. Aus diesem Grund ist CCM nur in der Rindviehmast als Grundfutter zugelassen, da sonst keine anderen Futtermittel mit einer solch hohen Konzentration an Energie zu finden sind. Mit der zunehmenden Leistungssteigerung ist es schwierig, sich eine komplette Fütterung einer Milchkuh ohne Mais vorzustellen. Seine konzentrierte Energie und die pansenstabile Stärke sind einige seiner Vorteile. Ausserdem sind Maisprodukte ideal dazu geeignet, Rationen, die reich an Protein und Struktur sind, zu ergänzen. In der Mutterkuhhaltung bietet der Mais gewisse Vorteile in der Ergänzung von grasbetonten Rationen. Mit seinem erhöhten Energiegehalt, darf er hier nur in limitierter Menge verfüttert werden. Für die Kälbermast bieten Maisprodukte aber eine Möglichkeit, eine gute Mastleistung zu teinüberschuss kann damit einfach erreichen. Auch ein allfälliger Prokompensiert werden. 

Maishäckselanlieferung in der Trocknungsanlage Bätterkinden. Dieser wird zu hochwertigen Trockenprodukten verarbeitet.

Maishäckselanlieferung in der Trocknungsanlage Bätterkinden. Dieser wird zu hochwertigen Trockenprodukten verarbeitet. 

(fenaco Raufutter)
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Mais Kampagne 2018

Der Mais konnte mehrheitlich zu einem normalen Zeitpunkt gesät werden. Die Pflanzen standen zirka Anfangs Juni in den Fahnen was als recht früh bezeichnet werden kann. Durch bereits milde Temperaturen im April und überdurchschnittlich hohe Temperaturen im Mai bis Juli ist es der Maiskultur in der Schweiz ganz unterschiedlich ergangen. Wo in der Westschweiz, im Mittelland und in der Zentralschweiz gelegentliche Niederschläge beobachtet werden konnten, haben die Pflanzen im Aargau und in grossen Teilen der Ostschweiz an Wassermangel gelitten. Früher als normal geerntete Maispflanzen kommen nicht als Handelsware auf den Markt. Dementsprechend werden die Mengen in den trockenen Gebieten geringer ausfallen. Spät gesäter Mais blieb relativ kurz und bildete fast keine Kolben aus. Daher wird es in der Ernte 2018 voraussichtlich deutlich geringere Mengen an Körnermais, CCM oder Maiskolbenschrot geben.

Interessante Lieferzeit beachten

Die Lager der überdurchschnittlich grossen Ernte 2017 sind abgeräumt. Es konnte das ganze Jahr hindurch Schweizer Qualitätsware angeboten werden. Die Ernte 2018 startete viel früher als gewohnt, bereits im August! Ab diesem Zeitpunkt sind die Hersteller von Trocken- und Silageprodukten darauf angewiesen, dass aufgrund meistens knapper Lagerkapazität ein Grossteil der Maisprodukte einen Abnehmer finden. Die Preise für Maisprodukte sind daher in den Monaten mit Bezug direkt ab Produktion (August-September) am interessantesten. Später können die anfallenden Lagerkosten die Produkte verteuern. Durch frühes Bestellen sind Lieferungen in Schweizer Qualität möglich.


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