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Nutztiere

Das Immunsystem – je stärker, desto besser

Die ersten Monate der Kälberaufzucht stellen Kälber und Betriebe vor diverse Herausforderungen. Nebst der Fütterung müssen auch die Haltung und die Hygiene im Kälberstall optimal sein, damit das Wachstum und die Entwicklung der Kälber nicht eingeschränkt werden. Besondere Beachtung muss einem starken Immunsystem geschenkt werden. Pflanzliche Zusatzstoffe können hierbei hilfreich sein.

Publiziert am

Rindviehspezialist im UFA-Beratungsdienst

Mitarbeiter Marketing, UFA AG

Um Erkrankungen im jungen Alter vorzubeugen, gilt es, nebst genügend Kolostrum in den ersten zwei bis vier Lebensstunden auch den Ort der Abkalbung sauber zu halten. Abkalbebuchten bieten krankmachenden Erregern oft ideale Lebensbedingungen. In der Abkalbebucht kommt neben dem im Stall üblichen Mist auch noch Flüssigkeit der Geburt, Nachgeburt und Blut hinzu. All dies ist ein grandioser Nährboden für Keime. Je hygienischer die Abkalbebucht, desto geringer ist die Gefahr, dass Kälber bereits in den ersten Lebenstagen erkranken.

Immunsystem über alles

Das Immunsystem von Kälbern ist der entscheidende Faktor für eine langanhaltend gute Kälbergesundheit und ein optimales Wachstum. Stresssituationen schwächen das Immunsystem, da die Immunreaktion verlangsamt wird. Deshalb ist auch eine Impfung bei gestressten Tieren nur bedingt sinnvoll, da die Immunreaktion nur ungenügend erfolgt. Stress ist per Definition eine durch äussere Reize ausgelöste körperliche Reaktion, die zur Bewältigung besonderer Herausforderungen befähigt. Anders gesagt, wird durch Stress der Organismus in Alarmbereitschaft gesetzt. Dabei «vergisst» das Immunsystem die Reaktion auf krankmachende Keime. Dies kann ebenfalls zu entzündlichen Reaktionen führen, was die Ausbreitung von Lungenentzündungen oder Durchfall vereinfacht. Deshalb ist es wichtig, den Kälbern eine möglichst stressfreie Umgebung zu bieten und mögliche Stressfaktoren zu verteilen.

Spezialität für Bio-Kälber

Um das Immunsystem von Kälbern im Bio-Betrieb zu stärken, eignet sich die Kälberspezialität UFA top-natur. Das Wirkstoffkonzentrat zu Vollmilch während der Tränkephase enthält hochverfügbare Energie, verbessert die Lungen ventilation und die Darmgesundheit und hat eine fiebersenkende Wirkung.

Stress aufteilen

Die wichtigsten Stressfaktoren in der Kälberhaltung sind das Absetzen und alle anderen Fütterungsumstellungen, das Umstallen, zum Beispiel in ein anderes Gebäude oder in die Gruppenhaltung, oder Krankheiten wie Durchfall oder Lungenentzündung. Diese Stressfaktoren dürfen keinesfalls miteinander gekoppelt werden. Das heisst, dass das Umstallen und ein Futterwechsel nicht gleichzeitig mit dem Absetzen erfolgen darf.

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Besonders zum Jahreszeitwechsel ist ein starkes Immunsystem wichtig.

(Bild: Jonas Salzmann)

Pflanzliche Inhaltsstoffe helfen

Der gezielte Einsatz von pflanzlichen Zusatzstoffen kann das Immunsystem unterstützen. Die Wirkungsmechanismen sind dabei sehr vielfältig. Meistens sind die enthaltenen Alkaloide und Antioxidantien die entscheidenden Faktoren. Oxidativer Stress, der immer durch Stress ausgelöst wird, schädigt aufgrund der freien Radikale die Zellen. Das führt unter anderem dazu, dass die Darmschleimhaut durchlässiger wird und krankmachende Keime im Darm einfacher in den Blutkreislauf übertreten. Natürliche Antioxidantien, wie sie in Pflanzen vorkommen, schützen die Zellen vor Schäden und stärken damit auch das Immunsystem. Alkaloide haben sowohl eine entzündungshemmende als auch eine antibakterielle Wirkung. Wird eine Entzündung erfolgreich vermindert oder gehemmt, kann das Immunsystem schneller auf andere Erreger reagieren. Zudem verbrauchen Entzündungen aufgrund des erhöhten Stresslevels beim Kalb viel Energie. Je tiefer der Entzündungsdruck ist, desto mehr Energie steht dem Tier zur Verfügung. 

Futter gegen Stress und Krankheitsdruck

Die enthaltenen pflanzlichen Zusatzstoffe im Futter UFA 220 ProRumin helfen, Stresssituationen besser zu bewältigen, damit Folgekrankheiten sich nicht ausbreiten. Sie wirken:

  • fiebersenkend entzündungshemmend
  • antibakteriell weniger Infektionen
  • schleimlösend bessere Lungenventilation
  • stimulieren das Immunsystem schnellere Immunreaktion

Einsatz bei Kälbern (Milchvieh und Mast)

  • Während und nach dem Absetzen
  • Bei Gruppen- oder Stallwechsel
  • Zur Stärkung des Immunsystems in heiklen Phasen wie bei Lungenentzündungen und Durchfall

Einsatz bei Rindern und Mastmuni

  • Während heiklen Phasen wie Grippewellen, vermehrtem Auftreten von Lungenentzündungen
  • Bei Gruppen- oder Stallwechsel
  • Vor Fütterungsumstellungen

Einsatz bei Milchkühen

  • Bei Grippewellen mit 4 kg pro Kuh und Tag beginnen. Danach während zweier Wochen langsam reduzieren.

Anwendung

vorbeugend

als Kur bei Immunschwäche

Lebendgewicht

20–30 Tage
kg/Tier/Tag

7–10 Tage
kg/Tier/Tag

50 kg

0,30

0,30

100 kg

0,60

0,60

200 kg

1,10

1,10

300 kg

1,30

1,70

400 kg

1,70

2,30

500 kg

1,80

2,90

600 kg

2,10

3,40

700 kg

2,50

4,00

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