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Pflanzenbau

Die Luzerne adelt die Mischung

Die klimatischen Veränderungen sind allgegenwärtig. Um diese neuen Risiken im Futterbau so gut als möglich abzufedern, ist es wichtig, den Standort und die Pflanzenbedürfnisse zu kennen und diesen Gegebenheiten anzupassen. Ein so angepasster Pflanzenbestand bringt noch immer den höchsten Ertrag.

Bei einer längeren Nutzungsdauer (dreijährig) ist eine Strategie von drei bis vier Schnitten pro Jahr üblich. 

Bei einer längeren Nutzungsdauer (dreijährig) ist eine Strategie von drei bis vier Schnitten pro Jahr üblich. 

(UFA-Samen)

Publiziert am

Produktmanager Futterbau, UFA-Samen

Durch den hohen Eiweissgehalt von bis zu 20 Prozent eignet sich Luzerne für den eiweissbetonten Futterbau. Kalkhaltige, tiefgründige, warme Böden mit einer guten Versorgung von Phosphor und Kali werden von der Luzerne bevorzugt. Auf Betrieben, auf denen viel Hofdünger anfällt, muss die Düngungsstrategie auf die Luzerne in der Mischung abgestimmt sein. Wichtig ist beim Hofdünger, darauf zu achten, dass die Luzerne gut nachgeschossen hat. Im Ansaatjahr sollte keine Gülle verabreicht werden.

Pflegen und das Protein maximieren

Mit der Saat einer Luzerne-Gras-Mischung werden stabilere und meist auch höhere Erträge erzielt, es entstehen eine dichte Grasnarbe, weniger Verunkrautung und Schmutzeintrag ins Futter und weniger Bröckelverluste bei der Trocknung. Spätestens ab dem dritten Schnitt können auch die Gräser Eiweiss liefern und tragen so zum gewünschten Proteinertrag bei. Damit sich die Luzerne im Bestand entwickeln kann, ist es wichtig, den Saatzeitpunkt vor Ende August zu wählen. Um den entwickelten Luzerne-Anteil im Bestand halten zu können, sollte im zweiten oder dritten Schnitt das Knospenstadium abgewartet werden, um der Luzerne die Wurzelentwicklung zu ermöglichen. Nur so wird sich die Luzerne nachhaltig im Bestand halten können. Für eine genügende Winterfestigkeit sollte darauf geachtet werden, dass die Luzerne mindestens fausthoch in den Winter geführt wird. Je grösser die Luzerne in den Winter geht, umso besser verkraftet sie die Kälte.

Die Luzerne-Mischung UFA King Gold ist die jüngste Luzerne-Mischung, mit drei verschiedenen Leguminosen und dem Leitgras Rohrschwingel. Damit ist sie prädestiniert für trockene Standorte und eignet sich zur Silagenutzung. Der Rohrschwingel hat eine langsame Jugendentwicklung. Dadurch braucht er Platz und Licht, um sich in der Mischung zu etablieren. Es ist wichtig, dass vor allem im Ansaatjahr und im ersten Hauptnutzungsjahr die Mischung etwas häufiger geschnitten wird, als das für eine Luzerne-Mischung normal ist. Dadurch kann sich der Rohrschwingel besser entwickeln. Luzerne in Kombination mit Mattenklee und Gräsern bringen konstantere Erträge über das ganze Jahr verteilt, als wenn die Luzerne in Reinkultur angebaut wird. Gute Voraussetzungen sind kalkhaltige Böden ohne Staunässe und ein warmes und eher trockenes Klima.

Luzerne-Mischungen von UFA-Samen

Mit UFA Weluz (Zwischenfutter), UFA Regina Gold (zweijährig), UFA Duo Gold (dreijährig), UFA Harvestore Gold (dreijährig) und der Allrounderin UFA Queen Gold (dreijährig), sowie der jüngsten Errungenschaft UFA King Gold (dreijährig) werden sechs verschiedene Luzerne-Hausmischungen für die jeweilige Produktionsrichtung und Bedürfnisse angeboten. Nebst diesen Luzerne-Mischung sind die zwei Standardmischungen UFA 323 Gold und UFA 320 Gold, zwei weitere typische Luzerne- Mischungen für den Profi Futterbau. UFA 323 Gold ist auch an Standorten geeignet, die nicht raigrasfähig sind. Allerdings kommt die Luzerne ab einer Höhe von 1000 m ü. M. an ihre Grenzen. Um eine zusätzliche Versicherung für den Ertrag zu erhalten, werden in den UFA-Saatgutmischungen immer mindestens zwei unterschiedliche Luzerne-Sorten kombiniert. 

Wann macht eine Deckfrucht Sinn?

Deckfrüchte haben die Aufgabe, die auflaufenden Saaten zu schützen und Unkraut zu unterdrücken. Sie sollten schnellwachsend sein, damit ein früher Schnitt (am besten Eingrasen) gemacht werden kann. Bei den Sommersaaten ist dazu der einschnittige Alexandrinerklee «Tabor» am besten geeignet. Westerwoldisches Raigras als Deckfrucht eignet sich nicht in jedem Fall, da es die auflaufende Mischung beinträchtigen kann und somit das Ablöseprinzip der Futterbaumischung negativ stört. Zudem ist das Abfrierverhalten an milden Standorten nicht in jedem Winter sichergestellt. Sommerhafer oder Sommergerste eignen sich als Deckfrüchte bei Frühjahrssaaten. Wichtig ist, dass nicht mehr als 75 Kilogramm je Hektar Saatmenge eingesetzt wird, sonst dominiert die Deckfrucht. Vor allem in langsamer auflaufenden Gras/ Weissklee-Mischungen kommt eine Deckfrucht in Frage. Voraussetzung ist allerdings, dass der erste Schnitt gemäht und abgeführt werden kann. Mulchen ist bei Mischungen mit Deckfrucht nicht empfehlenswert, da die Mulchschicht die Keimlinge zudeckt und ersticken kann. Bei den schnell auflaufenden 200er und den Luzernemischungen braucht es keine Deckfrucht. Bei diesen Mischungstypen kann sogar der Klee durch die Deckfrucht zu stark konkurrenziert werden.

 

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