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Betriebsführung

Ist Bio-Konsum eine Frage der Bildung?

Immer häufiger greifen Konsumentinnen und Konsumenten im Laden ins Bioregal. Neben der Ernährungs- und Umwelt-Kompetenz spielt dabei auch der Geldbeutel eine Rolle.

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Publiziert am

Redaktor UFA-Revue

Der Markt mit Bio-Lebensmitteln hat sich im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen Absatzmarkt entwickelt. Der Anteil liegt gemäss dem Marktbericht Bio (März 2022) mittlerweile bei rund elf Prozent. Ein Teil der Marktanalyse des Bundesamtes für Landwirtschaft basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 1000 Personen. Dabei gaben 47 Prozent an, sehr häufig oder fast immer Bio-Lebensmittel zu konsumieren. Zwei Jahre davor war deren Anteil noch halb so gross.

Wie die Auswertung zeigt, sind hauptsächlich gesundheitliche und ökologische Überlegungen für das Konsumverhalten der Befragten verantwortlich. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass mit abnehmendem Einkommen und bei geringer Bildung die Bio-Kauflust deutlich abnimmt. Mit einem Haushaltseinkommen unter 5000 Franken wie auch einem tieferen Bildungsniveau greift nur rund ein Drittel regelmässig ins Bio-Regal. Bei Personen mit einem höheren Abschluss und einem Haushaltseinkommen zwischen 12 000 und 20 000 Franken ist der Anteil dreimal höher.

Steigt das Haushaltseinkommen nun aber weiter, geben in dieser Einkommensklasse sogar 75 Prozent an, einen hohen Bio-Konsum zu haben. Die Wahl, ob ein Bio-Apfel im Einkaufswagen landet oder nicht, ist also nicht nur eine Frage der Bildung, sondern immer auch eine des Geldes.

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