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Pflanzenbau

Sehr früher Mais und Silosorghum: Chancen in der Futterproduktion?

Sehr früher Mais und Mehrschnitt-Silosorghum können nach einer unreifen Getreidekultur oder nach sehr früh geernteter Gerste angebaut werden. Die kurze Vegetationszeit und der geringe Wasserbedarf von Sorghum ermöglichen seine Entwicklung in günstigen Lagen.

Futtersorghum

Futtersorghum produziert eine grosse Futtermenge und ist punkto Niederschlägen sehr genügsam.

(Diane François)

Publiziert am

Aktualisiert am

Saatgut WS Landwirtschaft, fenaco Saatgut

Beraterin UFA-Samen

Sogenannt frühe Maissorten mit einem FAO-Index zwischen 140 und 190 eignen sich gut für die Aussaat bis Ende Juni, in günstigen Regionen unter 600 m ü. M. ist sogar Anfang Juli möglich. Diese Bewirtschaftung kann je nach Witterungsverhältnissen einen Verzug der Ernte und der Anlage der nächsten Kultur nach sich ziehen. Für einen Erfolg ist es daher unerlässlich, gewisse Bedingungen zu erfüllen. Die Aussaat muss sehr schnell nach der Ernte der Vorfrucht erfolgen. Zudem ist eine bedarfsgerechte Düngung erforderlich. Ziel ist es, maximal von der Restfeuchtigkeit im Boden zu profitieren. Selbst mit geringen Niederschlägen im Jahr 2018 konnten gute Resultate beobachtet werden. Der Erfolg misst sich durch den Vergleich des wirtschaftlichen Ertrags der beiden Kulturen und dem voraussichtlichen Potenzial einer einzigen Hauptkultur.

Mehrschnitt-Futtersorghum

Diese Futterpflanze ist interessant als Ersatz der Zwischenfuttermischungen des Typs 106, falls die Feuchtigkeitsbedingungen für deren Anlage ungünstig sind. Mehrschnitt-Sorghum oder Sudangras haben den Vorteil, dass sie sich bei wenig Niederschlag entwickeln können und innerhalb von acht bis zehn Wochen einen ersten Futterschnitt ermöglichen. Anschliessend wachsen sie bis zu zwei Schnitten nach. Für einen erneuten Vegetationsbeginn ist eine Schnitthöhe von 10 cm erforderlich. Die empfohlenen Stickstoffgaben liegen bei 30 Einheiten pro Schnitt, die geeignete Saatdichte liegt bei 40 kg / ha. Der Schnitt oder das Abweiden (Portionenweide, zur Begrenzung einer Verschwendung) ist erst ab einer Pflanzenhöhe von 60 cm möglich. Die Pflanze ist nämlich reich an Dhurrin, das sich anschliessend in Blausäure verwandelt. Die Häufung des Toxins führt zu Atemproblemen und kann zum Tod der Tiere führen. Ist die Pflanzenhöhe erreicht, ist das Toxin im angewelkten, silierten oder getrockneten Futter nicht mehr problematisch. Die Nährwerte von Sorghum sind gut. Sie können durch Zugabe einer Mischung aus Alexandrinerklee weiter verbessert werden.

Für den Bioanbau von Sorghum gilt die Saatgutstufe drei; es kann konventionelles ungebeiztes Saatgut verwendet werden. 

Die Berater von UFA-Samen erteilen weitere Auskünfte zum Anbau von sehr frühem Mais und Silosorghum.

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