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fenaco-LANDI

Ökologische Saatgutbehandlung bei Getreide

Unter der Marke «Thermosem» hat die fenaco Ende August die erste Dampfanlage für die ökologische Behandlung von Getreidesaatgut in Betrieb genommen. Die innovative Technologie bekämpft Krankheiten am Saatgut ohne chemisch-synthetische Wirkstoffe.

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Publiziert am

fenaco Genossenschaft / Leiter Public Relations

Die Saatgutbehandlung ist ein wichtiger Schritt in der Getreideproduktion. Sie schützt keimende Nutzpflanzen, indem sie Krankheiten abtötet, die sich auf dem Korn befinden. In der Schweiz wird Saatgetreide vorwiegend gegen Schneeschimmel, Stink- und Zwergbrand sowie Flugbrand behandelt, bisher hauptsächlich mit chemisch-synthetischen Mitteln.

Die neue Saatgutanlage der fenaco in Lyssach (BE) nutzt hingegen das Prinzip der thermischen Saatgutdesinfektion mittels Dampfpasteurisierung und verzichtet damit komplett auf chemisch-synthetische Wirkstoffe. Die Anlage kann bis zu 15 Tonnen Saatgut pro Stunde behandeln.

Die Thermosem-Behandlung beinhaltet drei Prozessschritte. Im Anschluss wird das behandelte Saatgut durch Agroscope zertifiziert.

1 Dampfbehandlung:Das Saatgut wird gleichmässig in die Anlage eingefüllt. Der zugeführte Wasserdampf tötet die Pilzsporen ab und entfernt Staub. Die kontinuierliche Rüttelbewegung der Anlage sorgt für einen gleichmässigen Warenstrom. Dies ermöglicht eine exakte Behandlung des Saatguts.

2 Trocknung und Kühlung:Das Saatgut wird zuerst durch warme Luft getrocknet und anschliessend durch kalte Luft abgekühlt.

3 Lagerung und Absackung:Das Saatgut wird entweder direkt abgesackt oder in Paloxen zwischengelagert und anschliessend nach Bedarf abgesackt. Nach einer kurzen Verweilzeit und der Zertifizierung durch Agroscope ist das Saatgut bereit für die Aussaat.

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Dampfbehandlungsanlage in Lyssach (BE). 

(zvg)

Aktuell werden in der Schweiz jährlich 19 500 Tonnen Getreidesaatgut chemisch-synthetisch gebeizt. Rund 2600 Tonnen bleiben für den Bio- und IP-Suisse-Markt ungebeizt oder werden mit biologischen Methoden behandelt. Mit einem Zuwachs von jährlich zehn Prozent wächst der Bio-Markt deutlich. Jürg Jost, Leiter von UFA- Samen, ist vom neuen Angebot überzeugt: «Viele konventionelle Wirkstoffe sind zurzeit in Überprüfung. Deshalb suchen viele Betriebe nach einer nachhaltigen Alternative zu den herkömmlichen Beizmethoden.»

Für die Aussaat 2021 kann ab Mitte September eine Reihe von Getreidesorten bestellt werden, die mit der innovativen Methode behandelt wurden.

Vorteile von Thermosem

• Ebenbürtige Alternative zur chemischen Saatgutbehandlung

• Sehr hohe Sicherheit gegen samenbürtige Krankheitserreger

• Ertragsniveau gleichwertig zu chemischen Saatgutbehandlungen

• Entspricht den Anforderungen des biologischen Landbaus

• Hervorragende Wuchskraft der keimenden Pflanzen

Weitere Infos www.thermosem.ch 

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